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Eurodebatte: Politik auf "Gala"-Niveau
DPA

Je komplizierter die Fakten, desto attraktiver die Fiktionen: Die Berichterstattung über "die Deutschen" und "die Griechen" gleicht einer Tortenschlacht. Wo es früher noch um Ursachen ging, geht es heute nur um Wirkung.

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Leser161 20.03.2015, 16:09
1. Daumen hoch

Dieser Kolumne ist nichts hinzuzufügen. Bitte mehr Argumente statt einfacher Schemata und Emotionalisierungen.

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miliasi 20.03.2015, 16:19
2.

Ich würde mich, als Grieche, so sehr über eine Medienlandschaft freuen, in der man ohne Vorurteile ganz normal diskutieren kann. Schade, dass es das weder in Deutschland noch in Griechenland gibt. Nennt uns Griechen doch weiterhin Faulpelze, am Ende werden doch eh die selben verlieren, nähmlich alle.

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davincione 20.03.2015, 16:33
3. Mit der Macht des Geldes

"Es ist eine politisch-mediale Verfallsgeschichte, Ergebnis von jahrelanger, jahrzehntelanger Entpolitisierung, die ein Vakuum der Gedanken geschaffen hat, eine galoppierende Prinzipienlosigkeit, einen wurschtigen Relativismus."
Es ist erschreckend, festzustellen, dass sowohl viele "Leute" als auch vor allem die Medien mal auf einem ganz anderen Niveau waren - was daraus geworden ist, und dass es immer noch schlimmer zu werden droht. Der Anspruch ist ins Bodenlose verkommen, aber gewachsen sind die Manipulation und der Wille dazu.
Jede(r) aus dem Volk müsste sich fragen, wie billig es mit ihm zu machen ist.
Wie kann eine BILD solche Erfolge erzielen - aber warum nähern sich frühere wackere Alternativen ihr immer mehr an?
Wohl, weil man es machen KANN. Also machen es die, die keinen anderen Anspruch haben, als genau das zu tun: weil es in ihrem Interesse liegt. Sie sind die Schlauen und Erfolgreichen.
Dumm sind die, die sich deren Interessen als die eigenen verkaufen lassen.
Brand wollte die Bürger ein Volk der guten Nachbarn sein lassen. Heute schwingt sich der hässliche Deutsche wieder auf und ÜBER andere. Er hetzt ganz offen gegen nur noch geopolitische Nachbarn. Die mit dem Geld erpressen die mit zu wenig Geld. Hilfe gegen humanitäre Notlagen verkommen ihm ganz offen zu linken Unverschämtheiten, die es zu bekämpfen gilt: mit der Macht des Geldes.

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Monty76 20.03.2015, 16:34
4. Teilweise

stimme ich Ihnen zu. Die Berichterstattung befindet sich gerade in Bezug auf das Griechenlandthema auf einem erschreckend niedrigem Niveau. Das Thema wird verkauft, wie das bei Medien halt so ist - aber die Qualität erinnert an das gute alte Fließband....und noch einmal eine RUnde zusammenwerfen, die das Thema von einer vermeintlich neuen Seite beleuchten darf. Neue Überschriften, immer dasselbe in der Verpackung.
Bezgl. der "nicht demokratisch legitimierten Troika" kann ich dieser Kritik nicht ganz folgen. Die Troika muss nicht demokratisch legitimiert sein, es geht hier um technische Fragen, nämlich das "Wie" der Rückzahlung. Wozu bedarf es hier einer solchen zusätzlichen Legitimierung? Allenfalls könnte man fragen, ob der Staat das Mandat hat, Schuldenrückzahlungen von Steuergeldern so lange zu stunden, bis faktisch eine Rückzahlung nicht mehr in Aussicht steht. Dass er dagegen aufpassen lässt, dass sein (fast?) insolventer Schuldner seine Schulden auch begleichen kann, scheint mir zwar politisch diskutabel zu sein, aber keine Frage von fehlender Rechtsstaatlichkeit.

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dieter-ploetze 20.03.2015, 16:35
5. harte zeiten fuer die wahrheit

die troika ist durch gewaehlte institutionen eingesetzt,
also legitimiert.genau wie die polizei durch gewaehlte
instutionen eingesetzt ist.spricht man da sonst von
nicht legitimer polizei?

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semaphil 20.03.2015, 16:37
6. mediales Kratzen ohne Tiefgang

Zitat Diez:
"Was ein wenig unfair ist, denn Peter Zwegat vom Privatfernsehen könnte zum Beispiel immerhin erklären, warum es unsinnig ist, immer neue Kredite in das tiefe Loch zu schaufeln, das die griechischen Schulden sind: Das macht nur dann Sinn, wenn man will, dass die Banken weiter dick an den Zinsen dieser Schulden profitieren."
Zitat Ende

Ein bißchen mehr Hintergrund würde Zustimmung retten. Die griechische Regierung behauptet, sie wolle keine neuen Kredite, weil diese kontraproduktiv seien und die Situation verschärfen würden. Soll man ihr glauben?
Sicher nicht, denn in der Zwischenzeit hat sie still und heimlich über ihre Zentralbank ca. 70 Mrd. Euro an neuen Krediten ( ELA ) aufgenommen, die ihr die EZB schon lange nicht mehr gewähren dürfte. Wieso spielen diese Tatsachen keine Rolle in der Diskussion? Sie passen nicht ins Bild, das man sich eben so, wie man es braucht, zurechtklopft.

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Hank Hill 20.03.2015, 16:41
7. Journalismus

auf Gala Niveau ist auch jeden Tag hier zu sehen. SPON pickt jeden Furz auf, dreht ihn durch den Wolf und läßt die Leser fleissig klicken. Stündliche Meldungen über die Befindlichkeit von Varoufakis oder seine Klamotten. Griechenland hat anscheinend Pegida als Hauptaufreger ersetzt.

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erik93_de 20.03.2015, 16:49
8. So sieht sie aus,

...die Herrschaft des Boulevariats. Aus der Sicht der Herrschaftseliten ist das ein wünschenswerter Zustand.

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quidquidagis1 20.03.2015, 16:50
9. Richtig..

Zitat von dieter-ploetze
die troika ist durch gewaehlte institutionen eingesetzt, also legitimiert.genau wie die polizei durch gewaehlte instutionen ......
...die Troika ist eine legitimierte Institution.Aber ist auch deren Handeln legitimiert?Darf sie z.b Gesetze für ein Land vorgeben,dem eine demokratisch gewählte Regierung vorsteht?NEIN!

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