Forum: Kultur
Europawahl: Protestwählen lohnt sich!
Sven Braun/ DPA

Würden die Nichtwähler ins EU-Parlament einziehen, wäre die Lecktmich-Fraktion die größte. Nur scheint es die meisten Parteien wenig zu jucken, wenn die Leute sie nicht wählen - solange sie ihre Stimme nur niemand Anderem geben.

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steffen.raschack 19.05.2019, 20:42
80. wenn das so einfach wäre .....

Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde Rauchen als Inbegriff von Freiheit und Abenteuer glorifiziert! Und die Verordnung zum Nichtraucherschutz ist ein vom Rat und ohne parlamentarischen Beschluss erlassener Rechtsakt! Sorry, der Zweck heiligt nicht die Mittel Auch so erscheint mir Ihre Denkungsart Fehler behaftet, denn ausgerechnet da, wo die Nichtrauchergesetze am moderatesten sind, vergl.: https://www.dguv.de/medien/inhalt/praevention/themen_a_z/nichtraucherschutz/nichtraucherschutz_de.pdf sind die Gegner Europas am Stärksten. Dies lässt vermuten, dass es noch andere, wesentlichere Gründe für Verwerfungen in der Politik gibt! Einer wäre, dass in diesen Bundesländern die Erinnerungen an zentralistisches Durchregieren noch sehr frisch sind!? Manchmal sind es auch die kleinen Knöpfe an denen gedreht werden kann. Als im Westen arbeitender Ossi, stelle ich fest, dass in Eckkneipen, wo ganz sicher und bedauerlicherweise Stammtischpolitik betrieben wird, dass Personal entweder heimlich mitraucht, oder keine Gäste anwesend sind, die vor Rauchern geschützt werden wollen. Es gab da mal eine Mauer, die schützte die Guten vor den Bösen, obwohl die gar nicht geschützt werden wollten! Auch wenn diese damals Geschützten heute feststellen, die Begründung des Schutzes beruhte auf Wahrheiten, schätzen sie eben immer noch mehr ihre Freiheit! Wenn man Menschen die Nischen ihrer vermeintlichen Freiheit zu sehr einengt, suchen sie möglicherweise Auswege! Selbst wenn sie dann auf dem Schleim des Populismus kleben bleiben, sie haben das Gefühl, selbst gehandelt zu haben. Nichtwählen ist nichts anders als kollektives Übersprungshandeln, weil durch immer mehr Regeln, Verordnungen und Maßnahmen, die eigne Entscheidungsfreiheit nicht mehr erkennbar ist. Freiheit kann niemand verordnen, die sollte man den Menschen lassen!

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spon_7302413 19.05.2019, 20:48
81. Nichtwählen nützt am vor allem denen, die man gar nicht wählen möchte.

Das ist nicht gerade eine neue Erkenntnis, aber es verblüfft immer wieder, wie wenige Gedanken sich gerade diejenigen machen, die der politischen Berufsveräpplerkaste eins auswischen wollen. Auch das ist natürlich nicht gerade eine brandaktuelle Entdeckung. Rarsächlich ist der einzige Weg die aktive Teilnahme, um Zeichen zu setzen. Denn wer tatsächlich ein sichtbares Zeichen setzen möchte, sollte wählen gehen und kleineren Gruppierungen über die 5%-Hürde helfen, oder in Europa zum Einzug ins Parlament. Nur so wird Protest auch wirklich sichtbar und wirksam. Wenn sich nur genügend Menschen darüber im Klaren wären, dass sie durch aktive Teilnahme und Stimmabgabe weitaus mehr bewirken, als durch Abwenden und Abneigung alleine, wäre ratzfatz Druck auf dem Kessel der Pöstchenschieber. "Weiterso" sollte auch für Wähler und Nichtwähler zum Vokabular von gestern gehören. Wer will, dass die politischen Pattexhintern in Wallung kommen, muss ihnen Feuer unter den Stühlen machen.

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caspiat 19.05.2019, 21:10
82.

Zitat von Zeitwesen
Leider sind DIskussionen mit Nichtwählern meist Sinnlos, da sich einige tatsächlich schon erfolgreich eingeredet haben, ihr (nicht-)Handeln wäre ganz besonders pfiffig.
Schönen Sonntag!

Ich bin Nichtwähler.
Ob Nichtwähler das Nichtwählen besonders pfiffig finden kann ich nicht sagen.
Ich habe mich nicht mit vielen unterhalten, und wenn, höre ich eigentlich nur von Enttäuschung, und dass Wählen nichts bringt.

Frau Ataman erwähnt ein Rauchverbot in Restaurants. Das nenne ich Bagatellmacht des Wählers.

Sie können mit mir gerne diskutieren, und Frau Ataman auch.

Dazu muss ich Ihnen aber erst sagen, wie ich zum Wählen stehe ...

Wählen ist die schlechteste Option.
Die zweitschlechteste ist Nichtwählen.

Das sind die enzigen möglichen Optionen.
Und beide sind schlecht.
Beide Optionen sind "vorgesehen".
Oder fieser ausgedrückt, beide sind abgefangen.

Oder bildlich dargestellt:
Wenn der Wähler bei Demokratie ankommen will ist sichergestellt, dass weder Wählen noch Nichtwählen dorthin führen.

Ich bin kein Schriftsteller, der pointiert formuliert.
Shene Sie obigen Satz als den eines Ingenieurs an, der Ihnen einen Motor beschreibt.

Damit Sie - obwohl das für Sie wahrscheinlich wenig verständlich ist - zumindest sehen können, dass es um etws technisches geht:
Wenn Sie Wahlen innerhalb einer Doppelten Bindung abhalten, können Sie von vornherein sicher sein, dass das nichts mit Demokratie zu tun hat.
Es ist eine Täuschung, oder Betrug. Sie können es mit dem Begriff versehen, der Ihnen besser gefällt!

Demokratisch wählen tut man anders!

Als Nichtwähler plädiere ich also, dass wir die Veräpplung ablehnen, und die dritte Option verlangen!

Ist es sinnlos mit mir zu reden?

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caspiat 19.05.2019, 21:17
83. Das geht viel weiter, als Sie es ahnen!

Zitat von Immanuel K.
...der Parteien gäbe es nicht mehr, wenn das Wahlrecht geändert würde - und zwar dahingehend, dass nur noch soviel Prozent der Sitze verteilt würden, wie auch Wähler zur Wahl gegangen sind: also, wenn in Deutschland nur 50% der Wähler zur EU-Wahl gehen, dann hätte Deutschland z.B. im EU-Parlament nur noch 48 Sitze (statt bisher 96), die sich anteilmäßig auf die gewählten Parteien verteilen - ein Land, das seinen Bürger die Wichtigkeit (in diesem Falle) - der EU-Politik vermitteln kann, hätte dann eben auch mehr Gewicht. Diese Wahlrechtsänderung könnte man natürlich für alle Wahlen so machen - bei den Bundestagswahlen z.B. 600 Sitze bei 100% Wahlbeteiligung... etc... ...und für Grundgesetzänderungen müßten 2/3 der gesamtmöglichen Abgeordneten (also 400) dafür stimmen... So könnten die Parteien nicht mehr Politik am Bürger vorbei machen - das fände ich ganz spannend.
Sie sind bereits der zweite, der das sinnvoll findet.

Sie würden aber wahrscheinlich davor zurückschrecken, Ihren Vorschlag RICHTIG zu finden, oder sogar so weit zu gehen, ihn für unbedingt "nötig" zu halten!

Was wäre wenn ... es eine logische Brücke, bzw. eine Ausfürhung mit Beweisen gäbe, die klarstellt, dass es NUR so geht, wie Sie es sagen, und dass das bei allen Wahlen so gemacht werden muss?

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kaiservondeutschland 19.05.2019, 21:20
84. Durchschaubarer Schein

Dieses ganze Wahlgekasper kann man aus schlechtem Gewissen mitmachen - wie ich. Klar ist aber, dass die Demokratie schon lange abgeschafft worden wäre, wenn der Wähler dabei was zu sagen hätte.

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tucson58 19.05.2019, 22:06
85. Protestwshl.....

Ist Schwachsinn. Wer protestieren will soll auf die Strasse gehen, aber doch nicht seine STIMME als Ausdruck eines Protestes jemanden geben von dem ich im Grunde nicht überzeugt bin


Das Problem ist das es uns viel zu gut geht und vor lauter Wohlstand die Sinne vernebelt sind

Jammern auf hohem Niveau ,Neid und kronische Unzufriedenheit prägt unsere Gesellschaft .

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licht_und_schatten 19.05.2019, 22:11
86. Wahlwerbung

Ist das hier eigentlich eine Wahlveranstaltung?

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wiseacre 19.05.2019, 23:25
87. Sperrklausel

Die Violetten ist die einzige Partei, deren Programm mir halbwegs zusagt. Nur leider hat sie in Deutschland keine Chance aufgrund der unüberwindbaren 5 Prozent. Deswegen verzichte darauf, an deutschen Wahlen teilzunehmen. Wenn ich sie am Sonntag wähle ist mir natürlich klar, dass ihr politischer Einfluss bescheiden sein wird. Aber zum Grundsätzlichen. Auch nicht Wählen kann ein bewusster und legitimer demokratischer Akt sein.

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caspiat 20.05.2019, 02:13
88. Politikern eins auswischen ... weil man es nicht geschnallt hat!

Der Reiz, es einem Drecksack zu zeigen, und Karma zu spielen, ist enorm!

Genau das ist die Grundstimmung die garantiert, dass man "gegen" den schlimmsten Drecksack wählt!

Seit einigen Jahren hat sich Migration vervielfacht, und Politiker und Parteien haben darüber Fronten gebildet, die Wähler wie Mücken anziehen.

Kurz zuvor war eine ganz andere politische Stimmung da. Die ist Dank Migranten völlig vergessen worden!

Ist man Verschwörungstheoretiker, wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, dass Top Miliardäre wie Soros Geld in NGOs stecken, die im Grunde Migration unterstützen, bzw. evtl. fördern?
Ansisystemische Bewegungen und Parteien waren nämlich gegen die Kategorie von Soros gerichtet, und plötzlich hat es jeder vergessen, und bullying und bashing gegen Migranten hat eine politische Stimme bekommen!

Das Spiel wird ausserhalb der Politik festgelegt.
Man kann einem Politiker oder einer Partei eins auswischen, aber nicht den Drahtziehern.
Denen kann man nur eins auswischen, wenn man die Drähte durchschneidet, und sie dazu zwingt, sich der Macht der Wählerschaft unter zu ordnen.

Das ist konkret möglich.
Und dass hier über Wählen und Nichtwählen rumgelabert wird zeigt deutlich, dass niemand versteht, wie der Käfig eigentlich gebaut ist in dem man gefangen ist!

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markus_wienken 20.05.2019, 08:08
89.

Zitat von wiseacre
Die Violetten ist die einzige Partei, deren Programm mir halbwegs zusagt. Nur leider hat sie in Deutschland keine Chance aufgrund der unüberwindbaren 5 Prozent. Deswegen verzichte darauf, an deutschen Wahlen teilzunehmen. Wenn ich sie am Sonntag wähle ist mir natürlich klar, dass ihr politischer Einfluss bescheiden sein wird. Aber zum Grundsätzlichen. Auch nicht Wählen kann ein bewusster und legitimer demokratischer Akt sein.
Wenn alle Wähler so denken wie Sie hat diese Partei auch nie die Chance jemals die 5% Hürde zu überschreiten.
Auch die Grünen haben mal klein angefangen, ebenfalls die AfD welche heute in diversen Parlamenten vertreten ist.
Wenn Sie von den Violetten überzegt sind sollten Sie sie wählen.
Wer nicht wählt hat nach der Wahl auch kein Recht zu meckern.

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