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Europa-Talk bei Illner: Präsident und Überkanzler
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Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.

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giovanniconte 28.09.2012, 07:42
10. Trotz der netten Diskussionen...

Zitat von sysop
Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.
...und verschiedener Standpunkte, bleibe ich der Meinung, daß ein Politiker nicht ein ewiges Recht der unangefochtenen Meinungsäußerung hat. Manchmal ist Schweigen besser, vor allem wenn sich langsam der dauerhafte Eindruck einstellt, das da oben nicht mehr alles so durch und rund läuft, also bei Herrn Altkanzler.

Meine Hochachtung vor ihm, das beste was je in Deutschland in dieser Position war, jedoch ist auch für ihn Schweigen manchmal Gold, mittlerweile.

Kohl hat es da einfacher. Er hält mittlerweile den Mund und überläßt anderen das Reden.

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lordofaiur 28.09.2012, 07:43
11. Schmidt

Zitat von sysop
Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.
Ich weiß nicht wieso Schmidt so oft auf die 6 Millionen Opfer des Holocaust hingewiesen hat? Weder ich, meine Eltern noch meine Kinder können etwas dafür. Ich sehe nicht ein für etwas Buße zu tun, was ich nicht zu verantworten habe.

Meine Großeltern haben selbst viel Leid in der Nazizeit erfahren, sei es durch gefallene Familienangehörige und Hungersnot. Die haben dem Rest von Europa nicht erklärt, soweit ich weiß war das ein Österreicher und der hat sich seiner Verantwortung durch Suizid entzogen.

Von dem her eine Bitte an Schmidt. Lassen sie die Nazis endlich in ihren Gräbern ruhen. Keiner vermisst die Zeit und keiner möchte sie wiederhaben. Es ist daher unverschämt Merkel mit Nazibinden abzubilden und Nein sie kann selbst nicht dafür, schuld haben die, die sowas machen.

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jetzt:hördochauf 28.09.2012, 07:51
12. ratlos..

Zitat von sysop
Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.
Mich haben die beiden alten Männer etwas ratlos gemacht - ich spüre da nicht den Atem der Geschichte oder des Volkes Gewissen ob einer alten Schuld - ich sehe da ganz profane neue Schulden.
Schulden die sich die Regierungen Europas leichtfertig in die Bücher schreiben ließen.
Wenn denn alles von solch historischer Größe wäre und eine Frage von Krieg Frieden - wo ist denn das Konzept von einem demokratischen Staat Europa?

Nein - der ist nichtmal ansatzweise auszumachen - und das ist nicht die Schuld der Völker (die man in Europadingn besser eh nicht fragt) - das stand in diesem Jahrhundert nicht auf der Agenda - wohl aber ein Europa der Märkte, die einen möglichst liquieden Bürgen sucht.

Die USA gehören übriges nicht zu Europa - haben nichteinmal den Euro - sind von den Finazaktören aber genauso ausgelaugt und heruntergewirtschaftet.

Wer das nationale immer so in den Vordergrund rückt, weckt im Zweifel erst die schädlichen Tendenzen, die im Nachbarn den Feind ausmachen wollen, Der sitzt hingegen ganz woanders.

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spon-facebook-10000009156 28.09.2012, 07:56
13. oberflächlich, nicht tiefgreifend genug

Ich fand das Gespräch von Helmut Schmidt und Herrn Gauck sehr oberflächlich, nicht tiefgreifend genug. Es sind geschulte Redner, eben halt Politiker. Politiker meiden Zusammenhänge, warum und wieso alles so ist wie es ist. Für alles gibt es eine Ursache, von nichts kommt nichts. Ich bin ja auch für ein vereintes Europa ohne Grenzen, auch ohne Grenzen in unseren Köpfen. Doch wir sollten uns immer darüber bewusst sein, alles ist mit allem verbunden und vereint, die ganze Menschheit und die Welt. Wie auch im Internet, was Herr Schmidt nicht gut fand.
Doch nur so funktioniert eine globale Verständigung, nur so kann man die Länder Europas und die Länder der Welt mit einbeziehen um etwas zu ändern. Was wir benötigen ist ein neues Bewusstsein und anderes Verständnis für alles. Ohne dieses Verständnis wird es nicht mehr funktionieren, wir agieren nur an der Oberfläche der Probleme, nicht aber tiefgreifend an der Ursache.

Wenn schon Selbstverantwortung, dann Selbstverantwortung für alle. Man sucht gerne die Fehler ganz woanders, nur nicht bei sich selbst. Da sollte sich jedes Land und jeder Mensch selbst einmal prüfen. Wo keine Ordnung herrscht, herrscht das Chaos, so auch in Europa und auch in der Welt.

Dringend erforderlich wäre eine längst überfällige Aufklärung in einer Zeit offener Fragen, unbewältigter Konflikte und zunehmender Ängste! Wer Angst vor „irgendetwas“ hat, ist nicht in der Lage kreativ und motiviert zu Denken und zu handeln, geschweige denn, gegen massive Widerstände, grundlegend Neues durchzusetzen. Kreativ wache Menschen scheinen zu einer anderen Gattung zu gehören oder vielleicht zu einer höheren Evolutionsstufe. Sie sehen nicht nur das Bestehende, sondern auch das, was sein könnte. Und eben das sind die Hauptmerkmale, die Menschen voneinander unterscheiden.

Der Weltfriede ist eine individuelle, eine persönliche Angelegenheit. Es ist keine Veränderung der Umstände nötig, sondern eine Veränderung des Bewusstseins. Diese angestrebte Bewusstseinsveränderung kann nicht mit ein paar Gesetzen oder staatlichen Maßnahmen erzwungen werden. Diese Veränderung muss vielmehr von innen heraus kommen. Oder anders ausgedrückt: "Die Herzen müssen verwandelt werden." Erst wenn wir erkennen, dass alles mit allem verbunden und vereint ist, werden wir aufhören anderen Menschen Leid zuzufügen, denn mein Gegenüber ist auch ein Teil von mir. Was ich zerstöre wird mich zerstören. Ursache und Wirkung.

"Ein Mensch ist ein räumlich und zeitlich beschränktes Stück des Ganzen, was wir "Universum" nennen. Er erlebt sich und sein Fühlen als abgegrenzt gegenüber dem Rest, eine optische Täuschung seines Bewusstseins. Das Streben nach Befreiung von dieser Fesselung ist der einzige Gegenstand wirklicher Religion. Nicht das Nähren der Illusion, sondern nur ihre Überwindung gibt uns das erreichbare Maß inneren Friedens." (1950) Albert Einstein

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cp³ 28.09.2012, 07:56
14. 1²³

Zitat von sysop
Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.
Der Glaube versetzt Berge, er bezahlt aber keine Rechnungen. Und schon gar nicht die einer Transferunion, die es ja eigentlich laut Vertrag gar nicht geben dürfte. Europa ist gespaltener durch den Euro als je zuvor. Daran ändern Sonntagsreden alter Männer, die eigener Ideologie Vorrang vor der Realität geben, auch nichts.

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anderton 28.09.2012, 08:02
15. ...

Zitat von sysop
Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.
Für Leute, die den ganzen Tag nur winken (Gauck) und rumsülzen (Schmidt) und sich um ihr Einkommen keine Sorgen machen müssen, für die ist Europa bestimmt ganz toll. Aber für Menschen, die in Zeiten von Minijobs, zeitlich befristeten Tätigkeiten und Lohndumping ihr tägliches Auskommen finanzieren müssen, für die sieht das anders aus. Aber die werden ja bei solchen Sendungen auch nicht eingeladen.

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okokberlin 28.09.2012, 08:09
16.

man weiß nicht wer peinlicher ist, kohl oder schmidt.

beide völlig dem euro.wahn anheim gefallen.

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albrechtstorz 28.09.2012, 08:12
17. Europa der Finanzkapitalisten

Zitat von sysop
Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.
Es gibt zweierlei Europa: Das Europa das ist und schon seit mindestens 30 Jahren war, und das politische Europa, das uns massiv aufgedrängt wird. Das "politische Europa" ist ein Projekt von vielleicht 60.000 Leuten: 20.000 Europa-Beamte, 20.000 Profiteure, hauptsächlich Akteuer im Finanzbusiness, bezahlte Berater, Lobbyisten, und 20.000 Multiplikatoren aus Öffentlichkeit und Medien.

Diese 60.000 einflußreiche Menschen reden 740 Millionen Europäern erfolgreich ein, sie bräuchten den Euro, Rettungsschirme und gemeinsame Bankenaufsicht - und Energiesparlampen.

Leute wie Gauk und Schmidt scheinen nicht zu kapieren, dass es nicht um das Was?, sondern um das Wie? geht. Das Europa, das aktuell zusammengekloppt wird ist ein Europa, das nach den Regeln des Internationalen Finanzkapitalismus spielt und hauptsächlich die Enteignung von unten nach oben befördert.
Europa: ja. Aber ein Europa für Menschen, nicht für Kapitalisten und Bürokraten.

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Social_Distortion 28.09.2012, 08:19
18.

Zitat von sysop
Europa zwischen Nachkrieg und Mauerfall: Bei Maybrit Illner diskutierten Joachim Gauck und Helmut Schmidt die Europafrage eher neben- als miteinander. So unterschiedlich ihre Perspektiven, so einig ihr Ergebnis: Europa war, ist und wird gut.
Abgehobene alte Männer ohne Bezug zum Durchschnitt der europäischen Bevölkerung diskutieren über ein europäisches Wolkenkuckucksheim.
Überflüssig.

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herr_kowalski 28.09.2012, 08:19
19. ich bin für ein Europa, in dem jeder

Zitat von spon-facebook-10000009156
Ich fand das Gespräch von Helmut Schmidt und Herrn Gauck sehr oberflächlich, nicht tiefgreifend genug. Es sind geschulte Redner, eben halt Politiker. Politiker meiden Zusammenhänge, warum und wieso alles so ist wie es ist. Für alles gibt es eine Ursache, von nichts kommt nichts. Ich bin ja auch für ein vereintes Europa ohne Grenzen, auch ohne Grenzen in unseren Köpfen. Doch wir sollten uns immer darüber bewusst sein, alles ist mit allem verbunden und vereint, die ganze Menschheit und die Welt. Wie auch im Internet, was Herr Schmidt nicht gut fand. Doch nur so funktioniert eine globale Verständigung, nur so kann man die Länder Europas und die Länder der Welt mit einbeziehen um etwas zu ändern. Was wir benötigen ist ein neues Bewusstsein und anderes Verständnis für alles. Ohne dieses Verständnis wird es nicht mehr funktionieren, wir agieren nur an der Oberfläche der Probleme, nicht aber tiefgreifend an der Ursache. Wenn schon Selbstverantwortung, dann Selbstverantwortung für alle. Man sucht gerne die Fehler ganz woanders, nur nicht bei sich selbst. Da sollte sich jedes Land und jeder Mensch selbst einmal prüfen. Wo keine Ordnung herrscht, herrscht das Chaos, so auch in Europa und auch in der Welt. "Ein Mensch ist ein räumlich und zeitlich beschränktes Stück des Ganzen, was wir "Universum" nennen. Er erlebt sich und sein Fühlen als abgegrenzt gegenüber dem Rest, eine optische Täuschung seines Bewusstseins. Das Streben nach Befreiung von dieser Fesselung ist der einzige Gegenstand wirklicher Religion. Nicht das Nähren der Illusion, sondern nur ihre Überwindung gibt uns das erreichbare Maß inneren Friedens." (1950) Albert Einstein
Einzelne verantwortlich handelt.
Wenn ich in Nachbars Garten dicke Tomaten sehe und sie mir einfach aneigne weil ich glaube er habe sowieso zu viel, dann geht das nicht gut.
Ich bin nicht bereit, kampflos hinzuznehmen, dass die Zukunft meiner Kinder und Enkel, für die ich mich ein Leben lang krummgelegt habe, von kriminellen Ignoranten veschleudert wird für politische Wolkenkuckucksheime.
"Wer Wind sät wird Sturm ernten" zeigt sich doch schon in GR und E.
Andere Länder werden folgen.
Dumme Bibelsprüche a la "Vögel säen nicht und ernten doch" erspare man mir.

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