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Einverständnisgesetz für Sex: Sterben jetzt die Schweden aus?
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Sex ist wie Rauchen: Es geht alleine, zu zweit oder zu mehreren - trotzdem sollte man niemanden ungefragt die Kippe in den Mund stecken. Ähnliches gilt beim Geschlechtsverkehr - womit manche Medien aber ein Problem haben.

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Juro vom Koselbruch 27.12.2017, 07:54
210. Natürlich gibt es ...

Zitat von Icki
Angesichts der vielen höhnischen, bornierten, unsachlichen und zynischen Kommentare in diesem Thread kann man nur den Kopf schütteln. Frau Stokowski, Sie werden dringender gebraucht als es Ihnen vielleicht lieb ist.
... Kommentare, die man lieber nicht liest. Hohn und Spott mag man nicht.

Und selbstverständlich muss Sexualität auf gleicher Augenhöhe und in gegenseitigem Einverständnis stattfinden.

All das steht nicht zur Diskussion. Ob man aber gerade Frau Stokowski in Kenntnis ihrer Beiträge so doll braucht, ist fraglich. Vieles kommt pauschal und auch männerfeindlich daher, womit man nur neue Probleme schafft. Wer Männern, die sich berechtigt wegen der Ereignisse der Silvesternacht in Köln empören, nachlesbar vorwirft, sie wollten sich als Retter aufspielen und im Grunde "ihre" Frauen gerne selber belästigen, der liegt völlig falsch und ist m.E. auch ziemlich zynisch.

Warum greift Frau Stokowski ein ganz offenbares Problem in Schweden nicht auf, dass auf Dauer massiven Ärger bereiten und ebenso massiv an der Fortschrittlichkeit Schwedens zweifeln lassen wird?

Man kann natürlich (unabhängig von der Nutzenfrage, Abgleiten in Schattenwelt usw.) Prostitution unter Strafe stellen. Aber warum leistet man sich die absolute geschlechtsdiskriminierende Ungerechtigtkeit, dann den Kauf sexueller Leistungen zu bestrafen aber das Angebot dieser Leistugen nicht? Der Kunde einer Prostituierten wird kriminalisiert aber die Prostituierte, die zum kriminellen Kauf der leistung animiert, nicht! Warum soll der Kunde kriminell sein aber nicht der oder diejenige, der oder die ein unmoralisches kriminelles Angebot macht?

Ich finde es sehr bezeichnend, auch für Frau Stokowski, dass diese ersichtliche Männerfeindlichkeit nicht thematsiert wird. Aber die Zeit wird irgendwann kommen.

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fatherted98 27.12.2017, 08:28
211. Man überlege sich das mal...

...das gibt jemand vor dem zu Bett gehen eine schriftliche Einverständniserklärung ab....überlegt es sich dann aber kurz vor dem Akt anders....was dann?.....nein sagen gilt nicht...da ja schriftlich fixiert. Und was ist mit gefälschten oder unter Alkohol/Drogen erstellten Einverständniserklärungen?....alles ziemlich undurchdacht. Übrigens....nix Neues....solche Einverständniserklärungen werden von US-Unis für Ihre Studenten schon seit langem empfohlen, da die Zahl der Anklagen wegen Sexualdelikten sprunghaft angestiegen ist.

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The_Hobbit 27.12.2017, 08:29
212. Prima

Gut geschrieben, Frau Stokowsky, endlich jemand der es verstanden hat, worum es geht. Erwähnenswert erscheint es mir an dieser Stelle, dass in Schweden kuenftig fuer Gott weder 'er' (han) noch 'sie' (hon) verwendet wird, sondern das neutrale 'hen'.

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112211 27.12.2017, 08:38
213. Aussterben? Nein. Prüderie? Ja.

Nun, aussterben werden die Schweden nicht so schnell. Was aber seit einer ganzen Weile grassiert, ist eine unglaubliche Prüderie. Nackt in der Sauna? Nur wenn es nicht gemischt ist. FKK Strand? In der Einsamkeit gibt es das, woanders nicht. Der derzeitige Rummel um Me-Too ist da nur ein weiterer Schritt ...

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sking 27.12.2017, 08:40
214. Männer sind eklig

Ich bin entsetzt über die Uneinsichtigkeit meiner Geschlechtsgenossen. Immer wieder diese Aussage, dass das Gesetz überflüssig sei. Immerhin führt das Gesetz dazu, dass wir rege über seinen Sinn und Unsinn diskutieren. Sooooo egal kann es also dann nicht sein.
Der Mann dominiert die Frau, auch heutzutage. Und viele Frauen lassen das zu, leider. Hört auf euch zu schminken, schmeißt die High Heels weg!

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klaus meucht 27.12.2017, 08:47
215. Kein Problem mit dem Gesetz

Wir diskutieren über Selbstverständlichkeiten, obwohl sie in der Realität nicht selbstverständlich sind.
Von daher zeigt sich ja schon eine positive Wirkung des Gesetzes.

Der Nachweis ist extrem schwierig. Aber das ist kein Grund etwas nicht zu verbieten. Das Problem der Nachweisbarkeit haben wir auch in anderen Bereichen.

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Juro vom Koselbruch 27.12.2017, 08:51
216. Echt zum Schmunzeln

Zitat von The_Hobbit
Gut geschrieben, Frau Stokowsky, endlich jemand der es verstanden hat, worum es geht. Erwähnenswert erscheint es mir an dieser Stelle, dass in Schweden kuenftig fuer Gott weder 'er' (han) noch 'sie' (hon) verwendet wird, sondern das neutrale 'hen'.
Wenn das so überaus wichtig ist, warum schreiben Sie dann von Frau Stokowski, das da endlich JEMAND ist, DER verstanden hat, worum es geht?
Sie nehmen da ja sprachlich eine "Geschlechtsumwandlung" vor.
Also ich hätte kein Problem damit, dass in dem Fall da EINE FRAU wäre, die verstanden hätte, worum es geht. :-))

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sxaic 27.12.2017, 09:03
217. Was soll’s?

So ungefähr zwei Drittel aller Beiträge hier mokieren, dass dieses Gesetz in der Praxis ohne jede Relevanz sei. Jetzt stellt sich mir die Frage: Warum zum Teufel regen die sich dann alle so auf? Wenn ein Gesetz etwas völlig Selbstverständliches regelt und wegen mangelnder Praxistauglichkeit ohnehin fast nur als Betonung dieser Selbstverständlichkeit aufgefasst werden kann - dann kann ich mir diesen erheblichen Widerstand seitens der vielen Schreihälse nur mit der mangelnden Konformität eben der Schreihälse mit dem Geist dieses Gesetzes erklären.

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