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Eröffnungskonzert Elbphilharmonie: Ode an die Freude
DPA

Premiere geglückt! Das erste Konzert in der neuen Hamburger Elbphilharmonie gelang nicht nur pannenfrei, sondern nahezu perfekt. Die Gäste jubelten, Programm und Interpretation überzeugten, das Finale schäumte fast wie an Silvester.

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andrac1001 12.01.2017, 07:11
1. Tolle Akustik?

Ich werde den Eindruck nicht los, dass man hier massive Steuergeldverschwendung mit guter Akustik schön reden will. Mit 700.000.000 Euro hätte man weiß Gott besseres machen können, als der Kulturelite einen Palast zu bauen. Aber Steuerverschwendung wird in DE genauso wenig sanktioniert wie Steuervermeidung!

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mymindisramblin' 12.01.2017, 07:25
2. Fake News?

Während der Spiegel die Kostensteigerung der Elbphilharmonie mit 150% beziffert, schreibt die 'Süddeutsche' von 10x soviel wie ursprünglich geplant. Und während der Spiegel in wohlformulierten gedrechselten Sätzen von der Akustik und der Eröffnungsfeier schwärmt, werden ebendiese, in genauso geschwollener Sprache, von der 'Welt' verrissen. Kulturfeuilletons sind doch was Schönes, wie früher im Deutschunterricht Aufsatz schreiben: Hauptsache viel und wohlformuliert, dann kann man eigentlich jede Meinung vertreten und kriegt immer 'ne gute Note. Aber eigentlich kann es mir egal sein, ich höre eh fast nur Rockmusic, und Godspeed You! Black Emperor werden dort wohl nicht spielen. Obwohl... wäre sicher interessant. Und ich bin nur froh dass niemand das Licht verrissen hat, das war nämlich mein Bruder. Wenigstens an dessen Arbeit hatte niemand was auszusetzen. Aber dem Spiegel seien seine Lobhudeleien auf sie 'Elphi' verziehen, wo kämen wir denn hin wenn ein bisschen Lokalpatriotismus nicht mehr toleriert würde, sei sie auch mit geschönten Zahlen garniert, und was wissen denn schon die Berliner oder gar die Süddeutschen...

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pepe_pelo 12.01.2017, 07:25
3. Für die Allgemeinheit ?

Was mich brennend interessiert und SPON und andere deutsche Magazine und Zeitungen nicht erwähnt haben.

Kann sich die untere Schicht der Hamburger Bevölkerung die Eintrittstickets in die Elbphilharmonie eigentlich leisten oder wurde dieses Werk nur für die reiche Gruppe in Hamburg errichtet (siehe die Luxuswohnungen und Luxushotel in dem Gebäude) ?

789 Millionen Euro ! Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist fast eine Milliarde für ein Gebäude.

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haresu 12.01.2017, 07:26
4. Jetzt steht das Ding

Ich bin ein Freund der klassischen Musik. Irgendwann in den nächsten Jahren werde ich wohl auch in der Elbphilharmonie sitzen und es geniessen. Aber diese Selbstbeweihräucherung der letzten Wochen nach diesem Versagen und dem Versenken von vielen Millionen öffentlicher Gelder? Geld das woanders fehlt. Und die für mich immer etwas lächerlich lokalpatriotischen Hamburger lassen es nicht nur mit sich machen sondern jubeln auch noch dazu. Ende gut, alles gut? Nein, ganz entschieden nicht!

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echoanswer 12.01.2017, 07:28
5. Langsam ist es genug

das Bauwerk für die Oberschicht zu feiern. Wenn Deutschland wirklich eine Kulturnation ist, dann braucht die einen solchen Bau und eine solche Verschwendungssucht nicht. Falls doch, dann hege ich Zweifel an dieser Art von Kultur,

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pansatyr 12.01.2017, 07:34
6. dagegen

ein totaler Verriss hier:
Liebe Hamburger, Weltklasse geht leider anders : https://www.welt.de/kultur/article161102119/Liebe-Hamburger-Weltklasse-geht-leider-anders.html

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Brummi 12.01.2017, 07:44
7. Grandios!

Obschon TV-gefiltert kam herüber, dass aus dem Planungs- und Bauwahnsinn etwas entstanden ist, das überwältigt. Draußen und drinnen. Die Kosten (die Angangssumme war m.E. ein einziger Witz) waren gewaltig, aber das Werk scheint überaus gelungen. Freue mich schon darauf, vielleicht eines Tages dort drin sitzen und hören zu dürfen.

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pimo 12.01.2017, 07:47
8. Das Wunder von der Elbe

Bei aller Freude der anwesenden Gäste und "Verantwortlichen" dieses ohne Frage phänomenalen Baus, möchte ich die Euphorie ein wenig bremsen. Die Kosten dieses Hauses werden sich im ersten Jahr mit den üblichen Subventionen einer Philharmonie auf
1 Milliarde € hochschrauben. Hier sind die Kosten der 45 Luxusappartements noch nicht enthalten.
Bischof Tebartz-van Elst aus Limburg musste für läppische 31 Millionen , diese Kosten zahlt nicht der Steuerzahler, ins "Exil" nach Rom.
Ich möchte mich hier nicht auslassen, was man mit 1 Milliarde Gutes tuen kann.

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saarpirat 12.01.2017, 07:57
9.

Hat was, das Ding.

Aber ob ein Konzertsaal, in dem man das Umblättern der Noten oder jeden Huster des Publikums so deutlich hören kann wirklich der Weisheit letzter Schluss ist ... ich weiß nicht.

Außerdem ist es natürlich wieder ein hochsubventionierter Kulturmagnet für eine kleine, sich elitär fühlende Minderheit, was aber trotzdem einer Weltstadt gut zu Gesicht steht.

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