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Erfolgsrezept für Autorinnen: Nicht heulen, nackig machen!

Wer als Autorin, Künstlerin oder Wissenschaftlerin Erfolg haben will, möge folgenden Rat beherzigen: Sei stolz auf deinen Körper, dein Kapital! Zieh dich einfach bei jeder Gelegenheit aus.

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macinfo 01.11.2014, 21:40
50. Jetz hab ich's ...

... wer Frau Berg eine sagen wir mal Männer-abschätzend-bewertende Art unterstellt hat einfach ihre grandiose ironische Schreibkunst nicht verstanden.

Sie spricht sich im Gegenteil dafür aus, dass Männer die schon lange unter dem Pantoffel stehen endlich ihren ganzen Mut zusammennehmen, um den Frauen in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung endlich Paroli zu bieten.

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aix 01.11.2014, 22:39
51. über 50 %

Etwas über 50% der Bevölkerung sind weiblich und niemand hindert sie daran Veröffentlichungen von Schriftstellerinnen zu kaufen.
Aber solange Frauen "Shade of Grey" oder den Bergdoktor vorziehen fehlt das Geld und die Zeit für andere Literatur.

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SichtausChina 02.11.2014, 05:20
52. Der Mann der Harry Potter schrieb...

Den Verweis auf Femen finde ich toll, dachte kuerzlich das gleiche. Merkel sagt jungen Frauen 'auch unsexy kann Karriere machen, wenn Intellekt und Verstand passen', Femen antwortet: 'Maedel mach dich nackig, sonst hast du nischt zu bieten'... wer sind jetzt die Feministinnen?

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barbierossa 02.11.2014, 06:40
53. Lieber gleich das Original lesen...

Ich las Ihre Kolumne - und wußte nicht, was die sagen/meinen/sein sollte. Zum Glück haben sie oben gleich zu Anfang den Artikel von Meg Wolitzer in der NYT (schon irgendwann vor zwei Jahren verfaßt übrigens...) verlinkt. Den gelesen, hat man wenigstens eine ungefähre Vorstellung, was Sie mit ihrem Text sagen wollen. Aber auch nur so ungefähr, denn ebenso wie bei Frau Wolitzer bleibt die Frage unbeantwortet: "Was wird gewollt?!" Im Gegensatz zu Frau Wolitzer scheinen Sie ja nur eine arg knappe Wortzahl zur Verfügung zu haben, weswegen in Ihren Kolumnen so etwas wie vollständige Argumentationslinien allein der hierfür notwendigen Ausfürlichkeit nicht anzutreffen sind. Und bislang hield ich das immer für den Grund, warum ich die Message ihrer Kolumnen nicht verstand. Aber auch bei Frau Wolitzer weiß man(n) als Leser bis zum Schluß nicht, was jetzt die Handlungsaufforderun in dem Ganzen sein soll: Sollen die Verleger eine Frauenquote einführen? Sollen die Buchhändler ihre Regale anders ordnen? Sollten bestimmten Kategorisierungsroutinen bei Amazons Shop-Software umgeschrieben werden? Oder sollen wir Leser uns selbst so eine Art Frauenquote verordnen nach dem Motto: "Ach, nun hab ich schon drei Bücher von männlichen Autoren gekauft, jetzt sind mal von Frauen geschriebene Bücher dran!" ?

Dann geben Sie mir mal einen Tipp: Welche Frau schreibt ähnlich gute Bücher mit ähnlichen Themen wie Neal Stephenson?

Falls Sie mir da nicht auf Anhieb eine wirklich passende Empfehlung geben können, vermute ich, dass nicht die Ungerechtigkeit der Welt, sondern die Gerechtigkeit es ist, die dafür sorgt, dass mehr männliche Autoren die ganz großen Erfolge in der "ernsten" Literatur feiern. Weil die großen Erfolge eben den Ausnahmetalenten vorbehalten sind. Und solche "Extremausschläge" sind bei Männern häufiger anzutreffen. Nach oben wie nach unten übrigens. Will sagen: im Durchschnitt liegen Männer und Frauen, was kreative Leistungen angeht, gleich auf. Aber die Ausschläge - sowohl nach oben wie auch nach unten, sind bei den Männern halt größer. Unsere männliche Normalverteilungsglocke hat breitere Ränder. Das macht sich auf Gebieten, bei denen Herausragendes gefordert wird, dann halt bemerkbar. Wenn man einmal von Thomas Mann, Franz Kafka, Dostojewski oder Proust "gekostet" hat, ist man halt verwöhnt. Ich hab schon viele Werke weiblicher Autoren gelesen. Aber in der Oberliga der Literatur hab ich noch keinen weiblichen Namen entdecken können, auch eine J. Austen spielt da nicht mit. Dabei kamen die meisten Literaturtips, die meine Buchkäufe beeinflußten, von Frauen - dass auch die mir vor allem Bücher aus männlicher Mache anempfehlen, kann ja nicht direkt als Beleg für "sexistische Strukturen" in dem wichtigsten Sektor, der für den Erfolg von Büchern zuständig ist - nämlich dem der "Mundporpaganda" - dienen.

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hagr 02.11.2014, 07:13
54. Aufmerksamkeit

Sie bringen es auf den Punkt. Ich hatte auch immer wieder das Gefühl, dass es bei all diesen Aufschreien #hollaback - Aktionen u.s.w. letztlich um den Wunsch geht, Aufmerksamkeit auf sich als Person zu ziehen.
Vielleicht liegt es in der Natur der Frau, in einem einfach mit allen Mitteln Aufmerksamkeit erzielen zu wollen. Ihr Körper schreit (in jungem alter besonders erfolgreich) danach, ihre Seele schreit danach, ihr Mund schreit danach?
Schauen wir uns doch einmal den Fall der jungen, hübschen New Yorker Schauspielerin an, die kürzlich ihre 10 Minuten Ruhm hatte, als sie angeblich durch New York gelaufen ist, sich hat filmen lassen und innerhalb von 10 Stunden 100x angesprochen wurde, worüber sie sich empörte. Wen kann eigentlich ein junger Mann ohne Geld dafür verantwortlich machen, dass ihn niemand grüßt? In ca. 10 Jahren hat sich das "Problem" dieser Dame sowieso von allein gelöst und sie wird wahrscheinlich genau so wie viele andere Damen der Schöpfung viel Geld dafür ausgeben, um es zurück zu bekommen. Sie wird Neid erfüllt auf jüngere Frauen blicken, die angeguckt werden und diese und die Männer die schauen wild verfluchen.
Vielleicht sollte dieses Gegreine über unsere jeweilige Form wirklich Mal ein Ende haben. Es gibt eben auch Verhaltensmuster, die von der Natur zum Zwecke der Fortpflanzung bisher relativ erfolgreich vergegeben werden, damit muss man eben klar kommen.
Übrigens, die Rolle der jungen, begehrten Frau ist nun wirklich nicht die in diesem Spiel, mit der die wenigsten tauschen wollten.
Ich will auch nicht glauben, dass junge Frauen wirklich so dumm sein sollen, dass nicht zu durchschauen. Also kann es ihnen in Wirklichkeit mit dieser Empörungsmasche doch nur um eins gehen, nämlich, wie die Autorin schon sagt, noch ein bisschen mehr von der süßen Droge Aufmerksamkeit zu ergattern.
So, liebe Autorin, auch Ihnen ist dies jetzt einmal mehr mit Ihrem Nackedeithema gelungen. Ich schätze Ihre Kompetenz im Themenkomplex Aufmerksamkeitserregung mit Hilfe fingierter Frauenfragen, den Sie ja immer wieder von verschiedenen Seiten beleuchten. Trotzdem wäre ich auch einmal gespannt, was sie inhaltlich noch so zu bieten haben.

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crazy_swayze 02.11.2014, 07:43
55.

Gerade das Beispiel Femen zeigt meiner Meinung nach, dass die Prämisse Nacktheit für Aufmerksamkeit die größte Nullnummer in der Geschichte der Strategien ist.
Oder ist Herr Putin seinerzeit etwa politisch eingeknickt beim Blick auf die Brüste der jungen Aktivistin, wird das Thema überhaupt noch diskutiert?
Nein, natürlich nicht, das einzige was die Aktion gebracht hat ist dass über das Aussehen der nackten Aktivistin gesprochen wird und dass Putin mal wieder was zum gucken hatte.

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RogerRabit1962 02.11.2014, 08:13
56. Böses Zickengewitter

Frau Berg, ich weiss es ist böse und kommt wahrscheinlich auch nicht durch die Zensur.

Eines der meistgelesenen und Gedruckten Bücher kommt von einer Frau. Harry Potter.
Shades of Grey soll sich auch nicht schlecht verkaufen.

Ich erinnere mich bei beiden Autorinnen nicht,dassSie sich dafür ausziehen mussten.

Ihr Problem ist nur, dass Sie leider nur talentfrei sind, wie man dem Blog und den Interviews anmerkt, und ihnen aber der eigene Rat nicht einmal helfen könnte.

"Frau Sybille" nackt? Mussten Sie uns diese Horrorvorstellung ins Hirn pusten?

Probieren Sie es, ihren Blog dami zu garnieren. Die Kommentare sind ihnen sicher. Aber nicht die, die sie erwarten würden.

Wahre Schönheit kommt von innen. Da müssen Sie erst mal aufräumen und sich entkrampfen und entneiden.

Dann klappt es auch mit dem Buchschreiben.

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TLB 02.11.2014, 08:14
57.

"Wenn alle paar Seiten in einem Buch, es kann sich durchaus auch um ein Werk über Kybernetik handeln, ein Nacktfoto der Autorin, egal in welchem Zustand sich ihr Körper aufhält, Fleisch ist Fleisch, befindet, ferner ein schönes Dessous-Foto auf dem Titel winkt, kann man sich der Aufmerksamkeit der Kritik und der männlichen Leserschaft sicher sein." Das nenne ich mal eineintellektuelle Offenbarung. Und auch eine grobe Entgleisund emotionaler Intelligenz. Aber wenn Frau Berg sich gerne mit Scheuklappen schmückt - bitte

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TLB 02.11.2014, 08:20
58.

"Wenn alle paar Seiten in einem Buch, es kann sich durchaus auch um ein Werk über Kybernetik handeln, ein Nacktfoto der Autorin, egal in welchem Zustand sich ihr Körper aufhält, Fleisch ist Fleisch, befindet, ferner ein schönes Dessous-Foto auf dem Titel winkt, kann man sich der Aufmerksamkeit der Kritik und der männlichen Leserschaft sicher sein." Das nenne ich mal eineintellektuelle Offenbarung. Und auch eine grobe Entgleisund emotionaler Intelligenz. Aber wenn Frau Berg sich gerne mit Scheuklappen schmückt - bitte

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bert1966 02.11.2014, 08:25
59.

Ach so: man erkennt also bei jedem Text schon am Inhalt, ob er von einer Frau oder einem Mann geschrieben wurde !? Das war mir neu! Und dann muss jede Frau den Inhalt dieses Textes pornographisch aufpimpen, damit er überhaupt vor strengen Kritikeraugen bestehen kann !? Das war nicht nur mir neu! Oder liegt es vielleicht wirklich nur am Inhalt eines kleinen Ausschnitts des Literaturspektrums (der sog. "verbissenen, ewig mahnenden Gendercorrectness Schwarten"), dass die (immer viel zu dummen) Leser diese Bücher selbst dann nicht mehr interessieren, wenn sie in ein Goldcover gebunden werden ? Schon schwer, sein Zeilengeld bei SPON zu verdienen, als Frau ... und dann noch immer wieder mit DEM Thema ... !

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