Forum: Kultur
Europäische Flüchtlingspolitik: Der Rassismus war nie fort

Es war so lange ruhig in Europa, wie die Politik Rassismus nicht instrumentalisierte. Doch wer den Kontinent zur Festung hochrüstet, darf sich nicht wundern, wenn rassistische Angriffe wieder zu einer Feierabendveranstaltung werden.

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wanderer777 07.08.2015, 17:42
30. Rassismus? Blödsinn.

Rassismus ist etwas völlig anderes. Viele Menschen haben einfach nur Angst vor dem, was da auf uns zukommt. Das alleine ist schon mal legitim und sollte auch ernst genommen werden, anstatt ständig zu versuchen, diese Menschen "umzudrehen". Durch die Flüchtlingsproblematik prallen völlig verschiedene Welten, Kultursysteme und Sozialisierungen zusammen, das birgt für beide Seiten grosses Konfliktpotential. Und das muss endlich ernst genommen und professionell gelöst werden, anstatt ständig nur Hippie-Gutmenschen-Hymnen zu trällern. Schönfärberei löst keine Probleme.

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konradthe2th. 07.08.2015, 17:44
31. zu Ressourcen und zum Lebensstandard

Zitat: [Würden diese Menschen, so fragte er, ihren Wohlstand aufgeben oder einschränken, ihren Lebensstandard, der "mehr oder weniger direkt auf der Ausbeutung der farbigen Völker beruht"? Orwell war skeptisch. Er wusste: Das sind, bis heute, die rassistischen Wurzeln Europas.]

nur eine kleine, aber bedeutsame "Korrektur" zu Ihrem ansonsten gelungenen Artikel.

Sie implizieren (scheinlogisch), dass die Einstellung der Ausbeutung der rohstoffreichen Drittweltstaaten zwingend mit einem Wohlstandsrückgang Europas, bzw. der westlichen Welt verbunden sei. Dass es hier also - neo-darwinistisch formuliert - um einen "Verteilungskampf" um knappe Ressourcen ginge, den man aber höflicher- und beschwichtigenderweise nicht offen ausspricht, um sich nicht in dem Verdacht "politischer Unkorrektheiten" auszusetzen.

Ich kann mir vorstellen, dass es sehr im Sinne der hiesigen Finanzeliten ist, dass derartige "Paradigmen" eine möglichst hohe Beliebtheit und Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung genießen, da sie gut geeignet sind, von den eigentlich maßgeblichen Kausalitäten abzulenken.

Wer sich intensiv mit dem Thema der Ressoucenverteilung beschäftigt wird schnell feststellen, dass die internationalen Güter- und Rohstoffressourcen tatsächlich nicht knapp sind (wie gerne kolportiert), sondern dass sie - künstlich - knapp gehalten werden, um genau die elitäre und chauvinistische (letztlich selbstverliebte - im Kern vielleicht rassistische) Art von Politik betreiben zu können, die zu den großen weltweiten wirtschaftlichen Unterschieden erst führt!

Würden die heute weltweit verfügbaren und erzeugbaren Güter/Rohstoffe tatsächlich international "gerecht" bewirtschaftet werden, würden sie für die 10-fache! Menge der aktuellen Weltbevölkerung - und zwar auf dem Niveau des aktuellen mitteleuropäischen Lebensstandards ausreichen.

Wer daran wohl kein Intesse haben mag...?

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wallabi 07.08.2015, 17:45
32. Was

ist das eigentlich ..... Rassismus? Ist das Angst vor Überfremdung oder was?
Fakt ist: nach der Phase der Akklimatisierung stellt man auch bei den Zuwanderern Rassismus fest .... und zwar gegen die Bürger des Gastgeberlandes! Es scheint also in den Genen fast aller Menschen zu liegen! ..... die Leute aus den Elfenbeintürmen, die in der Praxis nicht damit konfrontiert werden, mal ausgenommen.

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Ministerium für Wahrheit. 07.08.2015, 17:47
33. Gleiche Erfahrung

Zitat von patras
Nein, da würde ich Ihnen nicht zustimmen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich die größte Gastfreundschaft und Offenheit erlebt habe, bei Menschen, die nach unseren Standards arm sind, was das Materielle betrifft, aber sehr reich in ihren gelebten Prinzipien.
Ich möchte ergänzen, dass dies in vielen Fällen der Grund für ihre Armut ist. Der Mensch ist in seinem ursprünglichen Naturell ein sozialer Primat, der durchaus in der Lage ist anderen Primaten Empathie entgegen zu bringen.

Leider passt dieses Verhalten nicht in unsere heutige Zeit, die den Homo egoismus hervorgebracht hat. Daran scheitert der normale Homo sapiens kolossal, was ihm auch noch als Schwäche ausgelegt wird.

Aber die Zukunft und die sich darin abzeichnende Realität, wird den Home egoismus dahin fegen, schon alleine aus dem Grund, dass die Ressourcen auf dieser Welt endlich sind.

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Ministerium für Wahrheit. 07.08.2015, 17:51
34. Ist vorhanden

Zitat von eduard_horwath
Wo ist denn die Humanität der reichen arabischen Staaten ihre muslimischen arabischen syrischen Brueder aufzunehmen?? Wo ist denn die asiatische Humanität die Bootsflüchtlinge aufzunehmen im indischen Ozean aufzunehmen? Wo ist denn die Humanität der reichen afrikanischen Ländern mit ihren Armen afrikanischen Brüdern? Es wird immer an die europäische Humanität appelliert weil die anderen Kontinente sie nicht haben wollen!!!
Die ist vorhanden, es wir nur nicht darüber berichtet. Russland hilft im Libanon, Iran schickt Versorgungsschiffe in den Jemen, solche Nachrichten werden sie niemals lesen. Eher USA spenden Weizen ....

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blowup 07.08.2015, 17:51
35. verwirrend

Folgen wir einmal den etwas wirren Gedankengängen. Natürlich ist es fraglich, dass Folter ein Flüchtlingsgrund ist, Hunger aber nicht. Und nun?

Müssen wir dann nicht noch weiter gehen und erkennen, dass es ebenfalls fraglich ist, nur die Bedrohten und Hungernden aufzunehmen, die eine lebensgefährliche und teure Flucht geschafft haben? Müssten wir die Flüchtlinge nicht in ihren Ländern "abholen"?

Ich meine das ohne Ironie oder Zynismus ganz ernst. Ich verstehe die Logik hinter den meisten Flüchtlingsdiskussionen einfach nicht.

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erich.scheuch 07.08.2015, 17:53
36. Hungerflüchtlinge....

hat es in der Geschichte immer schon gegeben. Und solange Menschen Hunger leider und hunderttausende jedes Jahr daran sterben wird es immer wieder Hungerflüchtlinge geben. Und solange wir die Menschen in Europa nichts dagegen unternehmen weil wir zu bequem und zu feige sind offen gegen die Politiker und Ihre Hintermänner (Heuschrecken) zu protestieren und aktiv mit Demos diese Leute unter Druck zu setzen, müssen wir es auch erdulden Hungerflüchtlinge (egal wie viele) aufzunehmen.

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Kermitinspon 07.08.2015, 17:55
37. Es geht nicht ums helfen.

Die Welt ist nun mal wie sie ist. Eben nicht optimal.
Besonders dann wenn man aus Ländern mit gescheiterten Gesellschaftsansatz kommt.
Bemerkswert eben einem muslimischen.

Der Satz. "Wir müssen helfen" zeugt von gradzu kindlicher Sozialromantik.

Es geht darum ob wir überhaupt noch helfen können.
Wenn unsere Gesellschaft und unser relativer Wohlstand zu kippen droht hat dieser Aspekt Vorrang. Stichwort Altersarmut.

Der Multikultispass der letzten Jahre hat rd. 1 Billion Euro an Sonderschulden gebracht.

Damit weiter zu verfahren, ja jetzt zum Sozialamt der ganzen Welt zu werden grenzt an Wahnsinn und ist unmenschlich gegen die eigenen Mitmenschen.

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Ministerium für Wahrheit. 07.08.2015, 17:55
38. Ja

Zitat von stefan.hemmer
Sehr schön. Und haben diese gastfreundlichen Menschen Ihnen auch kostenlos und ohne zeitliche Begrenzung Unterkunft, Nahrung, medizinische Versorgung und Taschengeld zur Verfügung gestellt? Die vielbesungene Gastfreundschaft dürfte wohl überall auf der Welt auf eine Dauer von wenigen Tagen beschränkt sein, und zu den Prinzipien fast aller Menschen gehört es, sich nicht von anderen ausnutzen zu lassen.
Ja, sie haben, zum Beispiel, mich und meine Familie für ca. 6 Wochen in den Iran eingeladen, ohne dass wir etwas bezahlen mussten. Sie haben für meine Mutter Ohrringe gefertigt - ein Familienmitglied ist Goldschmied in Deutschland - und meiner Mutter geschenkt, weil ich und mein Vater sich für dies Familie eingesetzt haben.

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Ralf_Sachsen 07.08.2015, 17:56
39. Heuchelei der Gutmenschen

Es gibt derzeit extrem viele Gutmenschen, die der Aufassung sind, dass die EU ihre Ideale verrät. Dazu gehört auch der Autor dieses Artikels. Am Ende ist es doch einfach so. Kommen zu viele Hilfsbedürftige überfordert das nicht nur das Sozialsystem und die jeweiligen Bundes-, Landes- und kommunalen Haushalte, sondern auch rein kulturell die jeweilige Bevölkerung. Auch Ideale müssen akzeptiert und finanziert werden. Das ist bei der gegenwertigen Anzahl von Flüchtlingen natürlich nicht mehr der Fall. Ich nehme mal konservativ an, dass ein Asylbewerber in Deutschland pro Monat mindestens 500 Euro Kosten verursacht. Tatsächlich ist es aber wahrscheinlich viel mehr. Dies sind mithin 6000 Euro pro Jahr bei 1 Mio. Flüchtlingen sind das 6 Mrd. Euro pro Jahr. Nehmen wir mal an, dass es mindestens 3 Jahre dauert, bis ein Flüchtling im Schnitt diese Hilfen nicht mehr benötigt. Dann sind das somit 18 Mrd Euro pro Jahr, wenn weiterhin (Juli 2015) 1 Mio Flüchtlinge pro Jahr kommen. Da wir uns ja schon schwer tun, nur wenige Milliarden für den dringend notwendigen Straßenbau oder die flächendeckende Einführung eines schnellen Internets zusammenzubekommen, ist das einfach eine zu große Belastung, die auf keinen Fall dauerhaft getragen werden kann. Etwas anderes als eine Abschottung und konsequente und schnelle Rückführung abgelehnter Asylbewerber schadet Deutschland dauerhaft allein finanziell und wirtschaftlich. Nicht berücksichtigt sind dabei Probleme mit Ghettoisierung, Kriminalität etc, wie wir sie heute schon bei nordafrikanischen Gruppen, Gruppen vom Balkan und Gruppen aus dem Nahen Osten finden. Dass da die Akzeptanz rapide sinkt, ist völlig verständlich. Weder Europa noch Deutschland kann auf Dauer halb Afrika, den Balkan und den nahen Osten durchfüttern.

Leider habe ich hiermit die maximale Textläünge erreicht.

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