Forum: Kultur
"Emma" und die Karikaturendebatte: Desolat
Boris Roessler/ DPA

Wer dachte, die Debatte um Franziska Beckers Karikaturen sei problematisch, sollte in die aktuelle "Emma" schauen. Dort zeigt Alice Schwarzer, wie bodenlos man mit einem Kritiker umgehen kann.

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SamZidat 02.07.2019, 17:26
10. Tscha ...

... es ist und bleibt die andere Zeitung mit den vier Buchstaben - und welche davon ernstzunehmender ist, muß ich jedesmal neu auswürfen.

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lautlos 02.07.2019, 17:27
11. Komisch

Komisch, die gleiche Kritik kann man ohne Veränderung an 50% der SPON-Texte anbringen..........

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Stimmviech 02.07.2019, 17:50
12. Religion ist Missbrauch.

Alle Buchreligionen missbrauchen unsere Spiritualität. Jede Religion ist politische Theologie, die den Zweck verfolgt, mittels männlicher Götter die männliche Herrschaft zu legitimieren. Jede Religion ist daher ein -ismus.
Daher ist es kein Rassismus, sondern Patriarchatskritik, wenn gegen den Islam, das Christentum und auch gegen das Judentum geschrieben und gezeichnet wird. Es ist ein Zeichen des kollektiven Stockholm-Syndroms im Patriarchat, wenn sog. Feministinnen die Religionen verteidigen. Aufklärung sieht anders aus, und SAH schon einmal anders aus. Danke Alice Schwarzer für Ihre Unbeirrbarkeit! Aber ihre Unterscheidung von Islam und Islamismus verwässert ihre Patriarchatskritik bis zur Unkenntlichkeit und genau das macht sie jetzt angreifbar. Sexismus ist die Urform des Rassismus, und daher ist jede Religion rassistisch. Denn Sexismus dient der Unterdrückung der Sexualität der Frau, der Sicherstellung ihrer Monogamie, der Erhaltung der männlichen Linearität, damit der Vater noch die Väter seiner Enkelkinder bestimmen kann und damit der Menschenzucht. Genau das ist Ziel der Religionen, die aus Viehzüchtergesellschaften stammen. Wer also Religionen kritisiert, ist ein Antirassist.

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kvorwinkel 02.07.2019, 17:56
13. Linke Hetze

Es ist journalistisch unverantwortlich, wie die Autorin Hannah Pilarczyk linke Hetze betreiben darf. Vielleicht liegt das an ihrer taz Vergangenheit. Dort wird unreflektierter Journalismus ja auch gern großgeschrieben. Wenn hier jemand überfordert und ignorant ist, dann ist das Frau Pilarczyk. Frau Becker trifft die ganze Diskussion auf den Punkt. Sie kritisiert den Islamismus, das hat mit Rassismus nichts zu tun. Wenn Sie beim Spiegel schon nicht mehr wissen, was Satire ist, na dann gute Nacht. Wenn hier etwas desolat ist, dann ist das Spiegel online.

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siryanow 02.07.2019, 17:59
14. Emma hin , Emma her

Nun ja , da scheint es offenbar keine Unterschiede zwischen Weiblein und Männlein zu geben . Es gibt viele die im Austeilen talentierter sind als im Einstecken . Tragisch wenn sich dazugesellt zu glauben dass Frau/Mann unfehlbar sei . Wenn dahinter jedoch die Strategie gefahren wurde Presse zu machen , dann wurde das Ziel erreicht.

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egoneiermann 02.07.2019, 18:08
15.

Zitat von mr.room
Zitat"Von der Szene gibt es verschiedene Videos. Auf manchen (siehe oben) ist Jazmati am Rande der wild diskutierenden Gruppe zu erkennen. Wie viele der anwesenden Männer hält er sich im . Er versteckt sich doch eindeutig. Der Mann neben ihm trägt gar keine Kapuze, manche Frau auch nicht. Es ist auch schwer zu erkennen ob es überhaupt regnet. Dazu hat er sich einen dicken Schal umgebunden, was der Temperatur offensichtlich auch nicht angemessen ist. Die Kapuze zieht er fast bis ins Gesicht und wann immer er das Gefühl hat direkt in eine Kamera zu schauen denkt er seinen Kopf nach unten. Er will hier ganz eindeutig nicht sofort erkannt werden. Das anders darzustellen ist doch ein schlechter Scherz...
Also etwas genauer kann man schon schauen. Im Hintergrund sind Schirme zu sehen, sowie mindestens drei Männer mit Kapuze, Die einzige Person, die nicht dicker angezogen ist, ist Frau Schwarzer.

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berta.b 02.07.2019, 18:10
16. Spiegel nicht gelesen?!

Wie kann es sein, dass Pilarczyk solche Behauptungen aufstellt: "Religion, so Becker in Interviews, interessiere sie nicht (was man aufgrund ihrer Gleichsetzung von Islam mit politischem Islamismus als leider zutreffend registrieren muss)."

Vielleicht hätte die Dame mal das Interview mit Franziska Becker im Spiegel lesen sollen. Da sagt Becker nämlich:

Becker: Religion an sich interessiert mich nicht, meine Kritik richtet sich gegen den Missbrauch der Religion. Mir sind evangelikale Christen in den USA suspekt, katholische Fundamentalisten und eben auch Islamisten. ...

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inge-p.1 02.07.2019, 18:14
17.

Wenn ich das hier lese, wenn ich die derzeitige Dikussion verfolge, kann ich nur "Ich verachte Nazis!!" rufen und hoffen, dass ich damit als "Demokrat" durchgehe.

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teflonhirn 02.07.2019, 18:17
18. 2 Sachen

Zitat von Kalle84
Also die Karikaturen die ich gesehen habe, prangern an, was im Islam eben anzuprangern ist. Ich sehe da nichts Rassistisches darin. Schlimm, wie eine mittelalterliche Steinzeitkultur von Menschen in Schutz genommen wird, die sich mit dieser Ideologie offensichtlich noch nie wirklich auseinandergesetzt haben. Gerade Feministinnen müssten doch ein Interesse an Zurückdrängung haben, sofern sie nicht Verbohrtheit und Patriarchat des 19. Jahrhunderts zurück wünschen. Insgeheim werden das viele auch wissen, aber man will ja zu den Guten gehören und dazu gehört Toleranz gegenüber einer Ideologie, die ihnen selbst nicht die geringste Toleranz erwidert. Aber das zu berücksichtigen, wäre ja Nazi. Da stellt man sich lieber dumm. Natürlich legen Muslime ihre Religion in unterschiedlicher Liberalität aus, das ändert aber nichts an der Religion selbst.
1. kann man Christentum natürlich auch aus der Sicht christlicher Fundamentalisten darstellen. Da wird es dann sehr schnell mittelalterlich.

Leute die schon wegen der richtigen Einstellung per Definition Recht haben (im Deutschen auch Ikonen genannt) erinnern doch sehr an die Inquisitoren aus der besagten Zeit.

Der Verdacht ist der Beweis, falls mal das Geschlecht nicht von vornherein die Schuld bestimmt.

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vera gehlkiel 02.07.2019, 18:26
19. @spon_4_me (on Alice, der Antipharao)

"Auch der Hass auf die Niedrigkeit verzerrt die Züge/Auch der Zorn über die Ungerechtigkeit macht die Stimme heiser..." Kennen Sie sicherlich, ist von Bert Brecht. Das ganze Gedicht, aus dem es stammt, namens "An die Nachgeborenen" gewinnt seine zeitlose Brisanz eben aus der Tatsache, dass es dem Menschen als solchem eine "Zeit" verleiht. Die zusammen mit dem stets bedrohlichen und notwendig angstdurchtraenkten "Moeglichkeitssinn" direkt unserer Immanenz entspringt. Nichts darüber, darunter, davor, dahinter. Wo Feminismus in diesem Sinn sich notwendige diversifiziert, macht er sich gerade umso zukunftsfaehiger, "erfüllt" er eben den Anspruch, "Emanzipation" als "permanente Revolution" in die sich vor uns durch uns unermüdlich abrollende "Haut der Geschichte" einzuschreiben. Sicherlich wird Alice von niemand ein Mausoleum gebaut kriegen, sogar wenn Sie selbst zu dem Schluss kommt, mittlerweile eines verdient zu haben. Und diese sehr sichere Prognose unverbluemt rauszuhauen, kann sich jede Feministin "erlauben"! Weil "unsere" Urschwestern, wie Schwarzer und de Beauvoir et al, als allererstes mal das Zentralkomitee aller vereinigten Zentralkomitees in Stücke gehauen, und jegliche Deutungshoheit für immer abgeschafft haben

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