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Emanzipation: Pause ist nicht
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Egal, wie viel sich in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Gleichberechtigung getan hat: Noch immer werden von Frauen Tugenden wie Dankbarkeit und Demut erwartet. Geht's noch?

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dvs 02.04.2019, 18:30
20. Domestifikation

Übrigens noch ein paar Überlegungen zur Domestikation bzw. dem Patriarchat - von unserer natürlichen Veranlagung her ist es wohl so, dass sich Frauen am liebsten mit solchen Männern paaren, die ihre Geschlechtsgenossen niederzumachen imstande sind, ob hier nun rohe Gewalt oder was anderes angesagt ist, ist dabei eher egal.

Anders gesagt - Frauen züchten bei Männern Gewalt heran, als Austausch bzw. Preis für die zur Verfügung gestellte Gebärfähigkeit.

In meinen Augen ist die grosse Errungenschaft des Patriarchats nicht irgendeins von den tollen Dingen, die mittlerweile unsere westliche Mittelstands-Welt in ein gigantisches Wohnzimmer verwandelt haben, sondern die männliche Fähigkeit zur Domestifikation durch Gesellschaftsbildung, die den oben zitierten Mechanismen halbwegs einen Riegel vorschieben.

Die Tatsache, dass das Patriarchat eher Männer unterdrückt, in dem es sie in das Joch, für eine Familie zu ackern, zwängt, wird viel zu oft übersehen, finde ich - Männer an der gesellschaftlichen Spitze haben schon immer ein eher vergleichsweise ungebundenes Leben genossen.

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fördeanwohner 02.04.2019, 18:30
21. -

Zitat von DerAndereBarde
Sie übersehen ein wichtiges semantisches Detail: die Argumente des Feminismus der aggressiveren Art, wie etwa von Frau S aus B regelmäßig daherkolumnisiert, sind selbst lupenreiner Sexismus, denn sie schreiben Männern auf Grund ihrer Geschlechtszugehörigkeit und ohne Ansehen der Person negative Eigenschaften zu. Vorgeblich ist das deshalb keine schlimme Diskrimierung weil wahlweise (a) die finsteren patriarchalen XY-Hegemonen so privilegiert und mächtig sind, dass sie gar nicht diskrimiert werden können, oder (b) der Zweck die Mittel heiligt. Wer darin logische Fehlschlüsse findet, möge sie behalten.
Das Dumme ist nur, dass es falsch wäre, damit aufzuhören, Missstände anzuprangern, weil sofort alles erreichte wieder irgendwie verloren geht.
Natürlich tritt Frau Stokowski so einigen auf die Füße. Führt man sich aber mal vor Augen, wie viele Männer in den sozialen Netzwerken ekeligst gegen Frauen hetzen, dann hilft es nichts.
Zu argumentieren, dass die das ja nur täten, weil böse Feministinnen damit angefangen haben, ist eine billige Ausrede.
Feministinnen sind m.M.n. notwendig, um daran zu erinnern, dass leider trotz vieler bereits erreichten Fortschritte noch immer vieles im Argen liegt. Wer sollte es nämlich sonst tun?

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wjr69 02.04.2019, 18:31
22.

Zitat von M.O.A.
". Ich frage Sie, was um Himmels Willen wollen Sie uns mit dem "(sic)" sagen? Ehrlich, ich verstehe es nicht. Meine Frau, mein Mann, unsere Frauen, unsere Männer... Wer es tatsächlich schafft, hier in diesen Possesivpronomen Unterdrückung zu wittern hat wirklich den Verstand verloren. Da fällt mir nichts mehr ein.
Frau Stokowski sieht im Gebrauch des Possessivpronomens tatsächlich Sklaverei, das befürchten sie zurecht.. Aber natürlich nur wenn ein Mann von seiner Frau spricht, redet eine Frau von ihrem Mann, ist das was ganz anderes

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nobody_incognito 02.04.2019, 18:33
23.

Zitat von waldhonig
...ich glaube wir haben viel dazugelernt, und wir sind noch lang nicht am Ziel. Frage mich immer seit wann in der Geschichte der Menschheit es so ist wie es ist. Ob es im Tierreich auch so zu geht.
Das Problem wird eher darin liegen, dass wir uns aus dem Tierreich noch nicht emanzipiert haben. An sich hat Frau es da leichter einen auf "Geistwesen" zu machen - der Mann unterliegt eher Versuchungen der "Machbarkeit", die sich ein um's andere mal als Illusionen herausstellen. Also geht es tatsächlich um Lernfähigkeit als kardinale Eigenschaft.

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vegefranz 02.04.2019, 18:34
24. Ewiggestriger Hardcore-„Feminismus“

Es sind sicherlich weniger als 5% der Frauen, die diese ewiggestrigen Parolen teilen.

Sinnvoller wäre es, vor dem schreiben einen solchen Artikels, sich mal mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen.

Was? Will keiner lesen?

Glaube ich schon....

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Olaf Köhler 02.04.2019, 18:38
25.

Zitat von waldhonig
Hallo Fr. Stokowski, ich find es sehr gut was Sie schreiben. Wir Maenner denken normalerweise nicht so tief darueber nach und gehen automatisch den fur uns vorteilhaftesten Weg und versuchen alles zu kontrollieren, vom anderen Geschlecht gleiches erwartend oder dessen Fortkommen einfach ignorierend. Klar gibt es bereits positive Abweichungen, aber ich sehe generell keinen Grund fuer Anfeindungen (find ich kindisch), ich glaube wir haben viel dazugelernt, und wir sind noch lang nicht am Ziel. Frage mich immer seit wann in der Geschichte der Menschheit es so ist wie es ist. Ob es im Tierreich auch so zu geht.
Jedes Wesen versucht, sich mit möglichst geringem Aufwand ein angenehmes Leben zu machen. Der Mensch hat das -wie alles - nur auf die Spitze getrieben, unabhängig von Geschlecht, Glauben oder sonst was -: Wie kriege ich möglichst viel, ohne zu viel dafür tun oder gar Geld ausgeben zu müssen?

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mwroer 02.04.2019, 18:41
26.

Zitat von M.O.A.
"Und immer gibt es den einen Idioten, der sich als sexistischer Lauch hervortut, aber über die vielen normalen Männer, die ihre (sic) Frauen respektieren und als gleichberechtigt ansehen, reden wir nicht, schade eigentlich" Der zweite Absatz, und dann muss ich das obige lesen. Ich frage Sie, was um Himmels Willen wollen Sie uns mit dem "(sic)" sagen? Ehrlich, ich verstehe es nicht. Meine Frau, mein Mann, unsere Frauen, unsere Männer... Wer es tatsächlich schafft, hier in diesen Possesivpronomen Unterdrückung zu wittern hat wirklich den Verstand verloren. Da fällt mir nichts mehr ein.
Ja, das schafft Frau Stokowski. In dem Moment wo ich ... hmm ... die Frau die mit mir zusammenlebt und gemeinsam mit mir die Kinder großgezogen hat (wobei diese Frau natürlich den Löwenanteil der Arbeit geleistet hat, nimmt Frau Stokowski einfach mal an) - als 'meine Frau' vorstelle wittert Frau Stokowski schon einen Eigentumsanspruch.

Das wiederum beweist Ihr dann das die Gleichbehandlung oder Gleichstellung oder Gleichberechtigung, gerne auch alles, noch nicht weit genug fortgeschritten ist und fertig ist die nächste Kolumne.

Das oben genannte Frau mich als 'mein Mann' vorstellt, je nun. Das ist selbstverständlich was anderes und drückt nur die von genannter Frau freiwillig eingegangene emotionale Bindung aus und ist quasi, für mich, eine Auszeichnung.

Meine Frau und unsere Töchter finden Frau Stokowski übrigens zu 90% einfach nur albern. Dem darf ich mich als alter weißer Mann natürlich nicht anschließen weil - ist dann wieder was anderes.

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fkfkalle3 02.04.2019, 18:53
27. Wovon lebt eigentlich die Autorin ?

Von Klicks, auch von dem meinen. Zum Thema selbst hat sie noch nie etwas bemerkenswertes beigetragen, nur heisse Luft, um damit die grösstmögliche Aufmerksamkeit zu erhaschen. Ach ja, Frau , weiss der Teufel, sind sie dankbar. Wenn am Ende das unnütze Geschwatze entklickt wird, wird die Luft dünn. So für , der letzte Klick, Tschüss

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dr.joe.66 02.04.2019, 18:57
28. Passt! Danke!

Passiert nicht oft, aber diesmal stimme ich Frau Stokowski vollumfänglich zu!
Nur der Untertitel stört mich etwas. Dankbarkeit und Demut sind zwei sehr gute Eigenschaften, die in unserer zunehmend Gewinn- und Spaß-orientierten Gesellschaft leider immer weniger vorhanden sind. Wären mehr Menschen dankbar und demütiger, dann wäre dies eine bessere Welt. Dabei meine ich natürlich Dankbarkeit für die guten Dinge im Leben und Demut als Hochachtung vor meinen Mitmenschen - damit das niemand falsch versteht. Kein Mensch sollte sich bedanken müssen, wenn sie oder er schlecht behandelt wird, das ist asozial.
Jedenfalls sollte m.E. die Forderung nicht sein, dass Frauen nicht mehr dankbar und demütig sein sollten, sondern dass wir Männer sehr viel dankbarer und demütiger werden müssen. Das Defizit ist hier bei den Männern, wir müssen uns ändern.
Übrigens: die Auflistung -- moralischer Respekt, Anerkennung, Bewunderung, Hochachtung und Dankbarkeit sowie moralische Aufmerksamkeit, Sympathie und Fürsorge -- ist eine sehr gute Erziehungsanweisung. Das ist ziemlich genau das, was ich von meinen Söhnen gegenüber anderen Menschen, und zu Hause vor Allem gegenüber ihrer Mutter erwarte. Nur, dafür muss ich das natürlich auch vorleben. Das ist mir leider nicht immer gelungen. Aber das liegt an mir, nicht an meiner Frau!
Noch ein Hinweis an die Fraktion der Männer die ein Problem mit Feministinnen haben: Wenn wir Männer endlich ALLE aufhören würden, Frauen schlecht zu behandeln, dann hätten die Frauen auch keinen Grund mehr sich gegen die schlechte Behandlung zu wehren. Denn selbst die extremsten Feministinnen hassen eigentlich nicht uns Männer, sondern das was Männer ihnen antun oder angetan haben.

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cave68 02.04.2019, 19:02
29.

Zitat von großwolke
Ich wundere mich immer wieder darüber, mit welcher Bösartigkeit Frau Stokowski schreibt. Glaubt sie denn ernsthaft, auf diese Art irgendjemanden überzeugen zu können? Wer Menschen verändern will, muss grundsätzlich erstmal so auf sie zugehen, dass nicht als direkte Reaktion auf den Kontakt das Abwehrverhalten aktiviert wird. Was mich auch stört: die intellektuelle Unaufrichtigkeit ihrer Argumentationen. Da wird von krassen Einzelfällen generalisiert, es werden vernünftige Standpunkte brutal niedergemacht, eigene Standpunkte werden geadelt, indem man sie als geistiges Produkt vermeintlich inellektuell überlegener Denker darstellt. Und am Ende dessen steht oft nicht mal mehr eine nachvollziehbare Aussage, es ist reines Ranting. Liebes SPON-Team, meint Ihr nicht, dass sich für die feministische Sache vielleicht auch bessere Kämpferinnen finden lassen würden? Die beiden, die Ihr habt, schaden zunehmend Eurem Ruf als seriöses Medium.
ihre letzten beiden Sätze kann ich nur voll und ganz unterschreiben.
SPON sollte sich nicht nur Gedanken machen,ob es Sinn macht eine Kolumnistin nahezu 48 Wochen pro Jahr über ein und dasselbe Thema schreiben zu lassen sondern auch ,ob man einer Frau Stokowski damit noch einen Gefallen tut.
Ich gehe mal davon aus,dass nahezu jeder Frau,die ihrem Mann gegenüber für irgendetwas dankbar ist (was zumeist übrigens auf Gegenseitigkeit beruht) glücklicher mit ihrem Leben ist als eine Frau Stokowski selbst,die anscheinend jeden morgen aufsteht mit dem Gedanken,wie sie ihren persönlichen Frust dem anderen Geschlecht gegenüber in einen sinnfreien Artikel reinpresst.

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