Forum: Kultur
Europa-Talk bei Maischberger: Gefährliche Zündeleien
DPA

Talkshows werden das Zusammenwachsen von Europa nicht fördern. Sandra Maischberger zeigte, dass sie sogar schädlich sein können: Sie gab dem österreichischen Milliardär Frank Stronach ein Podium für seine hoch bedenklichen Ansichten. Da wirkte selbst Thilo Sarrazin harmlos.

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Modest 03.10.2012, 14:54
220. Euroland bleibt eine unvollendete Illusion

Euroland hat seine Illusion mit Geld bezahlt und bei vielen Politikern ist das Reden über Krise und Nichtkrise zur Entwicklungskrankheit des menschlichen Geistes geworden.
Martin Luther würde sagen: "Die Lüge ist wie ein Schneeball, je länger man ihn wälzt desto größer wird er."
Ein großer Schneeball ist ja im Vergleich zur Gegenwart das kleinere Übel.

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cosinux 03.10.2012, 15:02
221. Ich fand die Sendung richtig gut

Ich fand die Sendung richtig gut, weil hier einmal klar wurde, was die eigentlichen Fragen für Europa heute sind. Entweder wir werden ein Bundesstaat mit einer gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialregierung oder der Euro bricht auseinander und Deutschland wird dann für die 1000 Milliarden für die es haftet, auch tatsächlich zahlen müssen. Der Euro hat die Kraft, Europa zu zerbrechen oder noch mehr zu einigen. Genau so sieht es doch aus und da braucht auch keiner mehr drumrum zu reden. Die Lügen aus dem Hause Merkel und Steinbrück glaubt doch schon lange keiner mehr. Ich finde tatsächlich, die Sendung hat es auf den Punkt gebracht. Und tatsächlich alle Beteiligten, außer dem Herrn Stronach, haben wirklich eine gute Figur dabei gemacht. Deshalb bin ich ganz und gar nicht der Meinung dieses Spiegel-Online Artikels.

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psypunk 03.10.2012, 15:03
222.

Zitat von sysop
[...]
Typisch rechtsaußen: Meinungsfreiheit fordern, aber dem Journalisten seine Meinung nicht gönnen wollen - das ist sehr klein, erbärmlich und überaus durchsichtig!

Die Sendung kann man sich übrigens in der ARD Mediathek ansehen, wenn man sich ein eigenes fundiertes Bild machen möchte. Ich finde es übrigens gut, daß solche geldgeilen Populisten öffentlich auftreten dürfen und sich so der Lächerlichkeit preisgeben. :)

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mhock 03.10.2012, 15:03
223. wie wär's?

Es ist völlig normal, dass sich die Journalisten der offentlich-rechtlichen Sendeanstalten einem Milliardär an den Rockzipfel werfen. Das lenkt von ihrer Ahnungs- und Konzeptlosigkeit ab. Ach wie gern hätten sie doch einen Berlusconi.

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wolly21 03.10.2012, 15:03
224.

Zitat von Steinwald
Ich hab die Sendung gesehen und dieser Stronach hat einen ganz massiven Vollschuß, so einem Wicht darf man kein Forum bieten, denn er ist ein Zerstörer ohne jedwede kreative Kraft und hinzu ein Rattenfänger. Und daß solche Nasen wie er, denen es ums Kaputtmachen und nicht um eine anständiige konstruktive Kritik geht, daß diese Leute mit ihren vernunffreien Deppenthesen sehr leicht eine große Anhängerschaft rekrutieren können, das machen zahlreiche Posts in diesem Forum auf erschreckende Weise deutlich. Leute schämt Euch, in Eurem kleingeistiigen nationalistischen Europa wollt nicht man ihr wirklich leben. Also reißt Euch zusammen.
Also dieser "Wicht mit Vollschuß", wie Sie Herrn Stronach zu klassifizieren belieben, dieser Mann hat es immerhin aus eigener Kraft, mit eigenem Verstand (wohl auch mit Talent) vom "Tellerwäscher" zum Milliardär gebracht. Er wäre in der Lage gewesen, seinerzeit OPEL zu retten/zu kaufen. Daß es dazu nicht kam, ist der US-Regierung zuzurechnen, die damals General Motors mit zusätzlichen ausstattete.
Jedenfalls traue ich einem solchen Menschen mehr wirtschaftlichen Sachverstand zu, als z.B. einem Chatzimarkakis, der nur einen Doktortitel sich "abschreiben " konnte, der ihm dann wegen der Plagiate aberkannt wurde.

Lafontaine mag wirtschaftlichen Verstand haben, aber er hat als Politiker total versagt, als er "sein Finanzministerium" dem Kanzler Schröder vor die Füße schmiß, und sich seither weigert, irgendeine politische Verantwortung zu übernehmen, nur in seinem Schmollwinkel sitzt und über die Unfähigkeit der Politiker im allgemeinen, und ie der SPD/UNION/FDP im besonderen zu motzen und zu maulen.

Übrigens hat Chatzimarkakis etwas sehr bezeichnendes gesagt:
Er verglich das Verhalten der Deutschen und der Franzosen vor einer Roten Verkehrsampel:
Für die Deutschen bedeute sie "absolutes Stop-Gebot", für die Franzusen nur "einen Referenzpunkt", bei dem man, wenn "sichtbar keiner kommt" weiterfahren kann.
Ich kenne auch griechischen Verkehr, wo die Verkehrsampeln oft nur als Straßendekoration betrachtet werden.
Herr C. brachte den Vergleich im Zusammenhang mit den Unterschiedlichen Mentalitäten in den Europäischen Ländern, denen man Respekt zollen müsse.
Wir müssen also der Griechischen Mentalität Respekt zollen, wenn dort Korruption üblich ist, wenn Zuschüsse der EU in irgendwelchen dunklen Kanälen versickern.

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Psycho Dad 03.10.2012, 15:05
225. Ironie???

Zitat von Emil Peisker
ich wollte die Sendung nach zwei Beiträgen dieses Beispiels von Unwissen abschlaten, doch interessierten mich die Ansichten Lafontaines und der grünen Europa-Abgeordneten Franziska Brantner, die sehr sachlich und wenig aufgeregt diskutierte.
Ich gehe davon aus, dass Ihr Beitrag ironisch gemeint ist. Frau Brantner kam OHNE jegliches Sachargument und Fachkenntnis aus...als studierte Politik"wissenschaftlerin" hat sie darin zwar Übung, aber besser wird dieses substanzlose verbale Chargieren dadurch eben nicht. In der realen Welt würden solche Leute über eine Arbeit im Call Center oder an der Rezeption kaum hinauskommen (sorry vorab an die jeweiligen Berufsgruppen für den Vergleich)...aber im real existieren Wahnsinn lenken die aus Brüsssel unsere Geschicke. Unfassbar.

Lafontaine weiß wovon er redet..zieht nur manchmal die falschen Schlüsse.

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libertine^10 03.10.2012, 15:06
226. Lafontaine stimmte Stronach in vielen Punkten zu

Zitat von sysop
Talkshows werden das Zusammenwachsen von Europa nicht fördern. Sandra Maischberger zeigte, dass sie sogar schädlich sein können: Sie gab dem österreichischen Milliardär Frank Stronach ein Podium für seine hoch bedenklichen Ansichten. Da wirkte selbst Thilo Sarrazin harmlos.
Bleiben wir doch mal bei dem, was tatsächlich gesagt wurde.

Herr Stronach sagt: die Südländer haben über ihre Verhältnisse gelebt (genau das gleiche sagt Lafontaine auch)
Südländer waren stark agrarisch geprägt und passen daher nicht mit dem Norden in ein Finanzsystem.
Im Rahmen der Euroeinführung wollten und wollen wir Ihnen nun sagen, wie sie zu leben haben.
Er sagt, es macht keinen Sinn den Krisenländern ständig Geld zu geben, damit die Deutsche Exportprodukte kaufen können. Das sei kein nachhaltiges Wirtschaftssystem und führt dazu, dass es Deutschland nicht so gut geht wie von Deutschen Politikern behauptet wird.
Lafontaine stimmt zu, indem er sagt, dass es nicht den Deutschen besser geht, sondern nur der Deutschen Exportwirtschaft.
Stronach sagt, auch er wolle ein starkes Europa, aber ohne gemeinsame Währung. Er will durchaus, dass den Griechen geholfen wird, damit es nach einem Währungsaustritt nicht zu einem gesellschaftlichen Zusammenbruch kommt.
Stronach sagt, es wird den Banken geholfen, nicht der griechischen Bevölkerung. Lafontaine sagt das gleiche.

Was daran gefährliches Zündeln sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Warum jeder, der es wagt über Alternativen zum Euro nachzudenken, in die Nationalistische Ecke gestellt werden muss, sehe ich auch nicht ein. Im Gegenteil. Die Vorstellung eines Europäischen Bundesstaates nach Deutschen Wirtschaftsregeln halte ich für gefährliches Zündeln, da das den gegenwärtigen Unfrieden aller Beteiligter manifestieren wird. Jeder sollte nach seiner facon glücklich werden dürfen. Man sollte nicht versuchen, andere Länder zu ihrem Glück zu zwingen.

Genau das ist letzendlich Stronach's These, die ich vollständig unterstütze.

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antarctica 03.10.2012, 15:07
227. Sind die Medien wirklich (noch) unabhängig?

Gefährlich sind wohl eher die abgehobenen, demokratiefernen Ansichten des politischen und journalistischen Establishments, wobei man den Spiegel offensichtlich zu letztgenanntem zählen muss. Dürfen jetzt nur noch Politiker eingeladen werden, welche gebetsmühlenartig das endlose Aneinanderreihen von Rettungspaketen rechtfertigen? Dabei scheint das Geld tatsächlich ausschließlich bei den Gläubigerbanken anzukommen. Da Deutschland und die anderen Geberländer ebenfalls verschuldet sind, müssen für die Rettungspakete neue Kredite aufgenommen werden, so dass die Banken gleich doppelt profitieren. Als Gläubiger treten überdies auch China und einige reiche arabische Staaten hervor, die aus der Situation sicherlich auch Vorteile schöpfen wollen. Wo so viele handfeste finanzielle Interessen vorhanden sind, muss man sich auch Gedanken über die Finanzierungsstruktur der großen Medienkonzerne machen und deren Unabhängigkeit in Frage stellen...!

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verdummterwähler 03.10.2012, 15:08
228. El Intendante

Zitat von albertdasschaf
Mit Charme allein werden Sie bei mir nun keinen Eindruck mehr machen. Ich sehe Sie mittlerweile mehr und mehr in der Ecke derer, die aus Journalismus ein Showbusiness machen. Sehen wir Sie bald als Jurorin in einer Castingshow? Tun Sie mir das bitte nicht an! Noch habe ich einen Rest an Wertschätzung für Sie übrig.
Halllo, Professor Scharf! Da hätte doch eine Telefonat gereicht.

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schlummi1 03.10.2012, 15:12
229. hier der link

Zitat von kaltwasser
Ich habe die Sendung leider nicht gesehen. Aber der Darstellung in diesem Artikel kann man Sachlichkeit nicht unterstellen. Dieser Herr Stronach und seine offenbar antieuropäischen Ansichten werden abgewertet, ohne dass man deren Inhalt erfährt. Es gehört sich nicht andere Menschen zur Unperson zu deklarieren, nur weil ihre Ansichten offenbar nicht dem Mainstream entsprechen. In diesem Landes hatten wir bereits zwei Diktaturen. Eine dritte, und sei es nur eine Meinungsdiktatur, kann niemand wollen.
Dann schauen sie sich die doch an:

ARD | Das Erste - Menschen bei Maischberger - Euroland ist abgebrannt: Comeback der Nationen?

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