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Euro-Debatte bei Jauch: Traurige Wahrheiten zur Euro-Rettung
DPA

Es war eine Talkrunde mit Erkenntniswert. Günther Jauch und seine Gäste debattierten über die Euro-Rettung. Da zeigte es sich, dass viele Akteure angesichts der hochkomplizierten Materie selbst nicht mehr wissen, was genau sie eigentlich machen. Wie will die Politik es dann den Bürger erklären?

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MiniDragon 10.09.2012, 09:44
90. Carpe Diem

Zitat von Olaf
Wie sollten sie es auch erklären? Der Euro ist eines dieser politischen Projekte, die letztlich aus dem Bauch heraus entschieden wurden und nicht durch die Vernunft. Man kann aber im nachhinein schlecht zugeben, dass man gar nicht richtig überblickt hat, was man da beschlossen hat. Das hat die Eurokrise übrigens mit der Energiewende ....
Gut erkannt!
Zu ergänzen wäre m.E. noch dass, man im Süden mehr als im Norden nach dem Motto : Carpe diem lebt.
In Deutschland gilt das nur für`s Wochenende; im sonnigen Süden wahrscheinlich die ganze Woche über. :-)

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Marenga 10.09.2012, 09:46
91. Herr Jörges, Henri Nannen würde sich im Grabe umdrehen...

Herr Jörges mit seinen unqualifizierten Einreden, seinen Attacken gegen Markus Söder und seinem Beharren darauf, dass die Rechte des Bundestages bestehen blieben, hat sich offensichtlich am wenigsten mit der Materie beschäftigt. Es kann ja nicht schaden , sich 3 Minuten Zeit zu nehmen, und das auf Youtube zum Thema eingestellte Video anzuschauen.
http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

Die Entscheider im ESM sind NIEMANDEM gegenüber verantwortlich. Und selbst wenn dort unser Finanzminister sitzt, so stimmt er nicht als solcher ab, sondern eben als ESM-Mitglied. Und als solcher dürfte er sich auch einen Dreck um die Beschlüsse des Bundestages scheren.

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dhanz 10.09.2012, 09:47
92.

Zitat von awbferdi
seines Zeichens Stern-Journalist, hat sich nach meinem Eindruck sachlich, kenntnis- und faktenreich in die nicht immer leichte Diskussion eingemischt.
Nö, hat er nicht.
Er hat lediglich immer wieder die HedgeFonds-Platte aufgelegt, nach der die Hedge-Fonds mit 'Wetten' gegen den Euro 'Geld' verdienen möchten und man das mit den Istrumenten 'ESM' und 'Anleihenkauf durch die EZB' unbedingt verhindern muß.
Warum der EURO durch die HedgeFonds überhaupt angreifbar ist, hat er geflissentlich übergangen.

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nickellodeon 10.09.2012, 09:49
93. ich

Zitat von spiekr
Issing hat Recht: Die EU wollte das Deutsche Konzept (EZB = große Bundesbank), weil es den Deutschen Wohlstand ermöglichte, jedoch wollten die südländischen Menschen sich selbt nicht ändern. Die kannten doch die Deutsche Mentalität, die wirtschaftlich vernünftiger ist aber denen zu mühselig, doof oder nicht lustig genug.
darf mal daran erinnern, das Deutschland als erstes die Mastricht Kriterien gerissen hat. Auch wenn es der Deutschen Einheit und ihrer bekloppten Finanzierung geschuldet war.

Der Euro ist tod, die Länder operieren noch am offenen, nicht mehr schlagenden Herzen. Wer daraus aber eine EU Krise macht sind Politiker, die undemokratisch regieren und die unausweichlichen Wahrheiten der Sozialkrise in Europa nicht anpacken. Europa muß halt mehr sein als nur freier Warenverkehr und eine gemeinsame Währung. Will man Menschen Eurpaweit beschäftigen, braucht es halt auch einigermaßen angeglichene Rechtsordnungen und Soziale Normen und Kulturen. Als das ist unterblieben, warum auch immer.
Ein desilusionierter Bundesbürger,

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hutten 10.09.2012, 09:49
94. Wahlrechtsänderung

Zitat von sysop
Es war eine Talkrunde mit Erkenntniswert. Günther Jauch und seine Gäste debattierten über die Euro-Rettung. Da zeigte es sich, dass viele Akteure angesichts der hochkomplizierten Materie selbst nicht mehr wissen, was genau sie eigentlich machen. Wie will die Politik es dann den Bürger erklären?
Diese Talkshow und die Befragung der Politiker schreit geradezu nach einer Änderung des Wahlrechts. Schluss mit den Listen auf denen in den Hinterzimmern der Parteien die Mandate vergeben werden und zweitrangige und drittrangige Männer und Frauen auf den ausgekungelt werden. Wir brauchen dringender denn je das Mehrheitswahlrecht wo nur der Kandidat in das Parlament einziehen kann der in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen in der Direktwahl zum Bundestag erhält. Eine so blamable Befragung von Bundestagsabgeordneten habe ich selten erlebt. Selbst ein Egon Geis stammelt nur herum!

Schlimm aber auch der Dauernervgast vom Stern. Seit wann wird in politischen Auseinandersetzungen Rücksicht auf den Glauben des Diskutanten bei Jauch genommen? Wenn politisches Handeln allein nach den hehren Grundsätzen der Parteinamen erfolgen sollte, hätten Grüne, CDU/CSU und vor allem die SPD kein Führungspersonal mehr:
Hartz IV/Jugoslawienkrieg/AfG-Einsatz usw.
Letztendlich hat Sores recht. Die Kernfrage ist doch ob Deutschland mit seinem gesamten Vermögen für die Staatsschulden der Mittelmeerländer und Portugal haften soll. Wollen die Deutschen das nicht, müssen SIE aus dem Euro austreten. Und darüber hat gefälligst das Volk zu entscheiden.

Die ganzen Diskussionen, Maßnahmen und Rettungspakete reduzieren sich auf diese einzige Frage!
Und hier muss das Bundesverfassungsgericht klare Vorgaben machen!
Durchwurschteln wie bei vielen Urteilen geht nicht. Mit wachsweichen Ja –aber- Urteilen ist der Politik nicht gedient.
Wenn man den Aussagen von Issing, der die meiste Ahnung haben müsste von der Materie Glauben schenkt, muss das Bundesverfassungsgericht die Zustimmung zum Rettungsschirm mit einer Volksabstimmung darüber verbinden, sonst hat es als Hüter der Verfassung (des Grundgesetzes) ausgedient.
Farbe bekennen meine Herrn in Karlsruhe!

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kael 10.09.2012, 09:54
95. Informativ

Seit langem endlich mal eine Talk-Show mit einem gewissen Informationswert. Jauch wirkte souverän. Die Gäste waren gut positioniert.

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kein Ideologe 10.09.2012, 09:54
96. 435345345

Zitat von spon-facebook-10000051328
.......................................... Es ist schon hilfreich die Aussagen der letzten Jahre einmal Revue passieren zu lassen: "Das Kapital hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die Arbeiter, die sich stückweise verkaufen müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichmäßig allen Wechselfällen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt."
1. der Satz ist beileibe nicht aus den letzten Jahren. es stammt von 1848 M/E komm. Manifest. Und in den letzen 50 Jahren hatten wir erhebliche Bewegungen, die dem widersprachen.

2. Bei Marx heisst es nicht "das Kapital" sondern, "Sie", was sich auf die Bourgeoisie als Klasse (auch mal den Satz davor lesen) bezieht. Das ist in innerhalb des marxistischen Denkgebäudes auch logisch. Die Bourgeoisie ist dort eben eine der "dialektisch" aufeinander einwirkenden Gruppen, das Kapital ist hingegen nur die Anhäufung wirschaftlicher Potenz, somit ohne eigenen Willen. Das "Kapital" als etwas aktiv handelndes finden Sie gelegentlich bei Marx, aber nur als plakative Aussage. Im Tenor vermeidet er "das Kapital" als etwas aktiv Handelndes darzustellen. Dazu stehen in dem Denkmodell die wechselwirkenden Gruppen von Menschen viel zu sehr im Vordergrund.

Ich bedaure ja auch immer all´die Götter, wegen ihres hysterischen Bodenpersonals. Marx geht es da leider nicht besser.

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sfb 10.09.2012, 09:56
97. naiv und zynisch

Zitat von sysop
...Da zeigte es sich, dass viele Akteure angesichts der hochkomplizierten Materie selbst nicht mehr wissen, was genau sie eigentlich machen. Wie will die Politik es dann den Bürger erklären?
Erklären? Wie will man einer Geisel erklären, dass sie jetzt leider erschossen werden muss?
Und kompliziert ist es auch nicht. Es geht darum, aus den Geberländern möglichst viel Geld zu zu ziehen. Da die Entwicklung im Grunde vorhersehbar war (und einem jetzt noch dreist ins Gesicht gelogen wird!), sollte man endlich die Konsequenzen ziehen.

Aus einem Interview mit Karl Heinz Bohrer:
"Dass man noch niemals ... auf die Idee gekommen ist: Wie soll denn das genau aussehen, wie können denn Länder wie Deutschland und Frankreich, geschweige denn Spanien und Italien mit so unterschiedlichen politischen Mentalitäten, wie kann man da einen Europa-Entwurf machen. Das ist nur möglich auf deutscher Seite, weil man zu naiv dafür war, und auf französischer Seite, weil man zynisch war."

Ist Europa nur eine "schwärmerische Phantasie"?

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kado1 10.09.2012, 09:57
98. Diese und eine Target-2- Blase die platzen wird

Zitat von mischpot
wieso wird das nicht ausgesprochen?
Das Problem ist, viele haben kein Geld, um unsere begehrten Produkte zu kaufen, auf Pump bekamen sie inzwischen 800 Mrd, die viele Pleiteländer nie mit erarbeiteten Waren begleichen werden.

Man zwingt mit dem Euro dem kleinen d. Steuerzahler die Haftung auf, das die anderen das einmal ausgleichen, im Endeffekt bezahlen der kleine d. Steuerzahler, was wir in der Euro-EU verkaufen und dann schwätzen noch total Verblödete etwas vom so grossen Nutzen für D.
Den gewaltigen Mutzen haben ca. 10%, die anderen zahlen, füllen die Taschen weiter der Mill und Milliardäre. Es ist eine weitere Subvention.

Schon die EU verteilt nur nicht vorhandenes Steuergeld ( neue Schulden), es ist Bankensozialismus und Konzern-, für die den Wohlstand erarbeiten fällt wenig ab nach Inflationsabzug und höheren Steuern, mit den eingerechneten Schulden ist es ein gewaltiger Verlust, garantiert für Rentner, Niedrigverdiener, Leiharbeiter, Arbeitslose u.ä.

Man redet doch von der Globalisierung, diesen Wettbewerb müssen wir uns stellen, den wir zwar gegen China,... verlieren, weil unsere Löhne zu sehr steigen und einige, z.B. Ärzte, Ackermänner,... unverschämt werden.

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sfb 10.09.2012, 10:00
99. Wahlrechtsänderung!

Zitat von hutten
Diese Talkshow und die Befragung der Politiker schreit geradezu nach einer Änderung des Wahlrechts. Schluss mit den Listen auf denen in den Hinterzimmern der Parteien die Mandate vergeben werden und .....
Weiterhin Volksbefragungen bei allen wichtigen Themen. Und auch was wichtig ist, bestimmt das Volk.
Außerdem: Weitgehende Abschaffung des Föderalismus, oder weitgehende Unabhängigkeit der Länder, ohne Finanztransfers!

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