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ESC-Sieg für die Niederlande: Der Piano-Man bezwingt die Windmacher
Michael Campanella/ Getty Images

Nach 44 Jahren geht die Siegestrophäe beim Eurovision Song Contest wieder in die Niederlande. Duncan Laurence findet mit seiner Pop-Ballade "Arcade" das richtige Maß an Inszenierung im quietschbunten ESC-Zirkus.

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valensine 19.05.2019, 09:58
20. Schlechter Jahrgang...

Na ja dieses Jahr war es eins der deutlich schwächeren ESCs. Sogar die Bühnenbeleuchtung war irgendwie schlecht. Die Animationen und Effekte kamen gar nicht zur Geltung, weil man ständig die Schatten der Interpreten gesehen hat. San Marino wird hier schlecht geredet, aber der sympathische Serhat hat es nicht nur ins Finale geschafft, sondern 6 Länder im Finale (darunter "Big Five" -Länder wie Deutschland, Großbritannien und Spanien) hinter sich gelassen und eben viele weitere nicht qualifizierte Länder. Das muss man als so ein kleines Land erst einmal schaffen. Ausserdem hat Serhat stimmlich besser überzeugt als Madonna und war der einzige Vertreter Ü50. Es gab Acts (wie z. B. Griechenland) die in die Kategorie Sonderbar gehören (Island dagegen war sehr originell). Nachbarschaftsvoting gab es gefühlt weniger, wobei Zypern und Griechenland zu Recht ausgebuht wurden. Insgesamt fehlten echte mitreißende Acts, wenig Originalität, viele Melodien und Produktionen kannte man irgendwoher schon.

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crazydee 19.05.2019, 10:07
21. Man kann nicht allen Ernstes eine Top-Platzierung

beim ESC erwarten, wenn unser Beitrag nicht einmal in Deutschland ein Hit ist. Hinzu kommt ein Glaubwürdigkeitsproblem: Die Sängerinnen von Sisters sind keine Schwestern, sie wurden gecastet. Das europäische Publikum ist nicht blöd. Es hat diese Mogelpackung erkannt und entsprechend bewertet.

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mirage122 19.05.2019, 10:12
22. Habe den ESC zwar nicht gesehen ..,

... aber mir reichen die Zusammenfassungen. Es ist wirklich nur eine Tralala-Veranstaltung, die unheimlich viel Geld verschlingt. Glückwünsche natürlich an unsere sympathischen Nachbarn in den Niederlanden. Allerdings ist der Song doch stark angelehnt an dem Beitrag von Michael Schulte im vergangenen Jahr. Immerhin hat der in den Niederlanden in diesem Jahr eine Goldene Schallplatte erhalten und ist dort sehr beliebt. Aber Abkupfern ist in der Branche ja sowieso nichts Seltenes. Warum hat man den nicht in diesem Jahr wieder hingeschickt? Sein neuester Song "Back to the start" beschäftigt sich mit Kindern - das wäre doch mal eine Alternative gewesen zu Liebe, Schmalz und sowas wie den deutschen Versuch von Emanzipation. Einfach gruselig! Kein Wunder, dass wir keine Zuschauer-Punkte bekommen haben, sind eben nicht besonders beliebt in Europa! Aber Freude über den stimmlichen Absturz von Madonna!

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elwoodblues1969 19.05.2019, 10:15
23. Natürlich

Zitat von nirava
Ehrlich gesagt: diese ganze Veranstaltung ESC finde ich komplett überflüssig. Es gibt aktuell so viele wirklich wichtige Themen in Deutschland, in Europe, in er ganzen Welt. Und es werden für wirklich wichtige Probleme Lösungen benötigt- Katastrophengebiete, Menschen in großer Not. Ich verstehe nicht, warum für dieses Event überhaupt Geld ausgegeben wird...wieder mal ein Hype um nix.
Oh Gott, natürlich gibt es dringende Probleme und nun? Sollen wir sämtliche Shows und Partys einstampfen und nur noch jammern? Und für all denjenigen die sich immer beklagen wie unbeliebt Deutschland doch sei, dem empfehle ich das Ergebnis vom Letzten Jahr anzusehen. Dort waren wir auf Platz 4 und haben auch vom Publikum über 160 Stimmen bekommen. Aber für solch ein belangloses Lied ohne Show, bekommt man halt nicht mehr Punkte. Dies war schon im Vorfeld klar, wobei sich dann die Frage stellt, warum man dann überhaupt solch ein Lied aussucht.

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thrust26 19.05.2019, 10:26
24. Putzig

Wenn "wir" 0 Punkte bekommen, dann nur weil uns keiner lieb hat. Nur Lena oder letztes Jahr war irgendwie eine Ausnahme. Begründung? Null!

Nein, die 0 Punkte bekommen wir regelmäßig, weil wir fast immer nur die absolute Mittelmäßigkeit zum ESC schicken. Damit provoziert und verschreckt man niemanden. Aber damit landet man eben auch in keinem Land unter den Top 10 für die es nun mal Punkte gibt.

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DrStrang3love 19.05.2019, 10:29
25.

Der wahre Gewinner in diesem Jahr waren für mich die Isländer, die mit einer so radikal und vollkommen unironisch gegen den ESC-Strich gebürsteten Nummer dank einer nicht unerheblichen Zahl an Publikumsstimmen auf Platz 10 gelandet sind. In dem Zusammenhang sollte man sich mal das (englisch) untertitelte Musikvideo zu dem Lied auf YouTube ansehen, dann wird klar, was ich meine...

Die Deutschen hingegen waren mit dem drittletzten Platz meiner Meinung nach noch gut bedient. Mit dieser charmlos vorgetragegenen Nummer aus der Retorte war wirklich kein Blumentopf zu gewinnen. Das einzige, was mir von dem Auftritt des Duos in Erinnerung geblieben ist, waren die beiden Sängerinnen, die sich gegenseitig "Sister" ins Gesicht schrien.

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Jörgen Cordes 19.05.2019, 10:30
26. Jan Böhmermann for ESC!

Ich frage mich, wie lange es noch dauern muss, bis Böhmi die einstige Rolle Stefan Raabs übernimmt und uns wieder auf die Erfolgsspur führt. Sein lakonisch-treffender Kommentar zum deutschen Beitrag (nämlich "Scheiße") hat ja die erwartbare Platzierung mal wieder vorweggenommen ... Da können sich Urban und Schöneberger jedes Jahr wieder aufs Neue wundern, warum man auf Platz 27 landet. Ich wiederum wundere mich jedes Jahr aufs Neue, dass ich diese Nasen dort sich wundern sehen muss. Menschen, Leben, Tanzen, Welt ...

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ArnoNyhm1984 19.05.2019, 10:46
27. Der ESC ist kaputt

Mit dem niederländischen Song hat auch nur der sprichwörtliche "Einäugige unter den Blinden" gewonnen. Musikalisch ist die gesamte Veranstaltung ein einziges Trauerspiel, weil es nun mal keinen paneurpäischen gemeinsamen Musikgeschmack gibt, der in all den Dutzenden von abstimmenden Ländern mehrheitsfähig ist. Ergo geraten die Beiträge zu akustischem Einheitsbrei, den man schon vergessen hat, bevor die Sendung zu Ende ist. Und weil die Kandidaten das auch wissen, wird die akustische Langeweile halt mit allem möglichem Tam-tam außen herum zu kaschieren versucht: Offensiv zur Schau gestellte Queerness, die mit bewusst moppeligen Tänzerinnen ihre political über-correctness inszeniert, Salti hüpfende Akrobaten, Eis-am-Stiel-like gepfählte Opernsängerinnen im Walt-Disney-Prinzessinnenkleidchen, optisch irgendeiner CosPlay-Gruselkammer entliehene Kostüme und lichteffektgewordene LSD-Farbräusche als Bühnenbild -all das soll doch nur von der musikalischen Trostlosigkeit ablenken.
Dazu braucht's zwischenzeitlich schon vier (V-I-E-R!) "Moderatoren" -wofür eigentlich? Müssen die sich gegenseitig stützen, bei diesem endlos in die Länge gedehnten Anti-Event nicht einzuschlafen? Oder kann man ansonsten die immer gleichen, sinnfreien small-talks bezüglich ach-wie-amazing, best-show-ever, best-audience-ever, best-music-ever nicht ertragen?
-Meine Empfehlung: Einstampfen.

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fördeanwohner 19.05.2019, 11:04
28. -

Zitat von karlo1952
O Punke vom Publikum zeigt zum einen wie beliebt wir in Europa sind. Andere östliche Nachbarländer verteilen die Punkte untereinander. Das Publikumsvoting zeigt aber auch, und das widerspiegelt auch den Zustand der EU, dass das Volk anders denkt und handelt als die Jury bzw. Die Politiker.
Dass sich bestimmte Länder die Punkte zuschieben, stimmt zwar, dem Rest Ihres Beitrags würde ich jetzt aber nicht zustimmen.
Da Michael Schulte letztes Jahr viel besser abgeschnitten hat, kann es nicht so ganz hinhauen mit unserer vermeintlichen Unbeliebtheit. Denn Deutschland hat im letzten Jahr nichts wirklich Übles angestellt, oder?
Die Juroren sind weder Politiker noch einfaches Volk.

Dass der deutsche Song so schlecht abgeschnitten hat, war schon vorher klar, weil er einfach nichts Besonderes hatte, das ein ESC-Publikum bzw. die "Voter" anspricht. Mir war nicht mal die Message so richtig klar. Unausgegoren, würde ich sagen, wenngleich ich die Sängerinnen nicht schlecht fand. Mehr war nicht drin.

Zum ESC: Insgesamt wieder einmal sehr schön. Mit Freunden gemeinsam Spaß haben vorort oder vor der Mattscheibe. Und Australien ist auch noch dabei!

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fördeanwohner 19.05.2019, 11:13
29.

Zitat von ArnoNyhm1984
Mit dem niederländischen Song hat auch nur der sprichwörtliche "Einäugige unter den Blinden" gewonnen. Musikalisch ist die gesamte Veranstaltung ein einziges Trauerspiel, weil es nun mal keinen paneurpäischen gemeinsamen Musikgeschmack gibt, der in all den Dutzenden von abstimmenden Ländern mehrheitsfähig ist. Ergo geraten die Beiträge zu akustischem Einheitsbrei, den man schon vergessen hat, bevor die Sendung zu Ende ist. Und weil die Kandidaten das auch wissen, wird die akustische Langeweile halt mit allem möglichem Tam-tam außen herum zu kaschieren versucht: Offensiv zur Schau gestellte Queerness, die mit bewusst moppeligen Tänzerinnen ihre political über-correctness inszeniert, Salti hüpfende Akrobaten, Eis-am-Stiel-like gepfählte Opernsängerinnen im Walt-Disney-Prinzessinnenkleidchen, optisch irgendeiner CosPlay-Gruselkammer entliehene Kostüme und lichteffektgewordene LSD-Farbräusche als Bühnenbild -all das soll doch nur von der musikalischen Trostlosigkeit ablenken. Dazu braucht's zwischenzeitlich schon vier (V-I-E-R!) "Moderatoren" -wofür eigentlich? Müssen die sich gegenseitig stützen, bei diesem endlos in die Länge gedehnten Anti-Event nicht einzuschlafen? Oder kann man ansonsten die immer gleichen, sinnfreien small-talks bezüglich ach-wie-amazing, best-show-ever, best-audience-ever, best-music-ever nicht ertragen? -Meine Empfehlung: Einstampfen.
Ich hatte wieder einmal gemeinsam mit netten Leuten Spaß.
Ganz ehrlich, Sie dürfen das alles ja sch**** finden, aber bitte gucken Sie es doch einfach nicht und lassen uns anderen unseren Spaß!

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