Forum: Kultur
Eröffnungskonzert Elbphilharmonie: Ode an die Freude
DPA

Premiere geglückt! Das erste Konzert in der neuen Hamburger Elbphilharmonie gelang nicht nur pannenfrei, sondern nahezu perfekt. Die Gäste jubelten, Programm und Interpretation überzeugten, das Finale schäumte fast wie an Silvester.

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RalfHenrichs 12.01.2017, 08:00
10. Ich freue mich nicht

800 Millionen Euro zum Fenster rausgeworfen. Was hätte man für wirklich sinnvolle kulturelle Projekte damit finanzieren können! Da reichen oft schon 100.000 Euro als Mitfanzierung aus. Was müssten die Eintrittskarten eigentlich kosten, damit sich der Bau samt variabler Kosten in sagen wir 10 Jahren auch nur zu 50% abgezahlt werden würde (100% ist bei Kultur ja nicht üblich). Und ob es dann immer noch ausverkauft wäre? Ein Untersuchungsausschuss und die Entlassung/Rücktritte von allen Personen, die in Verwaltung und Politik für diesen Schandbau verantwortlich waren, wäre notwendig.

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havel23 12.01.2017, 08:01
11. Einladung

Die Premiere war eine Einladung, öfter mal von Berlin nach Hamburg zu fahren, was ich gerne tun werde, sofern Karten verfügbar sind.

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pansatyr 12.01.2017, 08:12
12. @2

"Und während der Spiegel in wohlformulierten gedrechselten Sätzen von der Akustik und der Eröffnungsfeier schwärmt, werden ebendiese, in genauso geschwollener Sprache, von der 'Welt' verrissen."
Da können Sie mal denen, dass wir hier eben eine freie Presse (und keine ominösen MSM) haben

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irene_vaplus 12.01.2017, 08:13
13. Baldrian

Auf dem Sockel der Oekonomie darf sich als der Geist vollendet geistlos als gläserne Welle um die Unterhaltung kümmern. Das ist die Funktion, die Kaufleute der Kunst zubilligen. Das ist von erschreckender Kunstferne. Das ist das, was die Architektur befiehlt. Das ist das, was die Politik will. Das ist das, was die Architektur-Unternehmer präsentieren: Eventarchitektur in Banalsymbolik. Einen Sarkophag aus Glas, worin eine musealisierte Kunst schläft. Fast eine Milliarde für das Einschläfern von Millionen. Das ist dann doch ganz unerhört politisch.

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DerBlicker 12.01.2017, 08:13
14. sehr anstrengend

Ich fand das Eröffungskonzert, besonders Rihm und Co, sehr anstrengend und habe dann umgeschaltet. Diese Pseudo-Stockhausen Musik will doch nicht wirklich jemand hören.

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intschutschuna 12.01.2017, 08:14
15. Karten für 6 EUR

Zitat von pepe_pelo
Was mich brennend interessiert und SPON und andere deutsche Magazine und Zeitungen nicht erwähnt haben. Kann sich die untere Schicht der Hamburger Bevölkerung die Eintrittstickets in die Elbphilharmonie eigentlich leisten oder wurde dieses Werk nur für die reiche Gruppe in Hamburg errichtet (siehe die Luxuswohnungen und Luxushotel in dem Gebäude) ? 789 Millionen Euro ! Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist fast eine Milliarde für ein Gebäude.
Mehr muss man dazu nicht sagen. All diejenigen, die sich immer beschweren, dass sich die untere Schicht Kultur nicht leisten kann, traut sich bloß nicht zu sagen, dass diese Schicht eventuell gar kein Interesse an Kultur habt. Leisten können sie es sich nämlich. Ist günstiger als ins Kino zu gehen.

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carluke2001 12.01.2017, 08:14
16.

Zitat von pepe_pelo
Was mich brennend interessiert und SPON und andere deutsche Magazine und Zeitungen nicht erwähnt haben. Kann sich die untere Schicht der Hamburger Bevölkerung die Eintrittstickets in die Elbphilharmonie eigentlich leisten oder wurde dieses Werk nur für die reiche Gruppe in Hamburg errichtet (siehe die Luxuswohnungen und Luxushotel in dem Gebäude) ? 789 Millionen Euro ! Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist fast eine Milliarde für ein Gebäude.
Nach meinen Informationen beginnen die Ticketpreise bei 10 Euro (also ungefähr wie am Millerntor ;-)) ). Wenn's stimmt, sollte der Kulturgenuss wohl auch für die Allgemeinheit erschwinglich sein.

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rieberger 12.01.2017, 08:15
17. Was lange währt . . .

Was lange währt, wird manchmal gut. Man kann Hamburg und den Hamburgern nur gratulieren zu diesem attraktiven Musentempel.
Auch wenn Politik und Verwaltungen die Bürger immer wieder aufs neue über die entstehenden Kosten belügen und betrügen. Dies ist aber nicht nur ein Hamburger Problem, sondern genauso ein Problem in Berlin mit dem Katastrophenflughafen und in Stuttgart mit dem unnützen S 21- Bahnhof. Andere kleinere unbekanntere Projekte in dieser Republik gar nicht erst erwähnt.
Stehen die Milliardengräber dann endlich, dann soll und kann man sich trotzdem daran erfreuen.

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alaba27 12.01.2017, 08:16
18. Naja

Abgesehen von der immensen Verschwendung von Steuergeldern und wie peinlich Herr Scholz da gestern noch schönreden wollte: Das Konzert war ok - mehr nicht. Zwischendurch klang es fast nach Radau, frei nach dem Motto: "Jetzt alle auf einmal - und bitte fortissimo !" Wirklich hinreißend war Jaroussky ! Da hat's mich aus dem Sofa gehauen. Trotz des Prunks - das Gebäude ist ein Hingucker (wie fast alles dieser Architekten; und wie fast alles dieser Architekten unbezahlbar, kein mir bekannter Bau ist im veranschlagten Kostenrahmen geblieben). Sollte es irgendwann mal wieder Karten geben, werde ich mit meiner Frau sicherlich auch mal hingehen.

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warum_nicht? 12.01.2017, 08:18
19.

Zitat von pepe_pelo
Was mich brennend interessiert und SPON und andere deutsche Magazine und Zeitungen nicht erwähnt haben. Kann sich die untere Schicht der Hamburger Bevölkerung die Eintrittstickets in die Elbphilharmonie eigentlich leisten oder wurde dieses Werk nur für die reiche Gruppe in Hamburg errichtet (siehe die Luxuswohnungen und Luxushotel in dem Gebäude) ? 789 Millionen Euro ! Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist fast eine Milliarde für ein Gebäude.
Habe mal auf der Homepage der Elbphilharmonie geschaut: Mal davon abgesehen, dass die Veranstaltungen weitestgehend ausverkauft sind, beginnen die Preise bei 15 €, also auf Kinoniveau, was doch wohl auch für die finanziell weniger gut ausgestatteten Bürger erschwinglich sein sollte, oder?

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