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Elektro-Pioniere: Im Rausch des kalten Klangs
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In den Siebzigern revolutionierten junge Wilde mit Synthesizern die populäre Musik. Eine tolle Zusammenstellung und diverse Neuauflagen alter Klassiker erinnern an eine spannende Epoche.

SamTex 20.05.2016, 15:44
1. Irrlicht

Irrlicht ist nicht vollelektronisch, für das Album hat Schulze diverse Streich-Musiker der Berliner Philharmoniker geschmiert (als "Colloquium Musica Orchestra"), damit sie ihm lange Töne spielen, die er dann vom Tonband rückwärts wieder abgespielt hat. Also ganz "unplugged"...

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wanderer777 20.05.2016, 21:39
2. Revolution des Klangs

Eine E-Gitarre klingt immer nach einer E-Gitarre, ein Klavier immer nach einem Klavier. Nur Synthesizer bieten eine nahezu unendliche Klangvielfalt und Erlebnistiefe, und ich bemitleide Menschen, die ihr Leben lang nur Musik hören, die aus lediglich vier oder fünf immer gleich klingenden Instrumenten besteht.

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philosophus 20.05.2016, 23:20
3. @wanderer777

Die verwendete Instrumente sind nichts weiter als Mittel, wodurch man der höchsten der Künste dienen kann: der Musik!... Ich habe faszinierende Musik gehõrt, vorgetragen von einem Musiker der mit einem frischen Baumblatt gespielt hat und schlechte Musik welche aus einem sündhaftteuren Steinway stammte... Das Wichtigste ist nicht das Instrument, sondern ob man damit was zu "sagen" hat...

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LurchiD 21.05.2016, 01:59
4.

Zitat von wanderer777
Eine E-Gitarre klingt immer nach einer E-Gitarre, ein Klavier immer nach einem Klavier. Nur Synthesizer bieten eine nahezu unendliche Klangvielfalt und Erlebnistiefe, und ich bemitleide Menschen, die ihr Leben lang nur Musik hören, die aus lediglich vier oder fünf immer gleich klingenden Instrumenten besteht.
Ein Klavier klingt immer nach einem Klavier? Bei einem Klavierschüler vielleicht...

In Chopins Prelude Op. 28 Nr. 6 muß die linke Hand ein Cello spielen, in Robert Schumanns "Vogel als Prophet" zwitschert ein Vögelchen im Wald und in Beethovens Klaviersonate Opus 2 Nr. 3 tritt im ersten Satz ein ganzes Orchester auf - nur so als Beispiel.

Das muß der Pianist aber ganz alleine mit seinen eigenen Fingerchen hinkriegen, ohne all die elektronischen Bauteile und die softwaregestützten Helferlein, die die zeitgenössische Musik inzwischen so langweilig und austauschbar machen.

Synthesizer waren in den Siebzigern eine neue und faszinierende Hörerfahrung - aber die Siebziger sind schon lange vorbei, und das heutige Elektrogedudel nervt eigentlich nur...

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5b- 21.05.2016, 10:41
5. Elektronische Musik

Es hat natürlich seine Richtigkeit wenn man den Anfang der elektronischen Musik bei der Verwendung von Synthesizern sucht. Man darf aber nicht vergessen, dass es schon die E-Gitarre gab. Eigentlich war die Revolution der Elektronik in der Musik das Mikrophon und Lautsprecher. Wer analoge Musik will muss in ein Konzert der klassischen Musik. Ich bin zwar kein Klassikfreund muss aber sagen, dass es noch "echte" Musik ist. Mit dem Mikrophon fing die kreative Gestaltung von Klängen an. Die Stimmen die wir hören gibt es oft garnicht. Heute setzen manche Sänger auf bevorzugte Stimmeffekte. Bei der Synchronisation von Animationsfilmen kann man oft den Sprecher nicht erkennen und das liegt nicht nur an seinem Sprachtalent.
Auf der anderen Seite gibt es noch das Sampling das einen immensen Einfluss auf Elektronische Musik hatte.

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Wooster 21.05.2016, 14:06
6.

"Klaus Schulze war mal Schlagzeuger bei Tangerine Dream, als die noch polternden Blues-Rock spielten. "

Falsch.
Wie so vieles an diesem Artikel.

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Wooster 21.05.2016, 14:07
7.

Zitat von SamTex
Irrlicht ist nicht vollelektronisch, für das Album hat Schulze diverse Streich-Musiker der Berliner Philharmoniker geschmiert (als "Colloquium Musica Orchestra"), damit sie ihm lange Töne spielen, die er dann vom Tonband rückwärts wieder abgespielt hat. Also ganz "unplugged"...
Das waren nicht die "Berliner Philharmoniker" und er hat dies kleine Laienorchester der F.U. auch nicht "geschmiert"...
Himmelhilf, welch Unsinn man hier lesen muss...

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