Forum: Kultur
"Extinction Rebellion": So einfach, so ausweglos
Christophe Gateau/ DPA

Die ökolinke Jutta Ditfurth warnt, "Extinction Rebellion" sei eine esoterische Weltuntergangssekte. Sicher ist: Der aufreizend gewaltlose Protest der Klimarebellen kann nicht paternalistisch weggetätschelt werden.

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fritz_64 07.10.2019, 18:51
1.

Mit friedlichem zivilen Ungehorsam hat Gandhi das Empire nach Hause geschickt, könnte auch heute noch funktionieren wenn genügend Aktivisten aktiviert werden können.....

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killertomate 07.10.2019, 18:57
2. Panik!

Was verkauft sich besser als Panik und Angst? Eine sachliche Diskussion, eine Suche nach gesellschaftlich noch akzeptablen, neuen Wegen ist komplex. Das bringt keine Klicks, keinen Umsatz. Wie immer sind es die Deutschen, die durch ihre ideologische Grundhaltung mehr Teil des Problems (Spaltung der Gesellschaft), als Teil der Lösung (technische Alternativen) sind.

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brandmauerwest77 07.10.2019, 18:57
3. Hat

vielleicht was von Hare Krishna, zumindest scheint es esoterisch angehaucht.
Die Frage wird sein wohin sich diese Bewegung letztlich entwickelt. Nur
erfolgversprechend im Sinne des Klimas scheint es eher nicht zu sein.
Der Normalbürger kann vermutlich mit sowas wenig anfangen.

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Niteftef 07.10.2019, 19:02
4. XR ist nicht rechts, nicht links

XR ist eine ökologische Rebellion. Das Thema: Die Umwelt retten. Die Methoden: ziviler Ungehorsam.
Das lässt sich keiner politischen Richtung eindeutig zuordnen - und das ist auch richtig so. Ein im Herzen Konservativer, der aber die Notwendigkeiten erkannt hat, soll genauso mithelfen können, wie ein klassischer Linksradikaler, der ohnehin schnell zur Rebellion bereit ist.
Allerdings scheint mir derzeit vor allem die linke Seite des politischen Spektrums die Lage verstanden zu haben und das spiegelt sich auch in der Mitgliedschaft wieder.

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tobiaswerner 07.10.2019, 19:16
5. Exponentielle Veränderungen bewältigen- das willl erstmal gekonnt sein

Wenn sich eine Alge jeden Tag verdoppelt, so ist ein See, kurz vor dem Kollaps - wo er sozusagen aus 100% Algen besteht, einen Tag vorher noch halbvoll. Da würden viele der lebens- und vermehrungsfreundlichen Algen wohl auch gern und immer noch sagen - seht doch, der Teich ist ja erst halb voll....!

Gut, wir Menschen sind ja absolut vernunftbegabt - nur muss man eben einiges tun um das, soetwas, in das letzte Hirn zu bekommen. Es ist nicht gewiss, dass sich technologische Alternativen ausreichend schnell durchsetzen um "Checkpoints" zu verhindern, ja, es kann schneller abwärts gehen als gedacht - müssten wir da Paris nicht anpassen!? Die Welt, das System dieser Welt, erscheint mir nicht ausreichend gut zu sein, um globale Krisen präventiv zu verhindern. Nicht mal in der Sicherheitspolitik klappt das ja, wie jüngst wieder in Syrien zu sehen, wo es fast zu einem Totalschaden gekommen ist: Haben die UN-Sekretäre in ihren Reden vielleicht zu wenig den Frieden beschworen und den Krieg verdammt?
Warum soll das beim Klima, beim Regenwald, beim Müll anders sein?!?

Ja, wir müssen uns an die Folgen des Klimawandels anpassen, heißt es, wahrscheinlich müssen wir uns auch an die Folgen der allmählichen Extinction anpassen, lernen, auch damit umzugehen, versuchen, auch diese zu bewusst zu gestalten - so wie das Mönche und Nonnen das schon immer taten! Vielleicht liegt der Fehler nicht im System, sondern schlicht und einfach in den Vernunftgenen. Die Vernunft sagt uns aber immerhin auch, dass bzw. wann Schluss ist.
Mönche und Nonnen solllten bescheiden leben, gleichwohl auch gut und auskömmlich - sich aber nicht mehr vermehren. Ja, solch ein Systemwechsel könnte uns gewiss helfen!

Die Pressekonferenz, wo die Berliner Aktion angekündigt worden ist. war - ansonsten - so schlimm nicht.

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thme 07.10.2019, 19:18
6. Kittel

Erst wenn der eigene Kittel brennt, regt sich der Verstand (schnief schnief...Reaktion) womöglich sind die Sinnesorgane zu betäubt um diesen kollektiven Wahnsinn zu erkennen und wenn, es einfach zu ignorieren.
Die Ignoranz bringt uns um!

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Sendungsverfolger 07.10.2019, 19:21
7. Zu einfach

"Im Umkehrschluss steht, wer sich radikal gegen diese Entwicklung stemmt, auf der Seite des absolut Guten. So einfach ist das."

Nein, so einfach ist es eben nicht. Weil es weder das "absolut Gute" gibt, noch eine Radikalität von Nöten ist, um sich in einer demokratischen Gesellschaft gegen etwas zu stemmen. Sollte ein Journalist schon wissen.

Aber wer sich dahingehend äußert, dass (Zitat) "Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant" setzt sich selbst in die Nähe einer demokratiefeindlichen Vereinigung. Übrigens argumentier(t)en die RAF und die NSU genauso. Sollte einem doch schwer zu denken geben. Auch das sollte ein Journalist wissen.

Ebenso sind keine der "drei Forderungen" aus dem Artikel, für die XR-Aktivisten auf die Straße gehen und sich, "so die Taktik, auch gerne verhaften lassen", strafbewehrt, so dass man dafür ins Gefängnis müsste. Sollte man als Journalist erst recht wissen.

Ich könnte jetzt beliebig weitermachen, diesen Artikel Argument für Argument auseinander zu nehmen - nur: es würde nichts helfen. Radikale jeglichen Spektrums erreicht man nicht mehr mit Argumenten. Auch XR ist einfach nur eine radikale Gruppierung mit selbstindoktriniertem Umweltanstrich. Und auch das sollte ein Journalist wissen, nicht wahr Herr Frank?

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toninotorino 07.10.2019, 19:26
8. Stichwort: Esoterische Sekte

Ich bin bereit mich mit dem Vorwurf von Jutta Ditfurth auseinanderzusetzen. Sie sagt: Lauft lieber bei Fridays for Future mit. Nix gegen Umweltschutz und Klimarettung. Aber ich weiß nicht, wie sie sich die "Klimarettung" in kurzer Zeit vorstellen? Ich habe gelesen, dass diese Forderungen bei Umsetzung in eine sozialpolitische Katastrophe münden. Ketzerisch gefragt: Sind unter den Klimaaktivisten die bereits ausgiebig diskutierten Helicoptereltern? Es wird so getan, als ob in den letzten Jahren nichts für das Klima getan wurde. Wie bitte? Vielleicht nicht genug. Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem nicht über Klima, Umweltschutz, Nachhaltigkeit diskutiert wurde. Gerade hier in Deutschland. Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem nicht irgendetwas für die Verbesserung des Umweltschutzes oder des Klimas unternommen wurde. Und es muss weitergehen.

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Mr T 07.10.2019, 19:27
9.

Leben wie ein Moench im Mittelalter, Da hat jemand im Geschichtsuntericht geschlafen

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