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Familienmodelle: "Vater ist man nicht. Vater kann man werden"
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Zwischen Patchworkfamilie und Scheidungsrate: Die Verwandtschaftsforscherin Christina von Braun erklärt, warum schwule Väter wie Mütter denken und warum Donald Trump so gerne auf sein "deutsches Blut" verweist.

ansv 01.04.2018, 18:09
1.

Die sinkende Scheidungsrate kann man durchaus auch anders interpretieren: man muss heute nicht mehr heiraten, selbst eine Schwangerschaft zwingt niemanden mehr zur Ehe mit einem Menschen, mit dem man sich ein Leben dauerhaft gar nicht vorstellen kann.

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lobivia 01.04.2018, 18:34
2. Moment mal

Bei indigenen Völkern ist das Konzept auch eines der Ressource (Boden, Territorium ) und der biologischen Verwandtschaft (Familie, Clan). Der Artikel ist eine Mischung aus soziologischer Nabelbeschau, sozialromantischem Wunschdenken und Ignoranz soziobiologischer Erkenntnisse. Dieser Artikel könnte 35Jahre alt sein. Unabhängig davon bin ich der Meinung, dass die sexuelle Orientierung kein Kriterium ist, das definiert, ob Menschen Kinder erziehen können. Das ist eine Frage der Menschlichkeit.

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dasfred 01.04.2018, 18:44
3. Ich habe schon vor 30 Jahren schwule Väter kennengelernt

Damals war es noch so, dass im Falle der Scheidung eines Homosexuellen von seiner Frau und eingehen einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, die Kinder nur in Ausnahmefällen zum Vater kamen. In allen Fällen waren die Kinder ausgeglichen, zufrieden und fühlten sich bei Vater und neuem Vater geborgen. Auch in ihrem schulischen Umfeld waren sie voll akzeptiert und haben sich ebenso entwickelt, wie Kinder aus klassischen Familien in ihrer Umgebung. Dabei half aber nicht zuletzt auch der Freundeskreis der Väter sowie ihre Familie. Für Kinder sind gefestigte Strukturen wichtiger als das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung ihrer Eltern.

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Lykanthrop_ 01.04.2018, 20:33
4.

Die vorigen Kommentare kann ich alle samt unterschreiben.
Hinzufügen sollte man noch die Gender-Diskrepanz.
Soziale Bindungen entstehen bei Mutter wie Vater ähnlich, allerdings suggeriert der Artikel Väter seien in ihrer Elternkompetenz leicht lernbehindert, entgegen der mütterlichen Elternkompetenz, die naturgegeben erscheint.
Es gibt gute und schlechte Väter, ebenso wie gute und schlechte Mütter.
Im Ganzen wirken die Zusammenhänge leicht konstruiert, so als hätte jemand sich eine Erklärung nach seiner Zielvorgabe zusammengebastelt, Frau gut - Mann Problembär mit Potenzial.
Vielleicht gibt es auch weniger Scheidungen weil die Anzahl der Singles größer geworden ist. Wer will findet da viele mögliche Gründe, ganz nach seinem Geschmack. Ein weiterer Blick wäre schön gewesen, so ist es ein Schmalspurinterview, mit schiefem Blick.

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m.m.s. 02.04.2018, 19:20
5. Gender-Debatte und das reale Leben

Ein schön durchkomponierter Artikel der Gender-Ideologie, wonach das biologische Geschlecht angeblich sozial anerzogen sein soll. Noch nicht sozialisierte Säuglinge bevorzugen jedoch bereits geschlechtstypisches Spielzeug, womit diese Gender-Sozialisierungs-Theorie seit Jahren widerlegt ist. Damit kann sich diese ideologische wissenschaftsferne Erzählungsendmoräne nicht mehr durchsetzen, unabhängig von der steten Wiederholung und den Kreiszitaten von einem Genderanhänger zum nächsten. Nur zur Information, da die Debatte damit bereits abgeschlossen wurde.

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g_bec 03.04.2018, 16:24
6. Gender

Zitat von m.m.s.
Ein schön durchkomponierter Artikel der Gender-Ideologie, wonach das biologische Geschlecht angeblich sozial anerzogen sein soll. Noch nicht sozialisierte Säuglinge bevorzugen jedoch bereits geschlechtstypisches Spielzeug, womit diese Gender-Sozialisierungs-Theorie seit .....
Was ist denn bitte "geschlechtsspezifisches Spielzeug für Säuglinge"? Geht's vielleicht noch hanebüchener?

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frechundfrontal 08.04.2018, 18:17
7. Familie – ein Auslaufmodell?

Interessanter Beitrag! Auf meinem Blog habe ich einen passenden Beitrag zu diesem Thema verfasst: http://frechundfrontal.de/familie-ein-auslaufmodell

Heutzutage gibt es nicht mehr das eine Familienmodell. Die Familienbilder sind vielseitiger geworden.

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