Forum: Kultur
Entfesselter "Polizeiruf" aus Rostock: Schnell essen, schnell vögeln
NDR/ Christine Schroeder

Gesellschaftliche Not, körperlicher Notstand: Mit hohem physischem Einsatz nehmen Bukow und König in diesem "Polizeiruf" die Missstände in Jugendheimen ins Visier.

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a-cause-de 05.04.2019, 12:12
1. Warum?

Warum muss in allen Krimis, die auf sich halten, erst mal ein Geschlechtsakt gezeigt werden? Immer hoplahop und immer an möglist unmöglichen Orten. Für mich ein Grund, abzuschalten. Wenn ich einen Krimi sehen will, will ich einen - wenn’s geht logisch aufgebauten - Krimi sehen und keinen Sexfilm. Glauben die Produzenten wirklich, dass es für Jeden hochinteressant ist, anderen beim Quicky zuzuschauen?
In diesem Film gab es ein gutes Thema, das vollkommen ohne diese voyeuristischen Einlagen ausgekommen wäre.

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K. Larname 05.04.2019, 12:40
2.

Zitat von a-cause-de
Warum muss in allen Krimis, die auf sich halten, erst mal ein Geschlechtsakt gezeigt werden? Immer hoplahop und immer an möglist unmöglichen Orten. Für mich ein Grund, abzuschalten. Wenn ich einen Krimi sehen will, will ich einen - wenn’s geht logisch aufgebauten - Krimi sehen und keinen Sexfilm. Glauben die Produzenten wirklich, dass es für Jeden hochinteressant ist, anderen beim Quicky zuzuschauen? In diesem Film gab es ein gutes Thema, das vollkommen ohne diese voyeuristischen Einlagen ausgekommen wäre.
Man versucht sich an Schablonen, Realismus und am Erreichen möglichst vieler Zielgruppen.

Alleinstellungsmerkmale sind gefährlich, man könnte Zielgruppen verpassen und Quotenleid erfahren.

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hausi_gdr 05.04.2019, 13:11
3. Weitermachen...

ich bin so froh das das noch läuft mit den Beiden. Immer schön aus der Hüfte, bitte weiter so Fr. Sarnau / Hr. Hübner. Da identifizieren sich einige, bzw. symphatisieren. Vielleicht schaffe ich es mal zum Bier mit Bukow, später kommt Fr. König dazu, sie ist noch was "essen". feix.

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claro_maa 05.04.2019, 14:06
4. Wie so oft...

...ist die Kritik zum Tatort/Polizeiruf völlig an den Haaren herbei gezogen. Erst wird in einem anderen Tatort/Polizeiruf kritisiert, dass zu viel Privatleben der Ermittler einfließt (was ich im Übrigen auch als sehr nervend empfinde) nun, dass zu wenig einfließt. Was denn nun? Bei so einem Thema ist es doch umso besser, wenn die Darsteller der Jugendlichen und deren Geschichte im Fokus stehen und nicht wieder die Kindheit der Ermittlerin. Die wurde doch zu Genüge thematisiert, zumal sie ja auch nicht die gesamte Kindheit im Heim verbracht hat. Aber es kommt immer wieder das Gefühl auf, dass Spiegel zwingend etwas Negatives finden muss und nicht mal ein Tatort/Polizeiruf einfach gut sein darf.

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peter_rot 05.04.2019, 14:41
5. Grausam

An sich habe ich die Filme der Polizeirufserie mit Sarnau und Hübner ganz gerne gesehen. Aber was Herr Buß hier schildert, ist für mich ein Grund diesen Polizeiruf nicht anzusehen. Da lob ich mir doch Kriminalfilme die auf erfolgreichen Romanen basieren. Die sind meist originell und intelligent. Die gegenwärtigen Drehbuchautoren stellen doch den Inhalt von Tatort und Polizeiruf am Computer her. Hier ein Prise Sex, dann ein kleiner Mord, ein bißchen gestörtes Familienleben und fertig ist der Krimi. Nicht mit mir.

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briancornway 05.04.2019, 15:11
6. Einplanen

Zitat von a-cause-de
Warum muss in allen Krimis, die auf sich halten, erst mal ein Geschlechtsakt gezeigt werden? Immer hoplahop und immer an möglist unmöglichen Orten. Für mich ein Grund, abzuschalten. [...] In diesem Film gab es ein gutes Thema, das vollkommen ohne diese voyeuristischen Einlagen ausgekommen wäre.
Nur vorsichtshalber:
Der Film läuft erst am kommenden Sonntag im TV, Sie müssen also zumindest noch einschalten, bevor Sie empört abschalten.

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Dramaturgen-Frau 05.04.2019, 15:19
7. Sex, Namen und Vernachlässigung

#1 übertreibt maßlos. Erst am letzten Sonntag sahen wir die völlig asexuellen Ernie & Bert aus Köln im Tatort. Das geht bei denen schon in den Bereich der Unglaubwürdigkeit, eben so, wie es in der Sesamstraße gezeigt wird. Wahrscheinlich gehören Sie zu dem ARDZDFPublikum 60, 70+, das Sex mit Essen kompensiert und alles Andere deshalb eklig findet? Ich finde es gut, dass die sexy Frau Sarnau eben das macht, was sie in ihrem Alter für die dargestellte Figur absolut nachvollziehbar charakterisiert. Es ist eher genau das Gegenteil der Fall: So, wie auch nie gezeigt wird, dass jemand aufs Klo geht, so sehr ist Sex auch schon aus dem Krimialltag eliminiert worden. Und das ist völlig unrealistisch.
Man fragt sich auch hier wieder: Welche Redakteurin hat noch mal ins Drehbuch gepfuscht, um den Namen ihres Patenkindes "Keno" hineinschreiben zu lassen, um so redaktionelle Arbeit am Drehbuch vorzugaukeln?! Vor geraumer Zeit mussten wir "Quirin" als Kinderfigurennamen über uns ergehen lassen. Kevin reicht offenbar nicht mehr. Früjer war "Keno" der Name einer neuen Lego-Figur. Ob man durch solche Space-Names das 60, 70+ Publikum gewinnt, ist fraglich. Aber in Zeiten, in denen Eltern ihre Brut in Deutschland "Keanu" oder "Neo Orlando " nennen, muss man sich sowieso nach dem Verbot von BTM fragen.
Die Vernachlässigung der Figur König im Gang der P110-Folgen ist sträflich! Da hat Buß ausnahmsweise mal recht. Und warum bei der beschriebenen Thematik König nicht stärker integriert wird, bleibt das Geheimnis von Drehbuchautoren und Redakteurinnen, die wohl extrem in Herrn Hübner verliebt sind und dadurch ihr Augenmerk auf professionelle Arbeit vernachlässigen.
Die Verknüpfung privater Beziehungen der ermittelnden Kommissare in den Fall finde ich persönlich übrigens ganz, ganz schlecht. Ich mag das überhaupt nicht. Jede dargestellte Privatheit der Kommissare sei erlaubt (ich mag das, wenn das Privatleben breiten Raum im Tatort nd P110 bekommt!), aber bitte nicht die Verbandelung der Kommissarsfiguren in den Fall!

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ambulans 05.04.2019, 17:19
8. #1 (oben),

Zitat von a-cause-de
Warum muss in allen Krimis, die auf sich halten, erst mal ein Geschlechtsakt gezeigt werden? Immer hoplahop und immer an möglist unmöglichen Orten. Für mich ein Grund, abzuschalten. Wenn ich einen Krimi sehen will, will ich einen - wenn’s geht logisch aufgebauten - Krimi sehen und keinen Sexfilm. Glauben die Produzenten wirklich, dass es für Jeden hochinteressant ist, anderen beim Quicky zuzuschauen? In diesem Film gab es ein gutes Thema, das vollkommen ohne diese voyeuristischen Einlagen ausgekommen wäre.
auch wenn sie jetzt eine vollständigere antwort möglicherweise nicht nur ein wenig verstören könnte - ich riskiers halt einfach: ich behaupte einmal, dass mehr oder weniger alle resp. eine überwältigende mehrheit sämtlicher diskutanten hier auf spons foren genau dem ("geschlechtsakt"?) letztendlich ihr leben verdanken. jetzt sie ...

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christian simons 05.04.2019, 18:24
9. Dem Voyeur ist nichts zu schwör

Zitat von a-cause-de
Warum muss in allen Krimis, die auf sich halten, erst mal ein Geschlechtsakt gezeigt werden? Immer hoplahop und immer an möglist unmöglichen Orten. Für mich ein Grund, abzuschalten. Wenn ich einen Krimi sehen will, will ich einen - wenn’s geht logisch aufgebauten - Krimi sehen und keinen Sexfilm. Glauben die Produzenten wirklich, dass es für Jeden hochinteressant ist, anderen beim Quicky zuzuschauen? In diesem Film gab es ein gutes Thema, das vollkommen ohne diese voyeuristischen Einlagen ausgekommen wäre.
Genau, als James Stewart und Grace Kelly damals in "Das Fernster zum Hof" dem Voyeurismus frönten, hatten die beiden noch soviel Anstand sich mit der Schaulust in Sachen Mord und Totschlag zu begnügen.

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