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Ende von Air Berlin: Ein Schokoherz, das im Hals stecken bleibt
DPA

Seit Monaten sitzt das Feuilleton auf Martin Luthers Schoß, als wäre er der Weihnachtsmann. Eine Frage, die hingegen wirklich wichtig ist: Warum trauern wir um die Marke Air Berlin - aber nicht um die Mitarbeiter?

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darksystem 01.11.2017, 20:39
130.

Zitat von aschie
Wir Menschen sind soziale Wesen und müssen uns mit unseren Mitmenschen arangieren.
Das tun wir dann mit denen die uns gleich sind.

Vor vielen tausend Jahren war es körperliche Stärke, heute ist es der Geist. Die geistig Schwachen werden aussterben, egal wie sehr wir sie versuchen zu "retten" und zu "inkludieren".

Warum? Weil wir sie bald nicht mehr brauchen. Was nicht mehr gebraucht wird, stirbt aus, das ist der Kreislauf der Evolution.

Nur der Mensch ist so arrogant und meint sich dem entziehen zu können. Frau Stokowski ist da btw. auch keine Ausnahme. Mit ihren Kolumnen versucht sie ständig auf Misstände aufmerksam zu machen welche so nicht sein dürfen und was jeder intelligente Mensch ja sofort erkennen müsse.

D.h. diejenigen welche dass nicht tun straft sie ab. Unabhängig davon ob diese Menschen dazu fähig sind oder nicht. Wenn die Akzeptanz dafür also dank Frau Stokowski weiter sinkt, sintk die Relevanz dieser Menschen mit. Entweder entwickeln sie sich also weiter, oder bleiben eine Randgruppe welche irgendwann eines natürlichen Todes aussterben wird, weil keine "ignoranten" Menschen mehr nachwachsen.

Da können wir tun und lassen was wir wollen.

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Aberlour A ' Bunadh 01.11.2017, 22:21
131. keine Sorgen

Zitat von angelobonn
Es wundert mich nicht, dass so etwas Frau S. nicht in den Sinn kommt, aber Menschen mit richtigen Qualifikationen müssen sich um einen neuen Job in Deutschland keine Sorgen machen.
Vielleicht kommt Ihnen auch mal in den Sinn, dass Qualifikationen "on the Job" entstehen. Betriebsspezifisches Know-how ist dann in der nächstbesten Verwendung weniger Wert. Kapitalistisch gesprochen: das Humankapital ist dann Träger versunkener Kosten. Leider ist die Welt nicht so einfach wie es im neoliberalen Märchenländle aussieht.

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im_ernst_56 01.11.2017, 23:15
132. Es geht nicht um die Gewerkschaften

Zitat von redwed11
Warum sollen sich die Gewerkschaften für Menschen einsetzen, die nicht Mitglieder in ihrer Organisation sind. Die Mitglieder einer Gewerkschaft haben sich zusammengeschlossen um ihre Interessen zu vertreten. Aber nur die der Mitglieder. Jeder Arbeitsplatz ist gewerkschaftlich organisierbar. Aber wenn einige meinen, sie können ihre Interessen allein vertreten dann dürfen sie sich bei Problemen nicht wundern.
Sie haben mich mißverstanden. Es geht nicht um die Gewerkschaften. Es geht um das Interesse der Politik und der Medien an der Erhaltung von Arbeitsplätzen. Oder wollen Sie behaupten, dass Politik und Medien dieselben Interessen haben wie die Gewerkschaften?

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raoul2 02.11.2017, 07:47
133. Unsinn

Zitat von redwed11
Zum Schuss könnte ich mit Ihnen eine Wette eingehen.
Eine "Wette" kann man nur eingehen, wenn es jemand geben würde, der dagegen hält. Ist aber in diesem Fall nicht so (was Ihnen längst klar geworden sein müßte).

Wäre ich Spohr, würde ich übrigens auch alles dafür tun, Winkelmann zur Hansa zurückzuholen. Das zumindest ist ja nicht einmal im Ansatz anrüchig, sondern zeigt die Wertschätzung der Qualifikation Winkelmanns - ganz im Gegensatz zur Wertschätzung für die AB-MitarbeiterInnen, die sich in den letzten Jahren doch nur eher wenig um Dinge wie "Service", "Kundenfreundlichkeit" oder "zielgerichtetes Handeln" gekümmert haben.

Aber Sie wollen ja gar nicht diskutieren; sie setzen dumme Pamphlete ohne jedes Hintergrundwissen ab. Deshalb ja Ihr wenig elegantes Ablenkungs-Manöver von Ihrem offenkundigen Fehler. Niemand außer Ihnen hat übrigens von einem "armen Winkelmann" geschrieben (oder sollte ich sagen: geschwurbelt?) - das ist die Taktik der ewiggestrigen Rechts-Populisten. Lassen Sie stecken, redwed11 - Sie sind doch allerhöchstens rotlackiert. Was unter der Farbe zutage tritt? Sie wissen's, wir wissen's, jeder kann's sehen.

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tomlex27 02.11.2017, 10:15
134. Unnötiger Kommentar

Hatte Frau Stokowski keine Themen mehr? Selbstverständlich ist mit der Marke Air Berlin das ganze Personal gemeint und jeder einzelne Arbeitsplatz der verloren geht. Für wie doof, wenig differenzierend und null emphatisch hält sie eigentlich den Leser? Hinsichtlich des Labels Air Berlin kann aber der Leser soweit differenzieren, dass die Marke am Ende war, ausgeblutet und Synonym für den Pleitegeier. Wir hier im Rheinland fanden eigentlich den Namen Air Berlin schon völlig daneben, weil für viele von uns alles was mit Berlin zu tun hat, sowieso schon negativ besetzt ist, d.h. die ekelhafte und unwahre Selbstdarstellung der Stadt, die Alimentierungsmentalität der Berliner, zu behaupten man wäre Wachstumsmotor obwohl Berlin zu den ganz wenigen Hauptstädten in der Welt gehört, die das BIP sogar um 0,2% nach unten drücken, die Masse der Zugezogenen, meist in der Heimat allesamt Verlierer, in Berlin aber ekelhafter Hipster ohne was auf der Tasche zu haben, der Flughafen der nicht fertig wird, das Schloss, welches wiederum andere bezahlen müssen und und und. Air Berlin, hatte (muss man wohl sagen) einen großen Stützpunkt in Düsseldorf, daher sind wir hier auch stark davon betroffen. Die Marke und das Management Air Berlins war so wie die Stadt, ein Aufschneider der nur durch die Kohle aus dem Nahen Osten künstlich am Leben gehalten wurde, der hatte aber am Ende die Faxen dicke. Leider geht es bei der Stadt nicht, Berlin, dessen Bewohner mehrheitlich von Transferzahlungen leben (das muss man sich auch einmal vorstellen), wird durch Zahlungen der anderen Bundesländer künstlich am Leben gehalten. Mir tun aber die Mitarbeiter dieser Pleiteairline uendlich leid, die nichts dafür können, dass ihr Arbeitgeber Air Berlin hieß und vom Management genauso geführt wurden wie die namensgebende Stadt. Einfach nur hundsmiserabel.

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Bananenschale 02.11.2017, 13:00
135. Doch! Doch!

Zitat von kosaptes
Mir ist nicht aufgefallen dass der Wegfall von Air Berlin in größerem Maßstab betrauert wird.
Schauen Sie nur n-tv oder N24. Ach so; soll man nicht gucken oder wenigstens nicht glauben. Aber was dann? Im Ernst: Empörend ist doch, daß viele von Lufthansa & Co übernommen werden, aber, daß man nicht erfährt, zu welchen deutlich schlechteren Konditionen genau. Und dann das Heilig-Getue um Luther. Seine Verdienste in Ehren. Solche Gegensätze sind für mich echt Streß, weil kaum zu ertragen. Darauf, so scheint es mir, wollte Fr. Stokowski hinweisen. Zu Recht! Wohlgemerkt: Luther kann dafür nun wirklich nichts.

Sie haben nicht Unrecht: Wer nicht gerade fliegt ( Es dürften die meisten sein. ), dem geht Air Berlin am Allerwertesten vorbei und man quittiert das Gebräu der Medien mit Kopfschütteln.
Darf ich einmal erleben, daß Mitarbeiter eines insolventen Unternehmens mit Respekt behandelt werden? Darum hätte es - auch in den Kirchen - zu gehen, nicht um Luther.

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