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Facebook-Skandal: Die verlorenen Illusionen des Internets
LISA HORNAK/ EPA-EFE/ REX/ SHUTT

Wer bezahlt für Facebook? Wir alle, indem wir es benutzen. Und man zahlt hier nicht mit Geld, man zahlt hier mit seinem Leben.

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denk.mal.wieder 26.03.2018, 00:01
50. @creetar

Das abdurde bei vielen der U 40 Generation ist doch, daß sie sich sehr viel darauf einbilden, mit flinken Fingern Geräte zu bedienen, von denen sie nichts verstehen und deren Ursprünge weit ins letzte Jahrhundert zur?ck reichen. Ich bin ? 60 habe Mathematik und Physik studiert, weiß viel ?ber AI und soll jetzt die Klappe halten weil ich ?ber 60 bin? Ich teile die Kritik an Facebook, die in diesem Artikel zum Ausdruck kommt und ich bin kein Technikfeind. Ihre juvenile Arroganz mein Herr ist unerträglich. Nehmen Sie doch einmal ein Buch ?ber Tensoranalysis zur Hand und Sie werden Demut lernen

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aliof 26.03.2018, 00:08
51. Einerseits

sicher richtig, auf die Gefahren hinzuweisen, die „Facebook“ für unser Gemeinwesen bedeuten kann. Und nach aktiver Gestaltung unser Verantwortlichen zu rufen.

Aber auf zwei - meiner Meinung nach - Fehleinschätzungen, lieber Herr Diez, möchte ich doch hinweisen:
1.Für eine Revolution – nicht Anderes scheinen Sie zu erwarten mit der geforderten Bewußtheit – sind sich einfach nicht genug Mitbürger der Problematik bewußt. - z.B. bitte und bettle ich seit 10 Jahren sogar wirklich Nahestehende erfolglos an, sich ebenfalls verschlüsselter Kommunikation in privaten Kontexten zu befleißigen.
2.Eigentlich trivial: wer sich an diesen System beteiligt, hat nicht nur sich „selbst“ „verkauft“, sondern auch alle Anderen, die mit ihm über Metadaten verbunden sind (Adressbuch, Telefon- und Emailkontakte).

Andererseits : „Wir“ haben bereits verloren. Daher geht es darum, dies (auch innerlich) anzuerkennen, und – mit der gleichen „positiven“ Energie- an der Gestaltung des Neuen zu wirken.

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zweiter 26.03.2018, 01:12
52. Wer geklaute Daten kauft,

sollte sich nicht über FB aufzuregen, oder glaubt die SPD, ihre Scheinheilig und Verlogenheit fallen nicht mehr auf?

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viktor koss 26.03.2018, 01:22
53. Versuchen Sie FB zu verbieten ...

Zitat von Referendumm
Pkt 1): das Finanzamt mit FB zu vergleichen, ist eine Unverschämtheit sondersgleichen und zeugt nur von dummer Ahnungslosigkeit. Das Steuergeheimnis in D ist eins der bestgehütesten Geheimnisse. Finanzbeamte würden vielleicht vieles ausplaudern, aber darin sind die verschlossener als ne Auster. So einen Unsinn zu schreiben, grenzt schon an Rufmord; ne faustdicke Beleidigung, die justiziable ist, stellt sie allemal dar. Pkt 2): Das Problem von FB haben Sie überhaupt nicht kapiert, sonst würden Sie nicht so einen Unsinn hinschmieren. Es ist immer wieder traurig zu sehen (gilt vor allem auch bei der Abgasdiskussion) dass Leute über etwas schreiben und ihre Meinung kundtun und dabei nur unterstreichen, dass sie davon exakt 0,0 ne Ahnung von haben. Mannomann, lesen Sie doch erst mal den guten Kommentar von Georg Diez durch und versuchen sie den zu verstehen, bevor man bodenlosen Unsinn in die Tasten haut
...und Sie werden es nicht schaffen. Ob FB oder eine andere digitale Plattform zu verbieten wird das Problem nicht lösen, auch die Regulierung wird daran nichts ändern. Wenn Frau Clinton die Wahlen gewonnen hätte, bliebe der Welt die ganze Diskussion noch eine Weile erspart. Da sie verloren hat, fand man die Sündenböcke, FB, Putin, & Co., falsch, etwas ganz anderes hat die Ängste der etablierten ausgelöst, das Gefühl über den Machtverlust, die Erkennung des Verlustes der so selbstverständlichen Kontrollmechanismen. Und es ist gut dass die Entwicklung in dieser Richtung läuft, ein wertvoller Beitrag der weiteren Entwicklung der Demokratie und der Meinungsfreiheit. Wen stört diese Entwicklung, wer hat die Ängste über wahren Realitäten die durch den digitalen demokratischen Prozessen sich weiter entwickeln?

Und wie steht es mit den Geheimdiensten, ihrer Sammlung, Bearbeitung und Anwendung - Manipulationen mit den ausgewerteten "Big-Data". FB ist im Vergleich mit den institutionellen Möglichkeiten des Missbrauchs der personenbezogenen Daten eine gute Maske zur Ablenkung von wahren Problemen und tatsächlich dringenden Fragen der notwendigen gesetzlichen Regulierung der neuen digitalen Welt.

Die Behauptung FB &Co. gefährden die Demokratie ist nicht nur falsch, sondern viel mehr ein Beweis mehr über das mangelnde Demokratieverständnis der Kritiker.

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r.muck 26.03.2018, 01:24
54. Diez hat schon recht mit seinen Argumenten

Das ich keinen Facebook-Account habe liegt aber vor allem daran, dass ich seit ich die Stories und persönliches zu Zuckerberg gelesen habe, in ihm einem Autisten sehe oder zumindest das Asperger-Syndrom vermute. Was nicht negativ gemeint ist. Aber genausowenig wie ich jemanden ohne Führerschein mein Auto ausleihen würde, genausowenig vertraue ich meine Daten oder wie Diez es treffend formuliert mein (digitales) Leben einen Autisten an.

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Andalusier 26.03.2018, 01:52
55. was nichts kostet ist "geil"

ich kenne viele Leute, die auf Apple schimpfen, weil die Produkte von Apple in ihren Augen viel zu teuer sind. Die haben dann ein Android Hand und Facebokk, WhatsApp und all den Kram, der "umsonst" ist. Sie finden sich toll, weil sie sich einem "geldgeilen Konzern" wie Apple verweigern - und können nicht sehen, dass sie selbst die Ware von FaceBook und Co sind und dafür diese Konzerne reich machen. Nicht dass ich jetzt Apple loben will, aber ich finde es besser, wenn ein Konzern ehrlich dazu steht, für seine Ware so viel Geld zu verlangen wie er auf dem Markt bekommen kann. --- niemand "muss" einen Mac oder ein iPhone kaufen. genauso muss niemand FaceBook oder Google nutzen - aber es ist halt schon für viele unwiderstehlich verführerisch etwas (scheinbar) umsonst zu bekommen. Ich habe vor langer Zeit, vor vielen Jahren einmal kurz Facebook genutzt und mich gleich an dem Begriff "Freunde" gestört. Wer hat hunderte von Freunden. Wer meint dies zu haben, weiß schon gar nicht mehr was ein Freund ist. Der Begriff "Freund" wurde durch Facebook schwer beschädigt. Ich kann "Soziale Medien" alleine schon aus solchen Gründen nur noch als soziales zerstörend sehen. ...

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John McC!ane 26.03.2018, 02:48
56. Es ist zwar leicht...

...hinterher zu sagen: "War mir von vorneherein klar!" - aber genau aus den skizzierten Gründen habe ich bei der Datenkrake Nr. 1 keinen Account, hatte nie einen, werde mir nie einen zulegen und drohe meinen sämtlichen Freunden und Bekannten mit Tod und Teufel, wenn sie irgendetwas über mich beim Fratzenbuch posten - inklusive und insbesondere Fotos! Ich zitiere Ex-Intel Chef Andy Groves: "Nur die Paranoiden überleben!" ;-) Der Facebook Daten-Rip funktioniert im Prinzip wie eine griechische Fangmethode für Kraken (ironischerweise...;-) Die sind zu schlau für Angelhaken, aber wenn man eine lange Leine mit Tontöpfen im Meer versenkt, kriechen die Kraken hinein, richten sich dort ein und man muss die Töpfe nur wieder einsammeln. Ersetze "Tontopf" durch "Facebook-Account"! ;-)

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OhMyGosh 26.03.2018, 06:26
57.

Unsere neue Justizministerin hat das mehr als zweifelhafte Vergnügen, sich mit einer der Nieten im Maßanzug von Fratzenbuch treffen zu dürfen... sie wird wissen, dass sie es dabei mit einem Vertreter der mächtigsten Familie des digitalen Mobs zu tun hat, dessen Geschäftsmodell auf der Manipulation und gnadenlosen Ausbeutung seiner Anwender besteht. Frage: Welcher Unterschied besteht zwischen Facebook und einem gezielten Hackerangriff? Antwort: Keiner. Beide operieren gleichermaßen kriminell und werden in der Regel nicht in ihrem asozialen und kriminellen Tun von staatlicher Seite gestört. Die Dummheit wie auch die Gier gehört zu den allgemeinen Eigenschaften der menschlichen Dinge, und die Lüge sitzt auch mit im Boot. Ein besonders schönes Beispiel dafür sind Zuckerboy und seine Schranzen. Und diese Windei soll erwogen haben, US-Präsident werden zu wollen? Ich glaube, mein Schwein pfeift- noch so eine Lusche mit übler Vita im OO...

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tpunkterror 26.03.2018, 07:50
58. Absolut richtig

Die Wortwahl hier halte ich für angebracht. Ein Vergleich mit Buchdruck und der Kirche ist sehr schwach. Bücher sind ein Einwegmedium.

Ja, man zahlt mit seinem Leben. Man verliert es in dem Sinne, dass man sich einfacher Manipulationen aussetzt und riskiert, durch subtile Änderungen in verschiedenen Bereichen beeinflusst zu werden. Nur, wie erklärt man das jemandem, der Mathe in der Schule "schon immer gehasst hat"?

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skeptiker97 26.03.2018, 08:21
59. Kindergarten!

Brauche ich immer eine staatliche Regulierung, um nicht jeden Mist mitzumachen? Es ist doch offensichtlich, dass man möglichst viel über sich preisgeben soll. Dass das von interessierter Seite genutzt wird, ist spätestes klar, seit die GEZ-Sender versucht sind, möglichst viele auf Facebook zu locken. Jetzt, wo die Daten ausserhalb des "Establishments" "genutzt" werden, ist es plötzlich ein Skandal. Nein, der war es schon von Anfang an. Einfach die Finger davon lassen. Nicht alles, was als "in" gehandelt wird, ist es auch wert.

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