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Emanzipation: Pause ist nicht
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Egal, wie viel sich in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Gleichberechtigung getan hat: Noch immer werden von Frauen Tugenden wie Dankbarkeit und Demut erwartet. Geht's noch?

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wjr69 02.04.2019, 17:08
1. Wer magic cleaning..

in der Zeitredaktion wegen dem Artikel von Dorn veranstalten will, also ein Großreinemachen, weckt berechtigt Assoziationen, die in Richtung Totalitarismus gehen. Den Vorwurf haben sie sich selbst zuzuschreiben.

Und ich erwarte von Feministinnen weder "Anerkennung", noch "Bewunderung, Hochachtung und Dankbarkeit sowie moralische Aufmerksamkeit, Sympathie und Fürsorge". Es genügt mir völlig, wenn sie mir ihre Verachtung nicht direkt ins Gesicht spucken.

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jujo 02.04.2019, 17:18
2. ....

Sie nennen Einzelmeinungen, so hoffe ich. Ich kenne keine Frau der man gesagt hätte, das sie für irgendetwas dankbar zu sein hätte nur weil sie eine Frau ist.

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klapo 02.04.2019, 17:21
3. Es gibt immer einen...

... der den Schuh hinstellt und jemanden der so doof ist sich ihn anzuziehen. Wenn mir mal wieder einer sagen will, ich müsse doch bitte dies und das machen antworte ich stets sehr knapp mit Tommy Jauds ESMI Prinzip. Aber ich muss mit diesem wenig interrssanten Thema ja zum Glück auch keine ganze Kolumne füllen oder es gendertechnisch durchixen.

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zooey_radieux 02.04.2019, 17:26
4.

"Männer (nicht unbedingt alle) glauben, dass Frauen (nicht unbedingt alle) ihnen bestimmte Dienste und Fähigkeiten schulden, und zwar mehr als umgekehrt."

Oder Gruppe x fühlt sich von Gruppe y belästigt, weil Gruppe y Gruppe x ständig kritisiert und dazu auch noch asymmetrische Forderungen stellt.

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5b- 02.04.2019, 17:27
5. Huminist

Mit dem Hammer auf den Finger. Das passiert beim Nägel Einschlagen. Wenn man wirklich einen Nagel versenken möchte, dann passiert das halt mal. Es bringt aber nichts, wenn man auf einen bereits eingeschlagenen Nagel weiter eindrischt.
Feminismus ist für mich ein Gegenmittel gegen—sagen wir einfach mal—Sexismus. Wenn der aber schon geheilt ist, finde ich ihn störend.
Meine Welt ist gleichberechtigt. Damit meine ich meine eigene Sphäre der Wahrnehmung, also meine Person und Charakter, nicht nur meine Sichtweise. Mich stört nicht nur Sexismus sondern auch Feminismus. Das liegt wohl auch daran,dass keiner den ich wertschätze ein Sexist ist. In meinem Umfeld, in dem ich mich wohl fühle, braucht es keinen Feminismus.
Ich bin lieber einer der an Menschen aber auch fühlende Wesen generell denkt. Wenn ich nun Feminist würde, würde ich meinen Fokus von einer harmonischen Mitte hin zu einem kleinen Teil der Tierwelt/fühlender Wesen, also menschlichen Weibchen, verschieben.
Langfristig müssen wir damit aufhören. Man muss als Ziel eine Harmonie haben. Wiedergutmachung schlägt leicht in Rache um und kein wertvoller Aspekt menschlichen Seins. Wiedergutmachung, im Sinne Falsches zu richten, sollte ein Nebenprodukt von rechtem Handeln sein. Wer also versucht ein guter Mensch zu sein, tut auch Frauen Gutes weil es recht ist.

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paysdoufs 02.04.2019, 17:27
6. Nur mal so:

Tugenden wie Demut and Dankbarkeit sollte man idealerweise von allen Mitmenschen erwarten können. Sie machen das Zusammenleben nämlich angenehmer. Aber wer sein „entitlement“ so derart als Monstranz vor sich herträgt wie die Autorin, hat mit Harmoniestreben und Kompromissen wahrscheinlich eh‘ nicht viel am Hut...

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klaxklix 02.04.2019, 17:36
7. Feminismus als Identität

Es gibt viel zu viele Statements, dass doch schon viel getan worden ist.
Solange Frauen abends im Dunkeln Angst haben - und ja, zurecht - steht etwa in unserer (Sic!) Gesellschaft verdammt schräg. Das kann man nennen wie man will. Der Begriff Feminismus fällt hier oft. Das halte ich für Grundfalsch.
Fukuyama folgend fällt mir zu dem Begriff 'Identität' ein. Feminismus als Identität.
Feminismus sollte ja die, zum Teil unerträglichen Missstände aufzeigen und helfun zu beheben. Es sind viele Schritte gemacht worden, aber zum Teil bei weitem noch nicht genug. Wenn eine Frau (oder ein Mann) sagt, sie (oder er) sei Feministin (oder Feminist), dann ordnet sie (oder er) sich einer Gruppe zu, die sich gegenseitig in ihren Ansichten bestätigen. Hier im Forum kann man dann gut die Gegenseite dieser Gruppe sehen. Das bestätigt die Gruppe in ihren Ansichten. Führt das zur Lösung der oben angesprochenen Probleme?
Nein, die Identität als Feministin wird bestätigt, das ist alles.

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dvs 02.04.2019, 17:36
8. Weibliche Rassisten

In einem interessanten Artikel im spiegel - also, interessant für Leute, die Frauen für arme unterdrückte Wesen halten, die mit aller Kraft gegen das Unrecht kämpfen, welches sie so täglich erleiden, also eher nicht für mich - wird von Forschungen zum weissen weiblichen Rassismus berichtet und die Frage aufgeworfen, wieso eigentlich Frauen so häufig in Gesellschaften, die ihnen eigentlich keine Rechte zugestehen wollen, etabliert sind?

Nun, die Antwort lautet ganz einfach: Es gibt sehr satte Entschädigungen, im Fall der weiblichen weissen Rassistinnen z.B. unter anderem aber nicht alleine die brutale und auch genauso brutal genutzte Verfügungsgewalt über schwarze Menschen.

Was mich an Feminstinnen stört, ist entsprechend nicht so sehr, dass es jetzt doch mal endlich gut sein sollte, sondern dass Feministinnen diese Aspekte in der Regel leugnen.

Sie verhalten sich wie weisse weibliche Rassistinnen, die gerne in der Gesellschaft genauso anerkannt sein wollen wie andere, aber dann doch bitte trotzdem die Verfügungsgewalt über schwarze Menschen behalten wollen - nur, dass eben heutzutage die Entschädigung eine andere ist, nicht mehr Verfügungsgewalt.

Insofern, denke ich, auch Frau Dorn liegt mit ihrer Analyse falsch; es geht nicht darum, dass ein paar Leute noch ein wenig Zeit bräuchten, zu schnallen, dass die Welt sich dreht, sondern in meinen Augen darum, dass mal ein Frauen schnallen, dass man nicht nur Rechte verlangen kann, sondern die Rechte dann eben leider nur zugestanden werden, wenn entsprechende Pflichten übernommen werden, und leider dann eben auch die Entschädigungen, die mit einem ach so unterdrückten Leben einhergehen, dann wohl leider entfallen müssen, wenn man nicht mehr "unterdrückt" sein will.

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gluonball 02.04.2019, 17:36
9. Alles OK

"Von Frauen werden immer noch andere Tugenden erwartet als von Männern" Und leider erwarten das nicht allzuoft Frauen von Frauen.
Glauben sie es oder nicht, ich höhre nur Frauen über Frauen lästern. Ist es nun was sie anhat oder, dass sie sich nicht schmickt. Ich sage immer:" Ja na und?"
Und ich kenne auch keinen, absolut keinen Mann den das interessiert. Wirklich niemanden. Klar wird dann eine Konsquenz gezogen und man findet die Frau dann nicht attraktiv aber das kann der Frau doch nur recht sein. Oder will man so jemanden als Partner?
Und am Ende sind es die Frauen die sich hier in Deutschland die Männer aussuchen. Dann sucht euch doch mal Männer die euch besser behandeln/mehr im Haushalt machen und und und.
Aber hey, andere beschuldigen ist natürlich einfacher und man kann so schöne Texte verfassen. Das geht natürlich schlecht wenn die wahre Aussage ist: Frauen, ihr habt die Macht. Ich wählt die Männer aus und ihr erzieht eure Söhne und ihr entscheidet wie ihr andere Frauen behandelt! Was hätten Männer da noch zu melden wenn die Frauen diese Macht mal nutzen würden?
Mich würde es freuen. Aber das wird wohl nie kommen.Ist dann doch zu anstrengend.

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