Forum: Kultur
Einverständnisgesetz für Sex: Sterben jetzt die Schweden aus?
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Sex ist wie Rauchen: Es geht alleine, zu zweit oder zu mehreren - trotzdem sollte man niemanden ungefragt die Kippe in den Mund stecken. Ähnliches gilt beim Geschlechtsverkehr - womit manche Medien aber ein Problem haben.

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hansulrich47 26.12.2017, 12:40
10. Lächerlich, dieses Gesetz!

Einverständnis ist die Voraussetzung für beidseitig erfüllendes sexuelles Beisammensein. Alles andere ist Vergewaltigung. Das per Gesetz zu regeln, zeigt entweder, dass Selbstverständliches doch nicht selbstverständlich ist, oder, dass Politiker ihre Fürsorglichkeit (Wichtigtuerei) eben gerne übertreiben.

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neurobi 26.12.2017, 12:40
11. Überflüssig und/oder gefährlich

Das Gesetz ist überflüssig weil es Dinge zu regeln versucht, die juristische schon deshalb nicht zu regeln sind, weil sie im Zweifel immer zu einer für niemanden zu klärenden Aussage gegen Aussage führen wird. Und dann gilt in einem Rechtsstaat immer die Unschuldsvermutung, Verurteilung ausgeschlossen.
Schon die heutigen Gesetze sind fragwürdig, sie der Fall Assange, wo Frau erst im nachhinein festgestellt hat, das es kein einvernehmlicher Sex, sondern eine Vergewaltigung war.
Und vom Standpunkt der Gleichberechtigung sind solche Gesetze klar gegen ein Geschlecht gerichtet, so wie heute schon im Kindsrecht. Eine Seite hat alle Rechte, die andere nicht mal das Recht festzustellen ob man wirklich der Erzeuger war. Frau darf entscheiden, ob sie ein Kind will, der Erzeuger hat kein Mitspracherecht und muss selbst wenn er das Kind nicht will zahlen, egal ob es seine Lebensplanung zerstört.

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PeterLascych 26.12.2017, 12:41
12. Wie schön wäre es, wenn die Menschen ohne Gesetze sein könnten

Nur leider brauchen wir Gesetzte, damit Grenzüberschreitungen als solche klarer definiert werden können und hoffentlich von jedem beachtet werden. Nur dazu sind Gesetze gedacht.
Daher muss sich über Gesetze, die eigentlich selbstverständliche Dinge festlegen, niemand aufregen, es sei denn, Mann oder Frau hat bisher oder will in Zukunft diese Grenzen überschreiten.

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schnulli602 26.12.2017, 12:45
13. Oh Gott

...Frau Stokowski, es ging ja beim Lesen noch einigermaßen. Bis zur feministischen Weltrevolution. Man, man, selten so einen Unsinn gelesen. Merken Sie nicht, dass es einfach unmöglich ist, alles zu regeln? Wieso wollen Menschen wie Sie immer alles mit Verboten machen und anderen Ihr Weltbild aufzwängen? Aber wehe, Ihr politischer Gegner macht das so. Zunächst bin ich völlig bei Ihnen, dass Sex zwischen zwei Menschen immer einvernehmlich sein sollte. Anders geht GAR NICHT. Aber es ist eben unmöglich, über das bestehende Sexualstrafrecht hinaus, zu regeln, dass auch bei wirtschaftlichen oder sonstigen Abhängigkeiten der Sex einvernehmlich sein muss. Weil der/die Unterdrückte trotzdem damit unter Druck gesetzt wird. Dreist wenn sie unterschreiben müsste. Sie würde es dann tun. bngesehen davon geht diese Regelungswut dann doch etwas weit. Es geht einfach darum, dass zum Sex immer zwei Menschen gehören. Wenn einer von Beiden das nicht möchte, muss er/sie es deutlich sagen. Wenn ich dann gezwungen werde, gibt es dafür den Staatsanwalt. Bin ich aber zu schwach nein zu sagen, ist es schlichtweg mein eigenes Problem. Wenn ich nicht in der Lage bin, ganz deutlich zu artikulieren, was ich möchte, oder mir gut oder nicht gut tut, bin ich dafür ganz allein verantwortlich! Und eine Anmerkung noch zum Schluß: Was Sie leider immer wieder vergessen, ist unsere biologische Bedeutung auf der Welt. Aus evolutionsbiologischer Sicht ist unser einziger Daseinsgrund, uns fortzupflanzen. Nichts Anderes. Selbstverständlich nur einvernehmlich. Aber man muß sich schon die Frage stellen, warum unsere westliche Kultur ausstirbt und wir nicht genug Nachkommen zeugen. Weniger entwickelte Kulturen haben da interessanterweise eher das gegenteilige Problem. Also muss man doch zwangsweise einen Zusammenhang zwischen unserer aufgeklärten und hektischen Lebensweise herstellen und der weniger aufgeklärten Lebensweise. Es muss also hier auch irgendwo einen kausalen Zusammenhang geben. Scheinbar widerspricht die westliche Selbstbestimmung der Frau, der Erhaltung unserer Spezies. Vor lauter bloß nicht am Herd stehen und Karriere machen, bekommen wir viel zu wenige Kinder. Jede Familie müsste wenigstens 2 Kinder haben, damit wir unsere Anzahl wenigstens erhalten. Wir haben also scheinbar ein Problem in der Sichtweise der Feministinnen. Ist also die vermeintliche Selbstverwirklichung der Frau im Beruf und in der Karriere, die aus evolutionsbiologischer Sicht richtige Sichtweise? Nein, denn bei aller Aufklärung und Selbstbestimmung. Der biologische Sinn der Frau liegt nun mal darin, die Kinder zu bekommen und sich, zumindest in der ersten Zeit, mehr um sie zu kümmern, als der Mann (stillen). Das mag Ihnen noch so wenig schmecken, aber das hat die Natur so vorgegeben. Also liegt doch die biologische Selbstbestimmung der Frau scheinbar ganz anders, als Sie meinen, Frau Stokowski. Und ich meine das wirklich ganz wertfrei und völlig im Sinne der sachlichen Diskussion. Kann es nicht sein, dass die Selbstbestimmung der Frau doch mehr in der Familie liegt? Selbstverständlich mit einvernehmlichem und sehr erfülltem Sex!? Denn anders sterben wir ganz offensichtlich aus.

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lilsue66 26.12.2017, 12:46
14. Nein, die Schweden...

...sterben nicht aus. und sie verlieren auch nicht den Spaß am Sex. Wir können selbst mal anfangen, über unser Verhältnis zu Sexualität und ein stimmiges miteinander nachzudenken. und warum es manchmal nicht vorhanden ist. Da müssen Regeln und Gesetze manchmal auf die Sprünge helfen, bis sie überflüssig sind

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Mario V. 26.12.2017, 12:47
15. Eine feministische Weltrevolution ist das letzte, was die Welt braucht

Ich weiß nicht, was es bei den Schweden jetzt nochmal extra zu regeln gab, aber sexuelle Gewalt oder anderweitig erzwungener Sex ist ein No-Go, auch ohne Gesetz, und ich bin mir sicher, dass diese Ansicht von der überwiegenden Mehrheit zumindest der westlich geprägten Welt geteilt wird. Für alle, die das anders sehen, gibt es entsprechende Gesetze, wie für jeden anderen Straftatbestand auch.
Was genau jetzt die gewünschte Revolution bewirken soll, ist mir schleierhaft.

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Tom-chan 26.12.2017, 12:48
16. Meine Güte

Ich habe jetzt bereits mehrere Artikel und Kolumnen der Frau Stokowski gelesen und komme immer mehr zu der Überzeugung, diese Frau beim falschen Magazin ist. Sie sollte sich vielleicht mal um eine Anstellung bei der Super Illu o.ä. bemühen. So ein Rumgequake...

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soerenschein 26.12.2017, 12:48
17. Dieses Gesetz verunsichert

Natürich ist es selbstverständlich, mit niemandem Sex zu haben, der das nicht möchte. Trotzdem hinterlässt dieses Gesetz eine tiefe Verunsucherung, was den Missbrauch eben jenes Gesetzes betrifft. Wann ist eine Zustimmung eine Zustimmung? Wie sieht die gerichtliche Verwertbarkeit einer mündlichen Zustimmung aus? Unschuldsvermutung hin oder her, so weit hergeholt ist es gar nicht, sich in Schweden zur Sicherheit jetzt lieber eine Unterschrift vom Sexualpartner zu holen, ob es überhaupt ok ist, miteinander zu verkehren. Behaupten kann ein Sexualpartner hinterher vieles, was er in Nachhinein wollte oder nicht wollte. Das ist freilich schon heute möglich, aber dieses Gesetz verlangt von den Sexualpartnern das eindeutige Erkennen, ob jemand anderes den Sex wirklich will oder nicht, kehrt aber die Beweislast um, weshalb jeder Sex mit der Angst im Hinterkopf stattfindet, jemand anderen vielleicht ungewollt zu etwas zu nötigen, was er nicht will. Während vorher ein eindeutiges Nein zum Abbruch der sexuellen Handlungen führen musste, muss fortan vorher ein eindeutiges Ja feststehen. Dieses lässt sich im Nachhinein aber eher revidieren und ist in mündlicher Form schwer zu beweisen, weshalb ich, wäre ich ein Schwede, ab Juli 2018 tatsächlich vor dem jeweiligen Akt ein Formular unterschreiben lassen würde.

Die übrigen Feministischen Aussagen von Frau Stokowski zur "Feministischen Weltevolution" haben mich schmunzeln lassen. Ich sehe 2017 wenige Defizite in der Gleichberechtigung und die, die es ohne Frage noch gibt, werden auch bald verschwinden, solange der Rechtsruck der Gesellschaft sich noch aufhalten lässt. Frau Stokowski lebt in meinen Augen in einer Parallelwelt und den Männern wird von ihr allgemein weniger Empathie zugesprochen als sie bei ihnen tatsächlich vorhanden ist.
Ich bin ein Mann und ich weiß, dass für mich Respekt vor Frauen und Gleichberechtigung selbstverständlich sind.

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adissu 26.12.2017, 12:49
18. Das Gesetz in Schweden hilft ...

... juristisch gar nichts, denn im Zweifelsfall steht - wie bisher auch - Aussage gegen Aussage. Niemand kann zweifelsfrei klären, ob es jetzt ein Einverständnis gab oder nicht. Damit ist dieses Gesetzt aus juristischer Sicht völlig sinnfrei.

Unabhängig davon stößt es eine offensichtlich notwendige öffentliche Debatte an, wenn man die Reaktionen sieht. Ich kann das als Mann zwar nicht nachvollziehen, wie man auf die Idee kommt gegen den Willen einer Frau mit ihr Sex zu haben, aber anscheinend gibt es viele Geschlechtsgenossen, denen das nicht klar zu sein scheint.

Leider wird von der Autorin des Artikels mal wieder in ein allgemeines Männer-Bashing abgeglitten. Das zeigt, wie unreif die feministische Bewegung oft noch ist und damit dazu beiträgt, nicht ernst genommen zu werden.

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highflight 26.12.2017, 12:49
19. "Die Unschuldsvermutung gilt selbstverständlich weiterhin."

...sagt die schwedische Botschaft.

Wie sehr das heute noch zutrifft kann man unschwer an der #metoo-Welle erkennen. Kaum werden Vorwuerfe erhoben, setzt die mediale und soziale Aechtung ein. Maenner werden aus ihren Positionen entfernt, entlassen, ihre Vertraege gekuendigt, ohne dass ihre Schuld von einem Gericht festgestellt worden waere. Es genuegt die Anschuldigung.

Jeder halbwegs erfolgreiche Mann sollte inzwischen die wesentlicchen Gebote verinnerlicht haben:

1. Betrete keinen Lift, in dem sich schon eine einzelne Frau befindet.

2. Fuehrst du ein berufliches Gespraech mit einer Frau, lasse immer die Buerotuere offen stehen und sorge dafuer, dass dein Vorzimmer besetzt ist.

3. Mache niemals einer Frau ein auch noch so harmloses Kompliment. Es koennte "sexistisch" sein.

4. Lasse dir schriftlich bestaetigen, dass die Dame damit einverstanden ist, mit dir Sex zu haben, am besten, nachdem sie vorher unter Zeugen einen Alkohol- und Drogentest gemacht hat.

...Oder vertraue weiter auf die geltende Unschuldsvermutung und riskiere deine Karriere, deine Ehe und deine Freiheit.

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