Forum: Kultur
Erklärung der Vielen: "Künstler müssen nicht neutral sein"
DPA

140 Berliner Kulturinstitutionen haben eine "Erklärung der Vielen" vorgestellt - und treten für die Freiheit der Kunst ein, gegen Angriffe von rechts. Ihre Warnung: Vor allem auf dem Land wachse die Bedrohung.

Seite 2 von 2
rkuenzli60 10.11.2018, 10:29
10.

Ach ja, nein, Kunst kann, im Gegensatz zur Meinung vieler meiner Kollegen, nicht die Welt verändern. Sie kann versuchen zu erklären, sie kann versuchen auf Missstände aufmerksam zu machen, aber gerade da liegt das grösste Problem der Kunst, die, die man erreicht, sind ja schon auf dem "richtigen Weg". Was hilft Schindlers Liste wenn die Leute, die was davon lernen oder wenigstens ihr Gedankengut prüfen könnten, da nicht reingehen.
Linksextremismus in der Kunst, alles Andere wäre Unsinn, Theater ist progressiv, damit ist es schon links. Aber in unserem Theater arbeiten über 1000 Menschen aus mehr als 50 Nationen, da sind auch Konservative dabei und die helfen sehr konstruktiv mit, dass man nicht die Bodenhaftung verliert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Der_schmale_Grat 10.11.2018, 12:39
11. Herzlichen Dank an #9: Vielfalt statt Einfalt!

Zitat von rkuenzli60
Interessant im Forum die Meinungen der Kulturhasser zu lesen. Wenn sich Kunstausübende apolitisch geben heisst es abgehobenes Pack, stellen sie sich auf die eine Seite werden sie von der anderen Seite angegriffen. Es ist auch mühsam immer wieder lesen zu müssen, das man am Publikum vorbei arbeitet, an welchem Publikum? Es ist nicht unsere Aufgabe es jedem recht zu machen, auch ist es nicht unsere Aufgabe in Wettbewerb mit Frau Fischer oder Andre Rieu zu treten, sondern zu versuchen neues zu finden, und das auch in alten Dingen. Mozart wäre heute Hip-Hop, Shakespeare schriebe Drehbücher. Das Theater ist links...na sowas...rechts ist in sich konservativ, und Kunst will progressiv sein. Es ist wahrlich schwer etwas Neues wagen indem man Altes wiederkäut. Natürlich klappt das Neue nicht immer, aber historisch gesehen muss man sagen, dass das damals unerkannte und oft unerwünschte sich oft als das länger währende bewiesen hat. Wir deffamieren nicht, wir haben aber das Recht uns gegen gesellschaftliche Missstände zu wehren, deshalb werde wir subvenzioniert, damit wir unabhängig bleiben können. Und übrigends, da wir immer noch im theater mit 85% und mehr ausgelastet sind, die Menschen sich in Museen wagen, kann man den Kulturbetrieb wohl immer noch als erfolgreich sehen. Aber wie AFD Anhänger bei 13% von : wir sind das Volk skandieren, muss man wohl auch die Kulturhasser als Minderheit ankzeptieren.
Jetzt kann ich endlich meinen Tag wieder genießen, dabei bin ich nur Kunstkonsument und Bewunderer. Unerträglich, wie hier gegen Initiativen gehetzt wird, es aber die Kritiker selbst nicht auf die Reihe bekommen, etwas hinzubekommen gegen Extremismus. Diese Erklärung der Vielen macht mir zusätzlichen Mut, dass der blau-braune Mob nicht gewinnt. In den nächsten Jahren erst wird sich zeigen, was wir wirklich gelernt haben aus der Verbannung entarteter Kunst. Vielfalt statt Einfalt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Little_Nemo 10.11.2018, 14:03
12. Neutrale Künstler - neutralisierte Kunst

Künstler sind Menschen, die auf künstlerische Weise über Wahrheit und Wirklichkeit reflektieren oder versuchen sie zu erfahren und erfahrbar zu machen. Wie sollten sie neutral sein können? Und warum? Auch sie nehmen die Welt natürlich mit ihren ganz eigenen Sinnen wahr und verarbeiten sie auf der Basis ihrer persönlichen Prägungen.

Flagrant ist doch vielmehr die Pauschalität mit der, insbesondere im rechten Spektrum über Künstler und Kunst geurteilt wird. Wie übrigens auch über so ziemlich alle anderen Themen. Schubladendenken scheint überhaupt ein, wenn nicht das Fundament rechter Weltsicht zu sein. Differenziertheit fordern sie allenfalls von anderen in deren Urteil über sie selbst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bestrosi 10.11.2018, 17:58
13. was ist rechts?

Wenden sich die Künstler auch gegen die Werte-Union, gegen Junge-Union und gegen Rechtsliberale? Die sind nämlich auch alle "rechts". Oder gehtes vielmehr gehen EXTREMISTEN?
Bloß rechts zu denken ist in de Demokratie genauso legitim wie links zu denken. Auch wenn das die Kulturszene, links dominiert und subventionsversorgt, anders sieht; soweit zur "Vielfalt" des Aufrufs.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Little_Nemo 10.11.2018, 19:41
14. Wat is'n Dampfmaschin?

Zitat von bestrosi
Wenden sich die Künstler auch gegen die Werte-Union, gegen Junge-Union und gegen Rechtsliberale? Die sind nämlich auch alle "rechts". Oder gehtes vielmehr gehen EXTREMISTEN? Bloß rechts zu denken ist in de Demokratie genauso legitim wie links zu denken. Auch wenn das die Kulturszene, links dominiert und subventionsversorgt, anders sieht; soweit zur "Vielfalt" des Aufrufs.
Gegen Extremisten geht es wohl auf jeden Fall. Ansonsten wird es aber sicherlich von Künstler zu Künstler variieren. Nicht alle Künstler sind Linke. Der Vater meines besten Freundes aus Kindertagen war CDU-Landtagsabgeordneter und hatte auch Freunde, die Künstler waren und CDU wählten. Auch ob jemand die CDU überhaupt als "rechts" einstuft, ist sicherlich individuell verschieden, denn die CDU beansprucht ja für sich die gesellschaftliche Mitte, wie andere Parteien, ebenso zurecht oder unrecht auch. In der Tat ist die Mitte ja auch nicht für alle Zeiten fixiert, sondern variabel, und kann selbst weiter nach rechts oder links rücken. Und manche Rechte entblödeten sich in den letzten Jahren ja nicht, Angela Merkel als Kommunistin zu bezeichnen, was mir ganz schön schräg erscheint.

Wenn ich von "rechts" rede, meine ich antidemokratische, reaktionäre, nationalistische Kräfte..Solche gibt es vereinzelt auch in der CDU, in der CSU sowieso, und sogar in der SPD (denken Sie z.B. an Sarazzin). Aber sie spielen dort keine wirklich große Rolle, wie etwa in der AfD und NPD. Unter "Rechten" verstehe ich auf jeden Fall jene Leute, die uns vorgeblich davor warnen wollen, dass Muslime unsere Kultur abschaffen wollen, während sie diese selbst gerade mit Hochdruck abzuschaffen versuchen, die andere als "Volksverräter" beschimpfen, obwohl sie selbst mit fremden Diktatoren sympathisieren und sie bei ihren Intrigen, die unsere Sicherheit bedrohen, unterstützen, die skandieren wer Deutschland nicht liebe, müsse es verlassen, obwohl sie selbst Deutschland ganz offensichtlich nicht lieben, denn sie brandschatzen, marodieren durch deutsche Innenstädte, gefährden die innere Sicherheit und fügen Deutschland im internationalen Ansehen beträchtlichen, auch wirtschaftlichen Schaden zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
static2206 10.11.2018, 23:11
15. neutral brauchen sie nicht sein

aber dann sollten sie auch nach dem Bullshit leben den sie quatschen. Von Toleranz und co faseln sich dann aber hinter meter hohen Mauern verschanzen. die meisten Promis sind keine Vorbilder sondern feige Mitläufer einer linken Ideologie

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alexis_Saint-Craque 12.11.2018, 08:39
16. Autonom

Die Kunst kann nicht vereinnahmt werden. Eventuell aber der, der in ihrem Namen tätig wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hartwig2 12.11.2018, 10:11
17. Das hat man davon,

wenn man aus „Kunst“ einen Kulturbetrieb macht , einen Beamtenstadl. „ 140 Kulturinstitutionen“ allein in Berlin. Mehr Mitglieder als Künstler. Alle Steuer - und Fördergelder finanziert. Da wehrt man sich jetzt gegen Rechts , weil da Gelder gestrichen werden könnten, bald wehrt man sich gegen links da Kunst dann der Allgemeinheit gehört und auch nicht bezahlt werden muss.
Aber solange sich Künstler irgendeiner Institution anhängen, war es das mit freier Kunst. Nur noch Abbild des Mainstreams.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2