Forum: Kultur
Facebook-Tausch: Mit Rechten reden?
DPA

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist Grüner und für rechte Sprüche bekannt. Eine Woche lang hat SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Hasnain Kazim mit ihm die Facebook-Seiten getauscht. Seine Bilanz: ogottogott.

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Hrothgaar 04.02.2019, 15:29
1. Einseitig

wie immer ist es eine einseitiger Bericht. Alle böse, alle dumm, alle Nazis. Wo ist denn der Bericht über die andere Fazebook-Seite? Was haben die Gutmenschen so geschrieben?

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strixaluco 04.02.2019, 15:33
2. Da haben Sie Recht, Herr Kazim!

... und Danke dafür, dass sie bereit sind, an dieser Grenze der Erträglichkeit zu diskutieren. Ich finde das sehr wichtig. Vielleicht hat ja doch der eine oder andere gemerkt, dass am anderen Ende ein Mensch sitzt und kein Feindbild.

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remedias.cortes 04.02.2019, 15:38
3. Rassisten in ihrem Rassismus bestärken.....

Aus Angst vor genau dem werden Probleme nicht diskutiert, unter den Tisch fallen gelassen , und auch ich bin nicht frei davon - denn ich bin zu Schwarzen dann immer besonders nett, damit sie keinesfalls denken, ich sei Rassistin, obwohl WEDER schwarze noch weiße noch sonstige Radfahrer über 10 was auf dem Bürgersteig zu tun haben.
Und Asalamaleikum bedeutet "Friede sei mit dir".

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Elias Alias 04.02.2019, 15:53
4. Hauptsache relativiert.

Zitat von Hrothgaar
wie immer ist es eine einseitiger Bericht. Alle böse, alle dumm, alle Nazis. Wo ist denn der Bericht über die andere Fazebook-Seite? Was haben die Gutmenschen so geschrieben?
Whataboutism. Und jetzt, was ändert das? "Alle böse, alle dumm, alle Nazis". Das hat er nicht geschrieben. Und es bringt auch nichts, zu relativieren, indem man auf andere zeigt. Das macht die menschenverachtenden, niveaulosen Kommentare und Posts keinen Deut besser. Ich schäme mich für meine Mitmenschen.

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ch.weichberger 04.02.2019, 16:02
5. Ist die frage

Ob es sinn macht MIT jemand zu diskutieren
Der deine existenz als solche nicht akzeptiert

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Frietjoff 04.02.2019, 16:12
6. Palmer hat bei Bündnis 90/den Grünen nix verloren. Parteiausschluss!

Als Nordostdeutscher habe ich mich bisher um Palmer nicht weiter gekümmert, aber das, was ich hier lesen musste, ist erschreckend.

Dieser mir xenophob, rassistisch und kritikunfähig erscheinende Mensch hat in der Partei, die ich wähle, seit ich mir mit meinen Mitbürgern das Recht erstritten habe, frei wählen zu dürfen, nichts verloren.

Ich habe oben bewusst den Langnamen der Grünen erwähnt. Gerade aus der Perspektive der sich später im Bündnis 90 zusammen geschlossenen DDR-Bürgerrechtler ist Palmers Reaktion auf eine simple Kritik durch einen einfachen Bürger unfassbar. Den Mächtigen nicht unsere Meinung sagen dürfen -- und bei Verletzung dieses Tabus unter fadenscheinigen Gründen verfolgt zu werden -- das war DIE Grunderfahrung kritischer DDR-Bürger.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Palmer disktutiert mit ausgiebig mit Nazis, »weil man mit denen reden muss«, aber will sich von einem linken Studenten nicht mal in extrem harmloser Form kritisieren lassen!

(Und der augenscheinliche Rassismus Palmers -- was hat die Hautfarbe eines Radlers in der Fußgängerzone -- mit dessen rücksichtslosem Verhalten zu tun -- ist noch eine ganz andere, nicht minder erschreckende, Baustelle.)

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Suppenelse 04.02.2019, 16:13
7.

Boris Palmer ist also „bekannt für rechte Sprüche“? Sorry, aber wer so redet, trägt zu Spaltung und Verrohung der Debatte genauso viel bei wie die Pöbler.

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Ja.......Aber 04.02.2019, 16:14
8. Ein interessantes Projekt .........

...... verkommt zu einem schlichten Wettstreit, wer am meisten bepöbelt wurde?
Wobei Herr Kazim, sich mit der Begrüßungsformel "Asalamaleikum und Grüß Gott", sich einen trickreichen und uneinholbaren Startvorteil verschafft hat?

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unsler 04.02.2019, 16:15
9. Konsequent!

Interesantes Experiment mit einem Ausgang, der zu erwarten war.
Ich teile die Einstellung des Autors, dass man den Hetzern und Frustrierten keinerlei Forum bieten sollte und man diese Schlichten schlicht blockiert.

Es mag eine geifende Minderheit sein, doch ihr gebührt die mediale Aufmerksamkeit. Ich wünsche mir hier mehr Differenzierungen, andere Stimmen, reflektiertere Kommentare. Der Hass ist immer gleich und sucht nur neuerliche Eskalation, um sich selbst zu regenerieren.

Diesen Personen klar Grenzen zu setzen, Ihnen ein gelassenes, ja arrogant intellektuelles Kopfschütteln gegenüberzustellen, damit sie an ihrer so durchschaubaren Zurschaustellung blinden Hasses sich selbst vorgeführt bekommen, sollte forciert werden.

Das sind keine Wählerstimmen, die man zurückgewinnen muss. Dies sind keine Ausgegrenzten, denen Anerkennung oder Zuwendung gegeben wird.

Sich hinter einem Profil zu verstecken und aus der Anonymität heraus mal so richtig abzulassen, ist unbedeutend und folgt dem ewig gleichen Muster.

Die Handelnden sind interessant, diejenigen die gestalten wollen und nicht alles Verantwortliche auf die da oben projizieren. In diesem Klima, wo Hass und Rassismus allgemein als peinlich und beschämend empfunden werden, sind diese Hetzer Randnotiz und unverbesserlich.

Also: Mehr Stimmen derjenigen, die etwas meinen, die etwas sagen.

Der Rest kann im Hintergrund rauschen

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