Forum: Kultur
Fall Sigi Maurer: Endlich wehrt sich mal eine
imago/ Eibner Europa

Eine Ex-Abgeordnete in Österreich erhält sexistische Facebook-Nachrichten. Die veröffentlicht sie samt Absender. Nun muss sie sich dafür vor Gericht verantworten. Dabei hat sie alles richtig gemacht.

Seite 12 von 25
muellerthomas 17.07.2018, 16:38
110.

Zitat von fungel99
Was diese Dame hier macht, ist eine Aufforderung zum Rechtsbruch.
Inwiefern?

Beitrag melden
BettyB. 17.07.2018, 16:39
111. Nun ja,...

Da werden die Grünen in Österreich hoffentlich eine Gesetzesänderung beantragen (mit rechtlich bindender Aufsichtspflicht für den eigenen Computer und die Internetadressen) und im Falle der Verurteilung sammeln. Sigi Maurer kann man übrigens nur zu ihrem Schritt gratulieren und darauf hoffen, dass eine Vielzahl ähnlich Betroffener Frauen und Männer sich ihrem Vorbild anschließen und Becshimpfungen mit Namensnennung veröffentlichen.

Beitrag melden
muellerthomas 17.07.2018, 16:40
112.

Zitat von Roland Bender
Wer andere verleumdet, muss sich dafür verantworten. Ich halte die Forderungen des Klägers für überzogen aber wenn er unschuldig ist, hat er das Recht für seinen erlittenen Schaden entschädigt zu werden. Und dass er unschuldig ist, muss er nicht beweisen. Die Beklagte muss beweisen, daß sie Recht hatte. Man kann Andere nicht auf Verdacht verleumden.
Aber er ist doch im rechtlichen Sinne gar nicht schuldig. Schlimmstenfalls wird ihm also fälschlich vorgeworfen, etwas rechtlich einwandfreies gemacht zu haben. Womit wollen Sie den Schadenersatz begründen?

Beitrag melden
petrapanther 17.07.2018, 16:41
113.

Zitat von Roland Bender
Wer andere verleumdet, muss sich dafür verantworten. Ich halte die Forderungen des Klägers für überzogen aber wenn er unschuldig ist, hat er das Recht für seinen erlittenen Schaden entschädigt zu werden. Und dass er unschuldig ist, muss er nicht beweisen. Die Beklagte muss beweisen, daß sie Recht hatte. Man kann Andere nicht auf Verdacht verleumden.
Die Beklagte kann es doch beweisen: Sie hat einen Screenshot der Nachricht.

Wenn der Kläger anderen Leuten erlaubt, seinen Facebook account zu benutzen, dann ist das sein Problem.

Beitrag melden
muellerthomas 17.07.2018, 16:41
114.

Zitat von radioactiveman80
für die Hinweise dass dieser Fall in Österreich keinem Straftatbestand erfüllt. Es wäre begrüssenswert wenn der Gesetzgeber (und nur der) diesen Fall zum Anlass nimmt die entspr. Gesetze evtl. zu ergänzen. Wenn Frau Stokowski und einige Foristen dieses Verhalten der Selbstjustiz (nichts anderes ist es) ausdrücklich begrüssen, stellt sich mir die Frage ob ihnen überhaupt gewisse juristische Grundsätze bekannt sind. Und nein, mir geht es nicht um den Schutz des mutmasslichen Täters, sondern darum dass Recht und Gesetz, z.B. schon im Fall Gina-Lisa Lohfink, teilweise sehr abenteuerlich ausgelegt werden - und ob das letztlich hilft, bezweifele ich.
Kann es denn Selbstjustiz sein, jemandem ein gesetztlich einwandfreies Verhalten vorzuwerfen?

Beitrag melden
no_title 17.07.2018, 16:43
115.

Zitat von Roland Bender
Und dass er unschuldig ist, muss er nicht beweisen. Die Beklagte muss beweisen, daß sie Recht hatte. Man kann Andere nicht auf Verdacht verleumden.
Sein Facebook-Account - seine Nachrichten.

Beitrag melden
freekmason 17.07.2018, 16:43
116.

Zitat von budisov
In einem Rechtsstaat ist diese Art von Selbstjustiz einfach nicht möglich. Der Name des Artikels (alles richtig gemacht) ist daher völlig falsch.
ich lese hier immer "selbstjustiz", finde aber nirgendwo den bericht in dem die frau den mutmaßlichen vollidioten verhaftet, gelyncht oder mit einer geldstrafe belegt hat. ist der begriff daher nicht völlig falsch?

Beitrag melden
Margaretefan 17.07.2018, 16:47
117. Wenn nicht dieses..

... von der ehrenhaften Frau Stokowski aufgezeigte reale Beispiel aufzeigt, wie es um den Umgang mit Frauen, eben auch im ach so fortschrittlichen Kerneuropa wirklich bestellt ist, dann ist keinem von denen, die sich Woche für Woche an der ehrenwerten Dame reibt, mehr zu helfen. Auch wenn die so menschenverachtend abgeschriebene österreichische Dame, nun vorgibt, dass ihr das keine Angst macht, kann ich ihr nur raten, dass ihr das durchaus Angst machen sollte und sie sich dafür nicht schämen muss. Wer solch Zeilen einer Dame zukommen lässt, vor dem sollten Damen Angst haben. Ein Staat - egal welcher - der derartiges duldet und so scheint das österreichische Recht das zu werten, der muss sich gefallen lassen, dass seine Rechtsstaatlichkeit in Frage gestellt wird. Männer die solche Zeilen an Frauen schreiben - und jetzt komm' mir bitte niemand, mit sexuellen Spielarten, die sowas durchaus von Frauen als gewünscht und antörnend empfunden werden - sind immer potentielle Vergewaltiger. Solche Männer gehören mindestens in psychologische Behandlung. Mich würde es nicht wundern, wenn besagter PC nun gar nicht mehr existiert.

Beitrag melden
Bondurant 17.07.2018, 16:54
118.

Zitat von petrapanther
Wenn der Kläger anderen Leuten erlaubt, seinen Facebook account zu benutzen, dann ist das sein Problem.
da irren Sie, soweit es darum geht, ihm ganz persönlich verächtliches Verhalten vorzuwerfen. In dem Fall müssen Sie es ihm auch ganz persönlich beweisen. So will es das Gesetz.

Beitrag melden
Max Super-Powers 17.07.2018, 16:55
119.

Merke: Die Unschuldsvermutung gilt ebenso wenig wie das Recht auf den Schutz seiner persönlichen Daten, wenn man im Verdacht steht, etwas Frauenfeindliches getan zu haben.

Netter Artikel, Frau S. Lässt tief blicken.

Beitrag melden
Seite 12 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!