Forum: Kultur
Erste Lesung von Christian Kracht: Er schnauft! Bei Hitler!
Hanan Elstein

Alle reden über ihn, jetzt sprach er: In Zürich las Christian Kracht aus seinem umstrittenen Roman "Imperium" vor. Würde er bei der Weltpremiere etwas sagen zu dem Vorwurf, ein Rechter zu sein? Das Publikum deutete gespannt jede Regung des Autors - und lachte schließlich über hässliche Deutsche.

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Anubicore 08.03.2012, 12:24
1. Sorry,

aber war es wirklich notwendig das sich der Autor des Artikels ueber 2 Seiten sich ueber belanglose Details auslaesst? Ueberschrift und Inhalt des Artikels hatten so gut wie gar nichts miteinander zu tun. Naechstes Mal bitte kuerzen und den Leser nicht mit so viel unnuetzem Geschwafel aufhalten!

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melvin weaver 08.03.2012, 12:37
2. ...

Zitat von sysop
Alle reden über ihn, jetzt sprach er: In Zürich las Christian Kracht aus seinem umstrittenen Roman "Imperium" vor. Würde er bei der Weltpremiere etwas sagen zu dem Vorwurf, ein Rechter zu sein? Das Publikum deutete
Netter Versuch, Krachts "Imperium"-Stil am Anfang des Textes zu imitieren - was leider reichlich ungelenk klingt und dazu beiträgt Krachts sprachliche Könnerschaft noch ein wenig höher einzuschätzen, die Eleganz dieser perfekt durchkomponierten Sätze.

Ihre Parodie darauf, Herr Kuzmany, ist leider ziemlich missraten, aber immer noch das unterhaltsamste an diesem Artikel, den sie sicherlich schreiben mussten (man fährt ja nicht umsonst nach Zürich): Aber was für eine Information, was für eine Botschaft soll er transportieren, ihr Artikel? Das Lesungen meistens langweilig und belanglos sind? Das Kracht wohl doch nicht zu ironischen Zwecken eine Uniform getragen hat? Das die Debatte unnötig (oder so ähnlich) ist?

Mir wäre es lieber, der SPIEGEL würde, anstatt solche Nullinformationen zu veröffentlichen, sich einmal um ein ausführliches Interview mit dem Herrn Kracht bemühen und ihm ein wenig auf den Zahn fühlen, oder besser noch, die Herren Diez und Kracht aufeinandertreffen lassen - dann würde die Sache vielleicht nochmal interessant werden. Wenn nicht, rate ich, das Thema bleiben zu lassen, es gibt zuviele großartige Bücher da draußen, die ein wenig Aufmerksamkeit verdient hätten...

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Steinwald 08.03.2012, 12:38
3. Genau

Zitat von Anubicore
aber war es wirklich notwendig das sich der Autor des Artikels ueber 2 Seiten sich ueber belanglose Details auslaesst? Ueberschrift und Inhalt des Artikels hatten so gut wie gar nichts miteinander zu tun. Naechstes Mal bitte kuerzen und den Leser nicht mit so viel unnuetzem Geschwafel aufhalten!
Genau DAS habe ich mir soeben auch gedacht, nach gerade mal der ersten Seite dieses aufgeblähten Nichts an Text hab ich gedacht,k ich schau mal, obs anderen Lesern auch so geht Und siehe da, ja. Völlig selbstverliebtes Geschwafel dieses Kutmans schon wieder. Schlimm, diese verhinderten Schriftsteller.

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panzerknacker51 08.03.2012, 13:00
4. Debatte im Printmedium

Zitat von sysop
Alle reden über ihn, jetzt sprach er: In Zürich las Christian Kracht aus seinem umstrittenen Roman "Imperium" vor. Würde er bei der Weltpremiere etwas sagen zu dem Vorwurf, ein Rechter zu sein? Das Publikum deutete
Bei der ganzen Debatte denke ich gerade an den Beitrag von Herrn Diez in SPIEGEL Nr.9 von letzter Woche. Da wird um die vermeintliche Rechts-Nähe der Herren Kracht und Woodard mal zurück- dann wieder vorwärtsgerudert. Mir kommt bei diesem doch sehr akademischen Disput ein ganz anderer Gedanke. Wenn ich mir die Bilder der Beiden so anschaue, würde ich die Herren weder links noch rechts, sondern eher in einer Geisterbahn verorten.

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huberwin 08.03.2012, 13:03
5. Auch entlarvend

..Rechtsradikales Gedankengut wurde nicht vorgetragen, das ist aber in Imperium auch nicht enthalten....
so stehts oben im Artikel...aber vorher dauernd Artikel bringen wonach es sich um rechtsradikales Gedankengut handelt, schon erbärmlich.

Und wenn man denn schon keines findet, dann schwebt es laut Dietz ja zwischen den Zeilen, aber da war auch nichts davon zu spühren während der Lesung...deshalb wohl 2 mal gehaucht?

Doch, da war was braunes...er trug einen braunen Anzug und der korrespondierte mit seinen Haaren...wow, braune Gesinnung zur Schau gestellt! Also Bürger passt auf....braun kommt immer zwischen den Zeilen und ganz versteckt!

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sverris 08.03.2012, 13:29
6.

Zitat von melvin weaver
Netter Versuch, Krachts "Imperium"-Stil am Anfang des Textes zu imitieren - was leider reichlich ungelenk klingt und dazu beiträgt Krachts sprachliche Könnerschaft noch ein wenig höher einzuschätzen, die Eleganz dieser perfekt durchkomponierten Sätze.
"die Eleganz dieser perfekt durchkomponierten Sätze" ist sowas von vorgestern. gähn.

IMHO: Viel PR um ein Buch, das noch keiner kennt. Da hat ein Verlag doch eine fähige Markeingabteilung.

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sverris 08.03.2012, 13:55
7. Einen Kurzauszug habe ich gefunden:

"Mit dem indischen Sonnenkreuze eindrücklich beflaggt, wird alsdann ein kleiner Vegetarier, eine absurde schwarze Zahnbürste unter der Nase, die drei, vier Stufen zur Bühne...Ach, warten wir doch einfach ab, bis sie in äolischem Moll düster anhebt, die Todessymphonie der Deutschen. Komödiantisch wäre es wohl anzusehen, wenn da nicht unvorstellbare Grausamkeit folgen würde: Gebeine, Excreta, Rauch."

So auf den ersten Blick: das "absurd" ist total überflüssig, und "äolisches Moll" ist Quatsch, weils das nicht gibt (kann jeder selbst im Netz suchen, warum). Und "deutsche Todessympfonik" würde ich eher in Dur hören. Und "unvorstellbar" ist auch eher zweifelhafte Rhetorik.

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Franz Medardus 08.03.2012, 14:05
8. "Gegenüber" mit Genitiv?

Zitat von sysop
direkt gegenüber eines Gebäudes des Geldinstituts UBS, was in Zürich keine verlässliche Ortsbeschreibung ist.
Ach, beherrschte doch jeder Literaturkritiker die deutsche Sprache wenigstens soweit, daß er eine Allerweltspräposition wie "gegenüber" mit dem richtigen Kasus zu verwenden wüßte!

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atemlos9 08.03.2012, 14:09
9. Pfiffig

Zitat von melvin weaver
Mir wäre es lieber, der SPIEGEL würde, anstatt solche Nullinformationen zu veröffentlichen, sich einmal um ein ausführliches Interview mit dem Herrn Kracht bemühen und ihm ein wenig auf den Zahn fühlen, oder besser noch, die Herren Diez und Kracht aufeinandertreffen lassen - dann würde die Sache vielleicht nochmal interessant werden. Wenn nicht, rate ich, das Thema bleiben zu lassen, es gibt zuviele großartige Bücher da draußen, die ein wenig Aufmerksamkeit verdient hätten...
Haben Sie promoviert, dass Sie auf solch unglaubliche Ideen kommen?
Wenn das der Herr K. vorher gewusst hätte, oder gar sein Ressortchef ...
Herr K. könnte in Erwägung ziehen, zur anderen Seite zu wechseln ... bei dem Talent.

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