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EM-Patriotismus: Schwarz-rot-kompliziert
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Zur Fußballeuropameisterschaft gibt sich Deutschland mal wieder dem schwarz-rot-goldenen Party-Patriotismus hin. Ganz natürlich und entspannt? So einfach ist es leider nicht.

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berghutzenmann 12.06.2016, 14:39
200. Kompliziert?

Jahr ein, Jahr aus die selben Diskussionen...
Warum sollte eine Fahne einer seit Jahrzehnten friedlichen und demokratischen Nation aus dem Fenster eines weltoffenen liberalen Deutschen ein Problem darstellen?
Warum sollten weltoffene, liberale Deutsche die Fahne jenen überlassen, die hier im Artikel kritisch beäugt werden?
Das ist doch auch die Fahnen von all den anderen Deutschen, die - Gottseidank - immer noch in der Überzahl sind!
Und jetzt hab ich 3x Deutsche geschrieben und es fühlt sich vielleicht schon gehemmt an?
Bitte schön, ich bin weder AfD-Sympathisant, noch ein Fahnen-Nazi. Ich im Grunde bin ich sogar so ziemlich das Gegenteil davon. Aber ich möchte verdammt noch mal eine Generation angehören, die sich nicht ständig für ihre Herkunft zurücknehmen müssen. Eine Deutschlandfahne zur EM/WM alleine hat weder etwas mit Patriotismus, noch mit Nationalismus zu tun.

Und zum Schluss:
Ich finde die Aussage von Herrn Boehnke sehr gut! Aber aus dieser Aussage lese ich nicht heraus, dass etwas schlechtes daran wäre, die Fahne hin und wieder doch mal zu schwenken, wenn ich im sportlichen Wettkampf mein Land unterstütze. Wem danach ist, bitte!

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rot-grün 12.06.2016, 14:43
201. Tipp:

Solange Schwarz-Rot-Gold von Ausländerfeinden missbraucht wird, besorgen Sie sich eine Version mit "Einigkeit und Recht und Freiheit"-Aufschrift. Hilft gegen Verwechslungen und ist gleichzeitig ein Statement.

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mitty22 12.06.2016, 14:44
202.

Der Autor zitiert: "Das Fatale aber sei, "dass solche emotional ausbeutbaren Großereignisse immer die Gelegenheiten bieten, um zu fragen: Wer gehört eigentlich dazu?"

Auf die Frage gibt es nur eine Antwort: Der gehört dazu, der dazugehören will. Ganz einfach.
Und wer nicht dazugehören will, sollte sich fragen, wohin er gehört. Mit allen Konsequenzen.

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hdwinkel 12.06.2016, 14:45
203. Deutsch

Zitat von Uns_Goethe
Der Autor täte mir einfach nur leid - wenn der Artikel nicht zu ärgerlich wäre und damit jegliches Mitleid für den Verfasser beiseite wischen würde. Solche Artikel sind eine absolute Frechheit und ich schäme mich für solche Ansichten. Der Autor freut sich mit den Engländern oder drückt auch mal den Franzosen die Daumen - beides jedoch Nationen, die wesentlich patriotischer agieren als wir Deutschen; Nationen, welche ihre Hymnen inbrünstig schmettern - und die dürfen das, im Gegensatz zu uns von Grund auf bösen Deutschen?
Das Problem ist nicht der Autor, der Zweifel daran hat, ob ein Schwingen der deutschen Fahne nicht grade die Kräfte unterstützt und bestärkt, die sich ein Deutschland wünschen, in dem die deutschen Spieler die deutsche Nationalhymne gefälligst mitzusingen haben.

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iii.tempel 12.06.2016, 14:45
204. Es ist...

..unglaublich. Der Autor ist doch offensichtlich älter als drei mal sieben Jahre. Er ist nach eigener Einschätzung in einem linken (ich vermute nicht linksliberal) Umfeld sozialisiert worden und ist dem immer noch nicht entkommen, obwohl er es besser wissen müsste. Was ist in Deutschland eigentlich in den letzten vier Jahrzenten passiert, daß ganz offensichtlich in manchem Milieu nicht mehr das Sein das Bewußtsein bestimmt, sondern die Ideologie die Wahrnehmung bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.

Und nein: Mal für diese, mal für jene Mannschaft hat mit Freude am Spiel wohl wenig zu tun. Gucken Sie lieber Cricket oder Hallenhalma. Sechs setzen.

Viele Grüße aus dem Rheinland

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rotaticus53 12.06.2016, 14:46
205. ! ! !

Zitat von ommy
Ich kann kaum noch die Nachrichten verkraften. Ich bin ein Mensch und will es bleiben. Etwa 40 Schläger drängen in Dortmund tausende Fans in die Defensive. Ein smarter Aufwiegler erhält 50% aller Wählerstimmen seines Landes, Kabarettisten überschreiten Grenzen, die vorher nicht existierten, Frauen zählen in der ganzen Welt immer weniger, genauso Schwache, Männer verrohen bis in den dummen, sadistischen Selbstmord hinein, mit Drohnen schaltet man gewissenlos unliebsame Widersacher aus, man legt riesige Datenbänke an, um sie zu nutzen, durch eine unglaubliche Verdrehung der Perspektive erscheinen Unmenschen Menschen als Gutmenschen um das besser tun zu können, was Unmenschen mit Menschen am liebsten machen – sie bedrohen, verängstigen, klein machen, ausschalten. Böse alte Männer, kalte schöne Frauen kanalisieren die Gewalt, um sich zu befriedigen. Ein tiefes Wasser bewegt sich da, wälzt sich um und um, spült etwas an die Oberfläche. Dieses „etwas“ ist immer schon da, aber jetzt schreit man danach. Man will geführt werden, gesagt bekommen, wo es lang geht, egal, ob alt, ob kalt, ob totalitär pathologisch. Man will Schlächter sein, vergöttert den, der sagt, wer und wo die Schafe sind! Etwas tobt sich hier aus, zerstört wie ein Krebsgeschwür perfekt und rücksichtslos seine eigene Existenzgrundlage. Keiner weiß, wohin das führen wird. Es ist da, hat Kraft, ist durch Vernunft nicht mehr steuerbar – außer Kontrolle. Wer hätte das gedacht.
Perfekt!!! Doch leider....ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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schnulli602 12.06.2016, 14:46
206. denken kann wirklich helfen

Zitat von DenkenKannHelfen!
Wie kann man auf etwas stolz sein, wozu man nichts, aber auch rein gar nichts beigetragen hat? Ernstgemeinte Frage, verstehe ich nicht.
sie sollten nicht von sich auf andere schließen. bloß, weil sie vielleicht nichts zur gemeinschaft beitragen, gilt das nicht für andere. der forist hat doch ausgeführt, warum er stolz auf deutschland ist. das kann er auch. er ist teil einer starken gemeinschaft. ähnlich, wie eine mannschaft. sie dürfen und müssen das nicht verstehen. aber lassen sie ihm ebenso seinen patriotismus.

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Jamesteakirk 12.06.2016, 14:48
207. Jeder Stoß ein Franzos', jeder Schuß ein Ruß'

Also ich empfinde diesen Artikel als ziemlich verklemmt. Man kann ganz ungeniert Fahnen schwenken, auch wenn das die inkriminierten Bewegungen AfD und Pegida tun. Der negative Nationalismus scheint in Deutschland wohl immer noch sehr verbreitet.

Weiß der Autor eigentlich, daß die AfD ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild anstrebt, hier also politisch schon weiter ist als die CDU? Die imaginierte "Fremdenfeindlichkeit" bei AfD und Pegida entspringt wohl eher den Bedürfnissen einiger Politiker und Journalisten, die offenbar etwas empfindlich auf Islamkritik reagieren. Daß Herr Gauland meint, daß viele Menschen keine Schwarzen als Nachbarn haben wollen, ist sein gutes Recht. Ich erlebe Afrikaner häufig als eher impulsiv und laut. Daher möchte ich auch eher keine Afrikaner als Nachbarn haben, auch wenn ich weiß, daß ich auch Glück haben kann und der einzelne Afrikaner oder Schwarze ruhiger sein kann als so mancher nervender Deutscher.

Diese Empfindungen sind völlig legitim, werden aber ständig mit bräunlichen Nazi-Vorwürfen belegt. Und man tut so, als könnte man nicht differenzieren. Manche Kulturen und Ethnien haben eben unterschiedliche Sitten und Gewohnheiten. Der öffentliche Diskurs verdammt den Bürger regelrecht zu Toleranz und Selbstverleugnung natürlicher, harmloser und berechtigter Empfindungen.

Herr Gauland wußte im übrigen bei seiner Aussage nicht, daß Boateng geborener Berliner ist.

Hier wird wieder mal eine Sau durch's Dorf getrieben. Bitte, liebe Journalisten, lernt doch einfach mal die Anwendung der Unschuldsvermutung, auch wenn es um Protagonisten und Weltanschauungen geht, die gemeinhin als "rechts" eingestuft werden. Ich als politisch links Sozialisierter kann das durchaus.

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Owllwo 12.06.2016, 14:50
208. warum schwarz-rot-gold gut ist...

...weil es für das steht was unser Land ausmacht. Freiheit, Frieden und Wohlstand. Die Heimat zu lieben bedeutet die Freiheit zu lieben. Ich als Ende der Siebziger geborenen habe mein ganzes gutes Leben dieser unserer Nation zu verdanken und ich hoffe das meine Kinder so wir ich nur Frieden erleben dürfen. Etwas gut zu finden bedeutet nicht anderes schlecht zu finden.

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winkdon 12.06.2016, 14:51
209. Liberal?

Ich lache immer, wenn die SPOn Journalisten sich als "linksliberal" bezeichnen und dann mit totalitären Forderungen ins Leben ihrer Mitmenschen hineingrätschen wollen. Wegen den Flüchtlingen müssen wir jetzt die Fahnen einrollen und die Hymne streichen? Darf man noch einmal nachfragen, wieso diese Leute zu uns gekommen sind,. wenn wir und nachher anpassen müssen? Wozu? Würden die sich anpassen, wenn wir zu denen gingen? Nein. Das macht niemand., Es ist idiotisch. Wir haben das recht in unserem Land zu leben, wie es uns gefällt. Wenn das den Flüchtlingen nicht gefällt, sollen sie woanders hingehen.

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