Forum: Kultur
Europäische Flüchtlingspolitik: Der Rassismus war nie fort

Es war so lange ruhig in Europa, wie die Politik Rassismus nicht instrumentalisierte. Doch wer den Kontinent zur Festung hochrüstet, darf sich nicht wundern, wenn rassistische Angriffe wieder zu einer Feierabendveranstaltung werden.

Seite 1 von 36
sumfuiesse 07.08.2015, 16:35
1. Wirtschaftsebene

Stimme hier dem Autor im Großen und Ganzen zu, allerdings vermischt er etwas: Europa existiert nicht als einheitlich denkende Menschenmasse, sondern als Wirtschaftsstandort. Es gibt im wirtschaftlichen Sinne kaum noch Deutschland, Frankreich usw., sondern Europa bzw die EU.

Ich denke, dass Flüchtlinge gerade in den Bereichen helfen können, die hier einen niedrigen)Stellenwert haben. Geht es nämlich so weiter, ist ein Maurer irgendwann teurer als ein Architekt, einfach aufgrund des Prinzips von Angebot und Nachfrage.
Wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht!

Beitrag melden
Tim_rensing 07.08.2015, 16:36
2.

Einer der besten artikel die jeh geschrieben wurden !
warum ? weil er hinter der maske der EU blickt und uns etwas zeigt, was keiner wahrhaben will, bis es wieder einmal zu spät ist.

Beitrag melden
lemmy 07.08.2015, 16:37
3. Komprimierter Unfug

Selten so viel Unfug in so wenig Text gelesen.
Wohlstand für alle, grenzenlos, im wahrsten Sinne des Wortes hat es nie gegeben Herr Diez, auch und insbesondere nicht bevor die Flüchtlingsmassen sich in Gang gesetzt haben. In welcher gesellschaftlichen europäischen Realität haben Sie gelebt in den letzten 20 Jahren ? Europa als das "Land" wo Milch und Honig fließt ? Mitnichten.
Und warum bitte ist man Rassist, wenn man gegen unbegrenzte Flüchtlingsaufnahme ist ?
Rationaler Menschenverstand ist wohl bei einigen Sozialromantikern Mangelware. Die Realität nicht nur durch die rosarote Brille zu betrachten ebenso, ganz offensichtlich. Die Länder und Regierungen der europäischen Länder haben in allererster Linie die Interessen ihrer Bevölkerung zu wahren. Das gilt im übrigen nicht nur für Europa, sondern für jedes Land. Wollen Sie Nationalstaaten gänzlich aufheben, Herr Diez ? Wie wollen Sie das umsetzen ? Der erste Schritt zur Anarchie wäre damit gemacht, ganz sicher.
Gesellschaften müssen funktionieren, sozialpolitisch, kulturell und vor allem wirtschaftlich und finanziell. Das steht außer Frage. Auf Dauer sicher nicht machbar, wenn ein Land Millionen von Migranten aus anderen Ländern und Kulturen aufnimmt. Der Kollaps ist vorprogrammiert, nicht nur logistisch.
Ein "kleines" Rechenbeispiel, Herr Diez:
Im Moment bzw. seit Jahren fehlen den öffentlichen Haushalten die Gelder für die Sanierung der Straßen, Gleise, Schulen etc. in Milliardenhöhe. Alleine für die Straßen etwa 7 Milliarden, alleine für die Schulen noch mal soviel, wären alleine dafür 14 Milliarden. Das ist in etwa die Summe, die für 2014 und 2015 nur für die Versorgung der neuen Flüchtlinge in Deutschland ausgegeben wird. Bedeutet im Klartext:
Wir lassen einen ganzen Staat lieber kollabieren, bevor wir zugeben, dass wir - bei aller Empathie - nicht das ganze Elend dieser Welt mitfinanzieren können. Und mit Verlaub gesagt: Auch nicht WOLLEN !
Multikulti war nicht gestern, das hat es so nie gegeben, funktioniert nicht und ist in vielen Bereichen eher belastend als bereichernd. Fahren Sie doch mal in die Randgebiete deutscher Städte und schauen Sie sich um in den Parallelgesellschaften innerhalb dieser Gesellschaft, nicht nur in Deutschland. Das ist die Realität und nicht die ideologisierten Ideen eines grenzenlosen Europas.
Und mit Verlaub, Herr Diez, Vernunft hat wahrlich noch niemandem geschadet.

Beitrag melden
patras 07.08.2015, 16:40
4.

Zitat von kuschl
Das gilt für alle Länder und Zeiten. Die vielgerühmte Gastfreundschaft und Willkommenskultur bekommt man auf der Welt in der Regel nur, wenn man genug Geld mitbringt. Ansonsten herrscht gegenüber Fremden meist Misstrauen. Nur in D will man das nicht wahrhaben!
Nein, da würde ich Ihnen nicht zustimmen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich die größte Gastfreundschaft und Offenheit erlebt habe, bei Menschen, die nach unseren Standards arm sind, was das Materielle betrifft, aber sehr reich in ihren gelebten Prinzipien.

Beitrag melden
meier_schulze_lehmann 07.08.2015, 16:42
5. Jeder ist sich selbst der nächste!

"Europa löst sich auf, vor unseren Augen. Möglicherweise existierte es nie."

Möglicherweise? Hat es noch nie!!! Die EU ist entstanden aus der Wirtschaftsunion. Jedes Land hat sich Vorteile für die eigene Wirtschaft erholt. Nicht mehr und nicht weniger. Jahrhunderte alte Völker mit unterschiedlichen Identitäten zu vereinigen, nicht möglich. Jeder ist sich selbst der nächste. Ob Flüchtlinge, Griechenland, Russland....

Beitrag melden
siwidi 07.08.2015, 16:42
6. Wie man in den Wald usw.

Rassismus wird stets dann aufblühen, wenn im eigenen Land die Armut wächst und Flüchtlinge sich keine Gedanken über Armut zu machen brauchen !!

Beitrag melden
ambulans 07.08.2015, 16:45
7. diesmal

geht hier doch einiges durcheinander: "europa brauchte einen 'bösen feind im osten'" (um wenigstens, als idee, vorübergehend zu funktionieren)? das greift reichlich zu kurz: da wären nämlich z.b. einige staaten, die - obwohl dabei - sich durchgängig aufführen wie agenten einer anderen seite. will heißen: ein gewisses insel-königreich, dass (wirtschaftlich!) den 1. WK nicht siegreich überstanden hat, im 2. WK das gleiche schicksal erlitt und nebenbei auch noch sein empire unwiederbringlich verlor, war nie ein treues mitglied europas - egal, ob es als EWG, EU (oder wie auch immer die nächste version lauten wird) firmiert. die inzwischen ja wieder aufgetauchten und bestätigten "echelon"-aktivitäten und das durch snowden bekannt gewordene "5 eyes"-gewese spricht hier ja wohl bände. mit solchen lässt sich partout kein staat machen, würde der dichter hier wohl sagen ...

Beitrag melden
eduard_horwath 07.08.2015, 16:47
8. immer nur Europa?? Was ist mit dem Rest der Welt

Wo ist denn die Humanität der reichen arabischen Staaten ihre muslimischen arabischen syrischen Brueder aufzunehmen?? Wo ist denn die asiatische Humanität die Bootsflüchtlinge aufzunehmen im indischen Ozean aufzunehmen? Wo ist denn die Humanität der reichen afrikanischen Ländern mit ihren Armen afrikanischen Brüdern? Es wird immer an die europäische Humanität appelliert weil die anderen Kontinente sie nicht haben wollen!!!

Beitrag melden
salsabiker 07.08.2015, 16:59
9.

Zitat von Tim_rensing
Einer der besten artikel die jeh geschrieben wurden ! warum ? weil er hinter der maske der EU blickt und uns etwas zeigt, was keiner wahrhaben will, bis es wieder einmal zu spät ist.
Dem kann ich mich nur anschließen.

Europa ist außerdem mehr als nur ein Wirtschaftsstandort, wie mancher Forist meint.

Es ist auch ein Standort von Werten und Idealen, die sich nicht nur in barer Münze rechnen lassen, aber um das zu begreifen ist auch höhere Bildung keine Garantie, sondern einfach eine gute und menschliche Erziehung in der Familie.

Beitrag melden
Seite 1 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!