Forum: Kultur
EU-Talk bei "Maybrit Illner": "Wir Europäer müssen uns gemeinsam besser aufstellen"
ZDF/Svea Pietschmann

Während in Berlin sondiert wird, läuft Europa die Zeit davon - darüber diskutierte Maybrit Illner mit ihren Gästen. Es ging um Katalonien, um den Begriff "Heimat" und um eine gemeinsame EU-Armee.

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jozu2 03.11.2017, 06:14
1. EU ist zu groß

Die EU ist zu groß. Viele Mitgliedstaaten wurde in einem naiven "wir-haben-uns-doch-alle-lieb"-Glauben aufgenommen. Deutschland, Frankreich, BeNeLux, Österreich und GB (ja, GB!) wären kulturell noch kompatibel und somit ein realistischer Anfang. Aber auch das wäre schon schwer genug. Die EU in ihrem jetzigen Zustand ist wie die Sowjetunion kurz vor ihrem Zusammenbruch. Alle Fassaden werden auf Hochglanz poliert, damit man den kommenden Zusammenbruch möglichst lange - auch vor sich selbst - leugnen kann.

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stefan.p1 03.11.2017, 06:16
2. Nur mal ein bisschen Nachdenken

Da wollen die Katalanen ihren eigenen Staat, in vielen Ländern gibt es ähnliche Tendenzen, und die EU träumt weiter von mehr Solidarität untereinander. Was nichts anderes heist als den armen Ländern mehr Geld von den reicheren Ländern zu schenken. Bei Geld hört die Freundschaft zwischen Katalanen und Rest Spanien , Bayern und Rest-Deutschland, Süd Tirol-Süd Italien etc etc , auf. Und das soll dann zwischen den Nationalstaaten klappen-nur weil man dem Kind ein anderen Name gibt?
Und wer bestimmt den welche Werte für Europa stehen? Deutschland muß sehr vorsichtig sein,das es nicht auf einmal alleine Da steht und von den anderen EU - Ländern über-oder fremdbestimmt wird!

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dirk1962 03.11.2017, 06:31
3. Sinnloses Geschwafel

Nichts in der Sendung hätte irgendeine Substanz. Konnte auch nicht anders sein. Europa wird nicht weitere Wochen gar nichts tun, bis es vielleicht Jamaika und vielleicht eine Kanzlerin Merkel gibt. Macron und Kurz werden längst ihre Verbündeten in der EU hinter sich versammelt haben, und ihre Front gegen Deutschland aufgebaut haben. Selbst wenn Merkel gewählt werden sollte ist ihre Position derart schwach, dass es mit Mühe für unser Land reicht aber sicher nicht mehr für die EU.

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danduin 03.11.2017, 06:36
4. EU ist kein Nationalstaat und D ist nicht allein in der EU

Die EU sollte auch ohne D gut funktionieren, denn wir sind nur ein einzelnes Land unter vielen. Sie ist eben ein Supranationales-Gebilde.
Wir sollten nicht die Probleme Spaniens/Kataloniens lösen wollen.

Die EU sollte zwar Möglichkeiten haben um Missachtung von Menschenrechten, demokratische Werte in Ihren Mitgliedsländern sanktionieren zu können. Die EU sollte auch die Möglichkeit haben in interne Angelegenheiten eines Landes Ihre Meinung mitzuteilen und nicht die Augen zu verschließen bzgl. den Anliegen Ihrer Bürger, aber Sie ist eben nicht der Nationalstaat des Bürgers.
Sie ist ein Supranationales-Gebilde die die Interessen Ihrer Mitglieder, und evtl. auch Ihrer Bürger bündelt und Ihre Werte auf denen Sie begründet wurde, dazu gehört z.Bsp. die Gewaltenteilung und Menschenrechte, zu verteidigen.

Die EU ist nunmal noch nicht ganz ausdefiniert und befindet sich noch in der Findungsphase.

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joG 03.11.2017, 06:45
5. Letztlich war das eine .....

....schaurige Darstellung für die EU. Das einzige worauf man sich einigen konnte war, dass man ein EU Heer will, das wohl weniger kosten soll als die der Nato zugesagten 2 Prozent. Ach ja. Da war auch noch gemeinsam, dass alle sagen, dass man mehr EU brauche aber mit selbstbestimmten Nationen oder Mitgliedern oder Ländern? Aber es schien den Diskutanten nicht peinlich.

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Jürg Allemann 03.11.2017, 07:51
6. Die Nationalstaaten..

...muss man nicht abschaffen, aber ihr Gewicht vermindern. Föderalismus und Subsidiarität sind die Lösung, also möglichst viel möglichst weit unten entscheiden lassen. Die kleine Schweiz macht es vor: 26 Kantone mit jeweils grosser Autonomie und eigener Gesetzgebung, sogar was die Steuern betrifft. Weiter oben regelt der Zentralstaat, was unten nicht geregelt werden kann. Hätte beispielsweise Spanien eine der Schweiz vergleichbare Verfassung, gäbe es das Katalonienproblem nicht. Je mehr weit unten entschieden wird, desto zufriedener sind die Bürger. Auch wenn dieses System vordergründig gelegentlich ungerecht erscheinen mag. Auf Gesamteuropa hochgerechnet bedeutet das: in Brüssel nur das entscheiden, was regional/national nicht entschieden werden kann. Die berühmte Krümmung der Bananen gehört sicher nicht dazu, eine EU-Verteidigungsarmee vielleicht schon eher.

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jujo 03.11.2017, 08:02
7. ...

Werden die Nationalstaaten abgeschafft oder in ihrer Identität "kastriert" wird der Nationalismus gefördert.
Die Kern EU, die ex EWG Länder, hat damit sicherlich kein Problem, viele spätere Mitglieder aber schon, vor allem die ehemaligen Länder unter der Fuchtel der SU. Gerade der Bevormundung entkommen sollen sie sich wieder, aus deren Sicht, ein- aber vor allem unterordnen. Das kann nicht funktionieren. Diese viel zu frühe Aufnahme ist ein historischer Fehler, der noch viel Ärger bringen wird.
Ich persönlich nehme für mich in Anspruch in Freiheit liberal, europäisch denkend sozialisiert worden zu sein, ich genieße und lebe die Niederlassungsfreiheit in Schweden als Europäer mit deutschem Pass. Ich bin nicht ausgewandert, ich bin nach Schweden umgezogen, es hätte auch Bayern, Thüringen oder Ungarn sein können.

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thomas_gr 03.11.2017, 08:32
8.

Merken diese Politiker noch etwas? Die nationalen Politiker und die aus dem EU Politbüro haben Europa gespalten und zerstört. Diese EU der Konzerne kann man nicht gebrauchen, nur eine EU der Völker in der das Allgemeinwohl auf Prio 1 ist

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dr.b70 03.11.2017, 08:32
9. Die EU funktioniert nunmal nicht....

weil das wirtschaftliche Niveau einiger Staaten und die Mentalitäten zu unterschiedlich sind und diese trotzdem aufgenommen wurden.
Das wird auf Dauer auch nicht anders werden.
Und weil es so nicht funktioniert, wird als Lösung noch mehr Zwangs-EU angeboten, bis zur völligen Selbst- und Kompetenzaufgabe.
Sowas will man nicht. Europa ist nicht die vereinigten Staaten und will das auch nicht.

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