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Euro-Debatte bei Jauch: Traurige Wahrheiten zur Euro-Rettung
DPA

Es war eine Talkrunde mit Erkenntniswert. Günther Jauch und seine Gäste debattierten über die Euro-Rettung. Da zeigte es sich, dass viele Akteure angesichts der hochkomplizierten Materie selbst nicht mehr wissen, was genau sie eigentlich machen. Wie will die Politik es dann den Bürger erklären?

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hh_abend 10.09.2012, 07:41
10. Endlcih mal!

Endlich mal wurde über ESM diskutiert und die traurige Wahhreit offenbarte sich. Eine kritische Diskussion des ESM habe ich in den letzten Monaten immer vermisst. Ich möchte als demokratischer Bürger über so etwas abstimmen können.

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kaisernero 10.09.2012, 07:44
11. Ja was is denn da sooo schwer?!

Also ganz langsam:
1. Das Deutsche Volk hat in 50 Jahrenviel Geld angespart
2. Andere Völker Europas haben viele Schulden bei Banken gemacht
3. Das Vermögen des Deutschen Volkes wird benötigt um diese Schulden zu bezahlen
4. Um das Deutsche Volk zu verwirren, werden von der korrupten deutschen Regierung verworrene Wege ersonnen um das Geld fließen zu lassen: z.B. über "unabhängige" Banken wie EZB
5. Um diesen Vorgang für ewig festzuschreiben, verzichtet eine korrupte deutsche Regierung auf alle diesbezüglichen Rechte in Ewigkeit. Amen.

Merks Deutschland!
2.

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RalfWagner 10.09.2012, 07:45
12. Wo waren die Eurokritiker?

Die große Mehrheit in diesem Land fühlt sich entmündigt, ausgeraubt und hofft auf ein Ende des Rettungswahns und vielleicht auch auf ein Ende des Euro.
Nicht einen einzigen Vertreter dieser Gruppe hatte Jauch eingeladen. Oder durfte er das nicht? Ofern wir nun auch noch die Meinungsfreiheit?

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josefsson 10.09.2012, 07:46
13. Euro Rettung? In Wahrheit müssen

sich doch die europäischen Problemländer endlich selbst retten, notwendige Reformen anpacken und einen Neuanfang starten.

Was sie von D erwarten ist wie ein zugeworfener Rettungsring auf hoher See, tatsächlich müssen sie jedoch an Land schwimmen - endlich.

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Freizeit 10.09.2012, 07:47
14.

Zitat von sysop
Es war eine Talkrunde mit Erkenntniswert. Günther Jauch und seine Gäste debattierten über die Euro-Rettung. Da zeigte es sich, dass viele Akteure angesichts der hochkomplizierten Materie selbst nicht mehr wissen, was genau sie eigentlich machen. Wie will die Politik es dann den Bürger erklären?
Hallo Herr Zschaler, ich weiss nicht welche Sendung Sie gesehen haben, die Ihnen so viel Erkenntnisgewinn gebracht hat.
Mein Erkenntnisgewinn: In der Runde wurden die Sätze, die wir alle schon bis zum Erbrechen gehört haben, von den überwiegend gleichen leuten heruntergebetet.
Höchstens die Reihenfolge kann eine andere gewesen sein.

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coyote38 10.09.2012, 07:48
15. Herzlichen Glückwunsch ...

zu dieser Erkenntnis.
Es stellt sich nur die Frage, warum diese - in allen Internetforen seit anderthalb Jahren rauf- und runter dieskutierten - Fakten erst JETZT in der deutschen Medienlandschaft angekommen sind.
Bisher - und da macht SPOM leider kaum eine Ausnahme - sind Fernsehen und Printmedien trotz wiederholter Aufforderung durch Leser und Zuschauer meistens wie die Lemminge hinter dem Merkel'schen Mantra von "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" hinterhergelaufen.
Ich warte bis heute auf eine saubere Bestandsaufnahme des SPIEGELS, die den Menschen klipp und klar vor Augen führt, WAS die Einführung des ESM eigentlich für Deutschland und den deutschen Steuerzahler bedeutet ...
Vermutlich wird das journalistische Gejaule erst losbrechen, NACHDEM Karlsruhe am Mittwoch sein Urteil gesprochen hat. DANN haben's natürlich wieder alle schon VORHER gewusst.
Mir scheint in der Sache ESM eher die Devise vorzuherrschen: "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage ...?"
Normalerweise müsste unsere Politik - Regierung und Opposition - seit anderthalb Jahren von den Medien nur noch durch die Manege "geprügelt" werden ...

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jujo 10.09.2012, 07:52
16. .....

Zitat von sysop
Es war eine Talkrunde mit Erkenntniswert. Günther Jauch und seine Gäste debattierten über die Euro-Rettung. Da zeigte es sich, dass viele Akteure angesichts der hochkomplizierten Materie selbst nicht mehr wissen, was genau sie eigentlich machen. Wie will die Politik es dann den Bürger erklären?
Mein Eindruck der letzten Jahre ist der, das niemand den Königswg kennt, den Verursachern ist es egal solange die Zockergelder auf ihren Konten landen.
Die Superschlauen sagen so muss man es machen, die Ereignisse wiederlegen sie, die Vorsichtigen die den Konjunktiv benutzen sind auch nicht hilfreich.
Was bleibt dem "normalen" Menschen? Ich denke ich werde die Hälfte unserer Rücklagen im Euro belassen, die andere Hälfte auf mein Anlagekonto in Schweden verbringen wo ich lebe.
Ob das klug ist? kann ich nicht sagen, aber wer kann das?

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Federal-States-Of-Europe 10.09.2012, 07:56
17. Demokratiedefizit

Eine laue Runde, bei der sich letztlich jedoch bewies, wie sehr der deutsche Staat schon unter einem massiven Demokratiedefizit zu leiden scheint.

Dem Bürger wird in der Tat durch die verantwortlichen der Politik nichts mehr erklärt. Wenn allerdings die Verantwortlichen nicht mehr zu einer Erklärung in der Lage sein sollten, umso schlimmer, so haben diese einen falschen Posten inne.

Bei einer funktionierenden Demokratie hat der Bürger selbst abzustimmen. Wofür aber soll er abstimmen, wenn die Inhalte von ihm nicht verstanden werden können? Erklärende Sätze wie "Wenn der Euro stirbt, dann stirbt Europa" oder ähnlich, gleichen einer inhaltslosen Autoritätspauschalierung, wie man sie in den Schulen der ersten bis vierten Grundschulklasse angewendet hatte. Ein zeichen mehr dafür, dass dem Bürger keinerlei Intelligenz zugemessen wird. Wegen des immer noch ausstehenden Bildungsstaats Deutschland kann dies allerdings von Fall zu Fall eine Tatsache sein.

Die recht fragwürdigen Ansichten der CSU, präsentiert durch Markus Söder, mussten zwangsläufig auf weitgehehende Kritik stoßen. Dass man nun aber einen IKEA-Katalog hervorkramen muss, um das sich darin befindliche Kronleuchter-Angebot mit Namen "Söder" mit einem "Armleuchter" zu vergleichen, war weder sonderlich kreativ noch gesellschaftfähig. Während Franz-Josef Strauß die Talkrunde umgehend verlassen hätte, ließ Söder in aller Ruhe weiter auf sich einprügeln. So etwas fällt auf...

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santaponsa 10.09.2012, 07:57
18. De Einführung des Euro ...

... OHNE knallharte, automatische Sanktionen (z.B. Stop von EU Zuwendungen) bei Vertragsbrüchen war ein unverzeihlicher Fehler. Der Chef der Euro-Gruppe, der Luxemburger Juncker hat jahrelang nicht nur hin und wieder "gelogen", sondern auch dumm-selig geschlafen.
Das "Ding" Euro scheint "alternativlos" gescheitert zu sein!

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wekru 10.09.2012, 08:03
19. Theoriedefizite

Man kann ein von Menschen geschaffenes Konstrukt wie das des Geldes nur verstehen, wenn man das versteht, was seine Konstrukteure an theoretischen Überlegungen dazu im Kopf hatten. Also lautet die erste Frage: auf wessen Gedanken geht diese Konstruktion zurück? Der Euro war im Grunde ein Abbild der D-Mark. Gedacht hat da keiner viel, sondern es wurden einfach die bewährten Regeln der Deutschen Bundesbank übernommen. Und schaut man bei der Bundesbank hin, muss man sagen, dass deren Konstruktion Gedanken aus der Gründungszeit der Bundesrepublik beruhten, genauer: auf den damaligen Bundeswirtschaftsminster Ludwig Erhard. Rein Zufällig hatte der nämlich über Geldtheorie seine Doktorarbeit geschrieben. Und nun kommt das Problem: niemand in Europa kennt das theoretische Fundament, auf dem alles beruht. Und so weiss auch niemand, was er tut oder zu tun wäre. Die Experten kennen nur die Konstruktion, aber nicht das Warum der Konstruktion.

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