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Erinnerungen an den Sommer: Übers Wetter weinen, das Leben meinen
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Was ist aus den Sommern unserer Kindheit geworden, was aus den Menschen, die Hitze und Langeweile so genießen konnten? Traurige Erwachsene, die nur noch davon träumen, dass früher alles besser war.

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testuser2 06.08.2017, 12:32
90. Aber dem Alter das Aufbegehren gegen Ungerechtigkeiten nicht verwehren

Natürlich sind Erinnerungen an die Sommer der Kindheit und Jugend verbunden mit den Erlebnissen und Möglichkeiten, die Kindheit und Jugend boten. Das Alter bietet andere Möglichkeiten, aber eben nicht mehr die Möglichkeiten von früher, an die wir uns alle mehr oder weniger gerne zurückerinnern. Das kann Wehmut erzeugen oder Unzufriedenheit, dann ist nicht das Wetter sondern das Leben gemeint.
Aber sich politisch gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, ist trotzdem Recht und vielleicht auch Verpflichtung von älteren Menschen. Das darf diesen nicht abgesprochen werden mit der Pauschalisierung: Du bist verbittert, weil du alt bist, auf dich brauchen wir daher nicht zu hören.

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OhMyGosh 06.08.2017, 12:41
91. Ja, So ist das

mit unserem Sommer... keine Konstanz, keine echte Welle. Aber es ist doch alles wie so oft eine Frage der Perspektive. Wenn es immer wieder regnet und dabei angenehm temperiert ist, sitzen wir sehr gerne im Trockenen auf unserer Veranda, trinken was Nettes, atmen den süßen Duft der Sommerblumen ein und genießen die himmlische Ruhe, weil alle Aufsitzmäherpiloten drinnen sitzen...^-*

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jakomo_meyerbär 06.08.2017, 13:06
92. anderes glück

stimmt nicht-- gestern morgen um 7.oo bei sonnenaufgang im starnberger see geschwommen--- > glücksgefühl pur! kindheit ist ein zauber, aber auch als erwachsener sind besondere momente möglich.
man muss sich bloss aus dem schwachsinnssystem ausklinken.
ps bin kein reicher villenbesitzer oä

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jujo 06.08.2017, 13:08
93. ...

Zitat von testuser2
Natürlich sind Erinnerungen an die Sommer der Kindheit und Jugend verbunden mit den Erlebnissen und Möglichkeiten, die Kindheit und Jugend boten. Das Alter bietet andere Möglichkeiten, aber eben nicht mehr die Möglichkeiten von früher, an die wir uns alle mehr oder weniger gerne zurückerinnern. Das kann Wehmut erzeugen oder Unzufriedenheit, dann ist nicht das Wetter sondern das Leben gemeint. Aber sich politisch gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, ist trotzdem Recht und vielleicht auch Verpflichtung von älteren Menschen. Das darf diesen nicht abgesprochen werden mit der Pauschalisierung: Du bist verbittert, weil du alt bist, auf dich brauchen wir daher nicht zu hören.
Ich habe tolle Erinnerungen, bin in keinster Weise verbittert.
Natürlich lebt man die Vergangenheit. Ich lebe aber auch jetzt und erlebe die vielleicht noch längere Zukunft, ich will meine Enkel noch erwachsen werdend erleben. Gibt es etwas tolleres für einen als das, wenn einem der 6 jährige Enkel erklärt, das er auch Kapitän werden will?
Zur Aufmunterung (vielleicht) folgende Zeilen

"Gerne meiner Jugendzeit gedenk´ ich
alle Glieder warn gelenkig,
bis auf eins.
Jetzt bin ich alt und reif,
alle Glieder werden steif,
bis auf eins."

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fuffel 06.08.2017, 13:13
94. naja

Zitat von Katzenkönig
"Nichts perfektes hat Bestand, außer in unseren Erinnerungen...", ich glaub, so schrieb Norman Maclean.
" Nichts Perfektes hat Bestand. Außer in unseren Erinnerungen" ist natürlich ein bitteres Fazit.

Aber wenn ich mir so die verklärten Kindheitsschilderungen meiner Mitforisten durchlese und den Ausgangstext in Erinnerung rufe - liegt die Lüge wohl offenbar.

War wunderschön - so früher! Ohne Schwule, Frauen und Vertriebene hatten zumindest nen deutschen Schäferhund.

Die Reise nach Italien, über den Brenner, versicherte uns hauptsächlich des Aufenthaltsort der lustigen Ureinwohner. Die waren ja pitoresk. Niemand wollte die im Nachhause nehmen. Spanier, Türken? Und warum will halb Afrika nach dem Robinson-Club noch nen Sitzplatz in meiner S-Bahn? Die haben doch Alles. Spiel, Spaß, tiefgefrorene Hühnchenabfälle und die selbstlosen Chinesen.

Hach, war das früher schön. Das sind die Neger noch da gestorben wo die Kehrwoche sie nicht vermutet hätte, die Bastarde sind in katholischen Heimen mißhandelt worden und Günther Netzer ist mit dem Porsche dem Mannschaftsbus hinterher. Frauen waren noch Frauen und Sozis war ein Kampfbegriff.

Gut, die 50% arbeitscheuen, pseudo-depressiven, burn-out Leute hätten schön mal Autobahnen geputzt - aber toll wars damals trotzdem. Solange die Schwulen im Knast sind..ist draußen alles chico!

Also quasi: Perfekt :)

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nobody_incognito 06.08.2017, 14:11
95.

Zitat von fuffel
Es gibt also mehr als genug Wunder. Schade, dass wir soviel Energie verschwenden um die der Anderen zu verunmöglichen. Um die IHM Anderen zu ersticken.
Es geht wohl darum sich die Wirklichkeit dem eigenen beschränkten Verstand berechenbar und untertan zu machen. Ein hoffnungsloses Unterfangen und jedeR ist selbst Schuld, wenn er Energie darauf verschwendet. Der Verstand kann aber etwas verstehen und daraus kann etwas resultieren, denn sonst wäre er wohl auch nicht entstanden und hätte keinen Sinn.

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seniorfd 06.08.2017, 14:38
96. Danke

Für diesen Artikel jetzt macht das "erwachsen" so richtig Spaß:-(

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dämonstrant 06.08.2017, 18:59
97. Poesie und Realismus

8 – jujo:
Realist und Poesie:
Weil sie ihn stört, erwürgt er sie.

@ #50 und #55 skylark(in)
„Gern hab ich es nachvollzogen
und die Düfte eingesogen.
Ein Tagtraum hat sich eingestellt
und vergessen ist die Welt:
Ich liege wie ein Kind im Grase
und Wiesenduft steigt in die Nase.

Helle, heiße Sommerstille,
irgendwo zirpt Frau Sibylle
und die Fliegen brummen träge.
Wenn ich mich jetzt nicht bewege,
geht die Zeit vielleicht nie mehr
weiter. Ach, ein Ruf vom Hause her
weckt mich auf. Es ist die Liebste,
die mich fragt: „Mein Schatz, was liegste
hier so rum im Sonnenschein?
Wir sollten längst am Bahnhof sein,
Die Kinder und die Enkel kommen!“
Ich bin zwar immer noch benommen,
doch meine Enkel lieb ich sehr.
Die kennen Heuschrecken nicht mehr.
Und Lerchens steigenden Gesang.
Es fährt nur noch der Gülletank
Das sind die „Schrecken“ neuer Art,
doch Opas „Grillen“ sind parat.

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herm16 06.08.2017, 19:12
98. liebe Frau Berg

Ihr Artikel hat mich heute immer wieder beschäftigt. Die Kernfrage war, was bei uns Deutschen schief läuft. Wo ich hinschaue, was ich lese ist, von der Grundstimmung her negativ. Wir sind ein Volk verwöhnt, baden im Wohlstand,
und haben zu leben verlernt. Sich an Kleinigkeiten freuen gibt es nicht, erkennen wir eigentlich Kleinigkeiten? Wir müssen alles analysieren, hinterfragen. Wir hauen mit Freude auf alles und alle. Auch die Medien spielen eine Rolle in diesem Konstrukt. Wenn ich nur immer negatives Berichte wirkt sich dies auf die Stimmung vieler aus. Ganz sicher gibt es Leute denen es nicht gut geht, aber unsere Gesellschaft fängt sie auf. Und so gibt es vieles was uns gar nicht mehr bewusst ist

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melnibone 06.08.2017, 20:08
99. Ich denke an die Liebe.

...Liebe ist für mich nicht länger ein Zufall ...
´Nie vergess ich wie es war´ ... all die Jahre.
Ich denke an die Liebe die ich bei dir fand .... Liebe die ich bei dir Fand
Kein Wunsch führt dich zu mir ...
Doch nie vergess ich wie es war.
Einsam ließen wir all die schönen Sommer unserer Erinnerung an uns abperlen.
Empfehlung: ... in der You Tube ... Dauerschleife. Bitte.
Ihre Kinder 1970-1971 DVD 10/10 ....
Es fällt kein Stern vom Himmel.
Nie vergess ich wie es war.

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