Forum: Kultur
Fake-Doku über Nordkorea: Der oberste Führer von Neuseeland
Anke Richter

Hetze aus Nordkorea? Die Mockumentary "Propaganda" kursierte im Netz als authentische Agitation aus Pjöngjang, auch deutsche Medien berichteten. Obwohl der Film schließlich als Fake enttarnt wurde, ist der Laien-Hauptdarsteller ruiniert: Alle Welt hält ihn jetzt für einen echten roten Agenten.

ratem 18.04.2013, 15:02
1. Im wesentlichen ...

Im wesentlichen beweist das Verhalten anderer auf den Film (ganz ungewollt) eines: Engstirnigkeit ist kein westliches, sondern ein menschliches Problem.

Sehr bedauernswert für Hrn. Chang, der nun die Dummheit der Menschen erleiden und ertragen muss.

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Das Grauen 18.04.2013, 15:46
2. "Ich würde es sofort wieder tun."

Was beschwert er sich dann? Selbst schuld.

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angst+money 19.04.2013, 09:51
3. Jawoll!!

Zitat von Das Grauen
Was beschwert er sich dann? Selbst schuld.
Dass diese Schauspieler sich dafür hergeben, moralisch bedenkliche Personen darzustellen, ist wirklich eine Frechheit!

Es sollten nur noch Filme / Serien wie "The Waltons" und "Unsere kleine Farm" gedreht werden.

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k70-ingo 19.04.2013, 21:01
4.

Zitat von angst+money
Es sollten nur noch Filme / Serien wie "The Waltons" und "Unsere kleine Farm" gedreht werden.
Besser nicht. Sie verkennen die extrem aggressionsfördernde Wirkung beim Publikum, wenn diesem diese widerlich süßlichen und verlogenen Heile-Welt-Phantastereien vorgesetzt werden.

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onigorom 19.04.2013, 21:17
5.

Das menschliche Problem heißt ideologische Verblendung. Kapitalismuskritik ist inzwischen doch in der Mitte der Gesellschaft, da braucht man keine 'nordkoreanische' Propaganda. Über die Macht der Konzerne und des Finanzwesens schimpft nicht nur der engagierte linke Intellektuelle, sondern auch das bürgerliche Lager. Und über industrielle Medienverblödung muss man sich nur mit x-beliebigen Eltern unterhalten, deren Kinder der Unterhaltungsindustrie ausgesetzt sind.
Alle diese Themen werden im Film sowohl polemisch als auch realistisch abgehandelt. Dass nun der Hauptdarsteller derart diskriminiert wird, gerade von einem Kirchenmann, dessen Organisation einen Großteil der Filmbotschaft hätte mitverfassen können, ist nicht nur dumm, sondern auch lächerlich.

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spon-facebook-10000245654 27.04.2013, 00:55
6. katholische Prister,

ich hab es am eigenen Leibe erfahren, die meisten katholischen Prister sind die engstirnigsten, intollerantesten, menschen verachtenden und lernunfähigsten Menschen, die ich je getroffen habe. Das Verhalten des beschriebenen Pristers ist für mich eigentlich ganz normal. Von solchen Leuten kann man nichts anderes erwarten. Hier kann man nur eines tun, tritt aus, aus diesem bigotten Verein.

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W. Robert 27.04.2013, 11:23
7. Shocking

Der TAZ-Kommentator hat offensichtlich nicht viel von dieser mehrdeutigen und sicherlich etwas schrägen (Real?-) Satire kapiert. Bei den neuseeländischen Mitbürgern des Schauspielers oder gar der südkoreanischen Botschfat verhält sich das offensichtlich ebenso. Das ist wirklich extrem peinlich.
Neben offensichtlichem Klamauk enthält der Film aber auch viele unangenehme Wahrheiten über die Funktionsmechanismen von Propaganda in den Medien, über den Zustand unserer Zivilisation und über die Funktion der Religionen und Ideologien. Man sieht dass die Aufklärung trotz ihres inzwischen doch beachtlichen Alters erst in den Kinderschuhen steckt, und dass es noch ein weiter Weg bis zu einer humanen Gesellschaft mit einer echten Kultur jenseits der archaischen Kulte ist.

Auch den Satirikern sollte durch derartige Vorfälle klar werden, wie gründlich Ironie oft missverstanden wird, und das im 21. Jahrhundert. Und das selbst von "aufgeklärten linken" Journalisten wie diesem Herrn Yücel. Der erschreckendste Aspekt ist aber die Reaktion aus der Südkoreanischen Botschaft, die den Film auch für bare Münze genommen hat. Ein Weltkrieg auf Grund eines derartigen Missverständnisses hat gerade noch gefehlt.

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