Forum: Kultur
EU-Kommission verlangt Quote für Netflix und Amazon
Netflix

Mindestens 20 Prozent europäische Filme und Serien - diese Quote plant die EU-Kommission für Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime. Brüssel hofft auf eine "identitätsstiftende Maßnahme".

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p.schoeffel 25.05.2016, 16:57
50. Wer sontst nichts zu tun hat,

erfindet sinnlose Regelungen nebst der zugehörigen Überwachungsbürokratie und Bevormundung. Und dann wundert man sich über die Europa-Skepsis. Auf welcher Insel leben diese Herrschaften?

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obanien 25.05.2016, 16:59
51. Faschisten

jetzt wollen die uns schon vorschreiben was wir sehen sollen. Europa bringt in punkto film und fehrnsehen nur Schrott zu stande.

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Zuversicht 25.05.2016, 17:00
52. Warum nur Netflix und CO?

Da hat ja die Lobbyarbeit der privaten TV-Sender mal wieder gute Arbeit geleistet.
Man muss mir jetzt nur noch erklären, warum die Quote nicht für normale Pay-TV Sender wie z.b. Sky gilt.
Im übrigen gibt es bereits eine Menge guter europäischer Serien und Filme auf den Streamingportalen. Warum hier zusätzlich noch eine Quote festgeschrieben werden muss ist wirklich mehr als lächerlich.

Die EU sollte sich lieber mal für den freien grenzüberschreitenden Fernseh-/ Medienempfang einsetzen. Es ist doch ein Witz, das wir zwar eine gemeinsame Wirtschaftszone mit freiem Warenverkehr haben, die medialen Ländergrenzen werden aber immer noch wie im Mittelhalter gehandhabt. Dabei läuft doch eh fast überall der gleiche Müll, nur in anderen Sprachen. Hier sollte der Lobbyistenfreund Oettinger mal neue Standards setzen. Da werden wir aber wohl noch lange warten.

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Mehr Vernunft 25.05.2016, 17:00
53. Geht die EU nichts an

Ich frage mich, wo eigentlich der Grundsatz der Subsidiarität geblieben ist?Die EU wurde nicht geschaffen,um ständig in die Souveränitätsrechte der Nationalstaaten einzugreifen.Mittlerweile ist eine EU-Bürokraten-Kaste entstanden, die sich ungehindert ausbreitet,um immer neue Kompetenzen, Budgets, Mitarbeiter und Macht an sich zu ziehen (siehe "Neue politische Ökonomie").Das Subsidiritätsprinzip wird nun schon fast völlig mißachtet.Es diente nur dazu, die Bürger der Staaten vor einigen Jahren zu beschwichtigen, dass die EU nur das Nötigste regeln wird, um dann das Gegenteil zu tun.Furchtbare Entwicklung

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großwolke 25.05.2016, 17:04
54.

Ich kann in der Sache nachvollziehen, warum es nationale Quoten für nationale Fernsehsender gibt, das ergibt Sinn. Aber ob ein Film in der Slowakei oder in Russland produziert wird, in Dänemark oder in Island, das ist für mich beim Schauen alles das Gleiche. Identitätsstiftend ist beim Sehen nur das, was ich unmittelbar als zugehörig empfinde. Alles andere klassifiziere ich nach Klimazone, nach Landschaftstyp, nach Sprachraum... aber mit Sicherheit nicht nach dem Grenzverlauf eines so vielgestaltigen Raumes wie der EU. So funktioniert das menschliche Gehirn nunmal nicht.

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deviance 25.05.2016, 17:06
55.

Zitat von amwildbach
Leute ... noch was ... es geht auch um Arbeitsplätze ! Glaubt Ihr denn wirklich, dass es keine klasse europäischen Produktionen geben würde, wenn man da mal ne klare Ansage machen würde Quote und viel, viel, viel Geld ...
Viel, viel, viel Geld? Ich habe da eine tolle Idee, die wird Ihnen auch gefallen: wir führen eine Rundfunkgebühr ein, die jeder Haushalt zu entrichten hat, unabhängig davon, ob er das mediale Angebot nutzt. Damit sollte doch genug Geld zusammen kommen, um wenigstens einen ordentlichen Film im Jahr auf die Kette zu bekommen, oder? Nicht?

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jam_butter_problem 25.05.2016, 17:09
56. Och bitte...echt jetzt?

Wenn die Kommission sich in Ihrer gesetztgeberischen Eigenschaft mit so einem Blödsinn statt wirklich wichtige Reformen auf den Weg zu bringen wird sich der von Münchau vorhergesagte allmähliche Zerfall der Union fortsetzen. Wie gehen wir denn mit der rechtsstaatlichen Krise in Polen und Ungarn um? Wie steht's mit dem Dublin-Verfahren? Der Bankenunion? Der Kapitalmarktunion? Einer Europäischen Sozialagenda? Das Problem ist nur leider, dass keines der wirklichen Probleme angegangen werden kann, weil die Nationalstaaten blockieren und wir leider aus der Veto-Kultur in der Europapolitik nicht herum kommen.

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meinemeinungpunkt 25.05.2016, 17:11
57. Regulierungswahn

Ist schon wieder 1. April?

Lange lebe der Regulierungswahn!

[Sarkasmus ein] Das geht doch aber sicher noch ein bisschen besser/überflüssiger als mit einer platten Europaweiten Quote für Netflix und Amazon, oder? Wieviele Beiträge nach Mitgliedsland, welche Frauen-/Männerverteilung in den Produktionen (nach Produktionen aus EU/nicht-EU Ländern getrennt, aber das vesteht sich natürlich von selbst), . Bitte auch noch EU-weit das jeweilige nationale free-TV (und, soweit vorhanden, auch das öffentlich-rechtliche) Programm reglementieren. Dabei bitte natüerlich auch die Sendezeiten berücksichtigen und abschliessend die Werbesendungen entsprechend durchorganisieren. Anschliessend können wir dann ja noch etwas ins Detail gehen und die Feinheiten herausarbeiten. [Sarkasmus aus]

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mol1969 25.05.2016, 17:11
58. USA = größtenteils Schrott

Was auf Steamingdiensten läuft, ist mir zwar egal, da ich diese nicht nutze.
Aber mal generell: In den letzten Jahren sind mir keine 5 guten Filme aus US-Produktion aufgefallen. Dagegen sehe laufend gute europäische - nicht nur deutsche - Produktionen. Praktisch jede Woche bleibt mit ein Film als sehr gut im Gedächtnis.
Bei den Serien / Reihen ist es noch schlimmer. Zehnmal lieber schaue ich mir noch den schlechtesten Tatort an (da gibt es hervorragende aber auch wirklich schlechte), als nur eine Folge dieser grassierenden "CSI irgendwas"-Machwerke.
Zuletzt war ich im Urlaub dazu "gezwungen", es gab leider nur RTL und Pro7 im Hotelfernseher. Nach dem zweiten Abend habe ich das Gerät nicht mehr eingeschaltet. Grausam.
Wessen Geschmack geben aktuelle USA-Serien eigentlich wieder? Die jüngeren schauen doch angeblich nicht mehr viel fern. Ich bin 47 Jahre alt und mit (damals noch guten) USA-Serien wie "Einsatz in Manhattan (Kojak)" oder "Die Straßen von San Francisco" aufgewachsen. Auch damals schaute ich lieber deutsche Serien, aber die "Amis" waren nicht zu verachten. Heute schon. Aus meiner Sicht.

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Juvenalis 25.05.2016, 17:14
59. Schwierig

Zitat von spdf
Wo waren denn Filme wie Die Katze, Zahn um Zahn oder Das Boot in den letzten 20 Jahren? Das einzige was man bekommt sind deutsche Komödien, und darauf kann ich verzichten. Die öffentlichen und privaten Anstalten haben vernünftige Autoren verhindert, daran ändert auch eine Quote nichts. Eine Quote führt nur dazu, dass sich die noch weniger anstrengen müssen.
"Die Katze" habe ich bei Arte erst vor etwa 2 Wochen zum Xten Mal mit Freuden gesehen.
Bei den beiden anderen ist das wohl eher ein Lizenzproblem.

Was Sie über die Verhinderung guter Autoren, Regisseure etc. sagen, trifft es allerdings auf den Punkt. Sehen Sie sich einfach mal an, wer da in den Rundfunkbeiräten sitzt.

Das sind häufig reine Versorgungsjobs.
Und von dort werden eben "nahestehende" Autoren, Produzenten, Regisseure versorgt.
Qualitätssicherung eben....

Da hat gerade einer sogar was von "Arbeitsplätzen" geschrieben - ich hatte Gott sei Dank noch kein Abendessen...

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