Forum: Kultur
Entgleiste Flüchtlingsdebatte: Politik nach Oktoberfest-Art

Die ganze Welt spricht vom dreijährigen Alan Kurdi. Nur die CSU hat andere Sorgen: das Oktoberfest, Sie wissen schon. Und das ZDF teilt die Menschen in gute und böse Flüchtlinge ein. Geht's noch?

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carioca2012 04.09.2015, 18:54
1. Wirtschaftsflüchtlinge

Kein Deutscher muss seine Wohnung aufgeben für einen Wirtschaftsflüchtling.
Die ersten Leidtragenden bei einer Politik, die auch den Wirtschaftzsflüchlingen Asyl gewähren will, sind die Verfolgten aus z.B. Syrien, die keinen Platz bekommen.

Es sei denn, Georg Diez ist der Meinung, wir hätten mehr als genug Plätze für Flüchtlinge (die bekanntermaßen zusätzlich alle nach D wollen)...

Dazu sagt er aber nichts in dem oberflächlichen und naiv optimistischen Artikel.

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Oskar ist der Beste 04.09.2015, 19:04
2. Bingo

Mehr ist zu dem Kommentar nicht zu sagen!

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Holzbeinschnitzer 04.09.2015, 19:07
3. Vielen Dank für Ihre Worte!

Dem ist nichts hinzuzufügen!

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jozu2 04.09.2015, 19:16
4. Unendliche Mittel zur Verfügung?

Herr Die: bitte werfen Sie mal einen Blick auf eine. Globus und suchen Deutschland. Dann empfehle ich noch einen Blick in den Bundes- und die Landeshaushalt.
Wo endet denn die Hilfe Ihrer Meinung nach?
Und selbstverständlich muss man Flüchtling kategorisieren - ob gut/böse das Richtige ist, kann man ja anzweifeln. Aber diejenigen, die nur kommen, weil ihnen das Leben in der Heimat zu anstrengend ist, müssen nicht nach Deutschland kommen. Naturvölker, die quasi nur einen Lendenschurz und Jagdwaffen haben, führen auch kein menschenunwürdiges Dasein, nur weil sie keine Krankenversicherung oder Baby-Windeln haben. Warum muss Deutschland dann jedem Kind einen Schulabschluss und medizinische Versorgung in Deutsch Land anbieten? Wo ist die Grenze? Nach Ihrer Argumentation müssen deutsche Schiffe auf leidende Menschen aus Süd-Amerika hierher holen - oder sind die Menschen dort weniger wert als Afrikaner?
Und IS oder auch weniger konflikt-orientierte Menschen w i l l ich einfach nicht in Deutschland haben. Die überlasse ich gerne an der europäischen Grenze ihrem Schicksal.

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prefec2 04.09.2015, 19:16
5. Elitenversagen

Aber das ist nun auch nichts Neues mehr. Unsere Eliten in Politik und Wirtschaft haben schon lange fertig und vor allem haben sie keinen Plan. Sie haben kein Ziel, außer vielleicht mehr Geld für sich und mehr Einfluss. Aber, wer Macht und Einfluss hat und sie nicht nutzt außer zum Machterhalt, der fällt halt als Lösungskraft aus. Allerdings stellt sich dann die Frage wozu braucht man die dann noch wenn sie nicht mal ihre wesentlichen Aufgaben wirklich wahrnehmen können?

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bobrecht 04.09.2015, 19:22
6. Diesen Artikel ernst nehmen?

Ein Minister der rülpsend und schlafend die Sorge formuliert, wie ein Asylant von der Achterbahn auf dem Oktoberfest ferndehalten werden kann. Liest sich wie Einleitung für ein plump makaberes-lustiges Drehbuch. Ist aber nur der peinliche und unpassende Versuch sich von dem schon zu diesem Thema geschriebenen abzuheben. Diese Art des Journalismus ist Stummungsmache und hilft nicht wirklich sich diesem sehr ernst Problem anzunäher.

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zeisig 04.09.2015, 19:29
7. Alle Flüchtlinge sind gleich?

Nachdem mein erster Beitrag zensiert wurde, versuche ich es mit einer anderen Wortwahl und fasse mich kurz. Ich bin sehr wohl der Meinung, daß man Flüchtlinge kategorisieren darf.

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Pfaffenwinkel 04.09.2015, 19:37
8. In Bayern gehen die Uhren anders

Ihnen ist nicht nur das Oktoberfest, sondern auch der 100. Geburtstag und die Glorifizierung von Franz Josef Strauß wichtiger als die Flüchtlingsdramatik.

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locust 04.09.2015, 19:41
9. @carioca2012

Sie verstehen wirklich gar nichts! Lassen Sie Ihre altklugen Sprüche, tun Sie nicht so, als ob Sie die Zukunft bereits kennen, krempeln Sie verdammt noch mal die Ärmel hoch und gehen Sie es an. Die Zukunft ist ein Produkt aus den Erfahrungen der Vergangenheit und der sich aus diesem Wissen gestaltenden Gegenwart. Ich bin dankbar, dass es während der Shoa Länder gab, die Tausende von Hilfsbedürftigen aufnahmen, ich freu mich über jeden, der in der Lage ist, "Wirtschftsflucht" in den Kontext polit-ökonomischen Kalküls zu stellen und über Menschen, die eine humanistisch-pragmatische Lebensausrichtung, Solidarität und Empathie, über Verlustangst und "nach unten treten" stellen. Zuerst wird geholfen und dann geht es um die Idee einer neuen Gesellschaft und nicht anders herum!

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