Forum: Kultur
Faschismus: Früher waren wir gefürchtet
REUTERS/ Agencja Gazeta

Die Welt wird komplizierter, da wächst die Sehnsucht nach einfachen Antworten. Und nach schönen Uniformen.

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merrailno 25.11.2017, 12:58
50. Eine Aussage

"Jeder hat scheinbar seine eigne Definition der Begriffe rechts und links. Meine ist: Rechte haben das System der Ungleichheit der Menschen zu einem ihrer Leitmotive erklärt. Für Linke gilt der Grundsatz, dass alle Menschen gleichwertig sind."

Komisch diese Aussage vertrete ich seit mehreren Jahrzehnten. Und nicht von Ungefähr, die Grundlage ist konservative Ideologie die sich auf die von "Gott" gewollte Ungleichheit des Menschen beruft. Die Religion die die Ungleichheit des Menschen aufzeigt. Denn der anders- oder nicht religiöse ist vor dem jeweiligen Gott unwerter, von Sanktion bedroht.
Hier ist der Ursprung des Faschismus zu sehen, in der Entwicklung früher religiöser, feudaler konservativer Gesellschaften. Das gleiche erleben wir auch heute, hinzukommt noch das Destilat dieser Ideologien im Zuge der Industrialisierung der egozentrische Liberalismus aus dem soziopathische Neoliberalismus entstand. Konservatismus und Neoliberalismus sind heute Vereint in der Afd.

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merrailno 25.11.2017, 13:00
51. Eine Aussage

"Jeder hat scheinbar seine eigne Definition der Begriffe rechts und links. Meine ist: Rechte haben das System der Ungleichheit der Menschen zu einem ihrer Leitmotive erklärt. Für Linke gilt der Grundsatz, dass alle Menschen gleichwertig sind."

Komisch diese Aussage vertrete ich seit mehreren Jahrzehnten. Und nicht von Ungefähr, die Grundlage ist konservative Ideologie die sich auf die von "Gott" gewollte Ungleichheit des Menschen beruft. Die Religion die die Ungleichheit des Menschen aufzeigt. Denn der anders- oder nicht religiöse ist vor dem jeweiligen Gott unwerter, von Sanktion bedroht.
Hier ist der Ursprung des Faschismus zu sehen, in der Entwicklung früher religiöser, feudaler konservativer Gesellschaften. Das gleiche erleben wir auch heute, hinzukommt noch das Destilat dieser Ideologien im Zuge der Industrialisierung der egozentrische Liberalismus aus dem soziopathische Neoliberalismus entstand. Konservatismus und Neoliberalismus sind heute Vereint in der Afd.

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Dr. Kilad 25.11.2017, 13:06
52. Auch wenn ich die Zeit nicht selbst erlebt habe,

aber dieses völlig versxchiedende Maß, was da die Justiz anlegt, finde ich im historischen Rückblick schon sehr beängstigend. Zentral steht hier tatsächlich der Umgang der Justiz mit Fabio beim G20. Hier wird übernicht mehr die Tat (welche es ja gar nicht gibt) sondern einzig die Einstellung verurteilt - zuzüglich persönliche Ausfälle gegen Fabio.

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merrailno 25.11.2017, 13:08
53. Es ist leicht

Zitat von ontwoone
...ist die Wahrheit, die echte Wahrheit. Sie zu erkennen, ist nur möglich mit unbefleckter Bildung, die frei ist von Beeinflussung. Wenn Sie Frau Berg Ihren Text überprüfen, dann erkennen Sie leicht Ihre persönliche Beeinflussung darin: Fabio dumm, der andere hat doch (evtl.) nur ein paar Sachen putt emacht. So schwingt der Pendel Ihrer Leser zwischen Zustimmung und Ablehnung. Dabei meinen Sie es mit der Menschheit gut. Das Paradies muss der Ort sein, an dem es keine Deutungshoheit gibt, sondern nur die reine Erkenntnis. Es IST Tag / es IST Nacht. Wir hängen noch zu sehr im Streit darüber, wohin die Dämmerung uns führt. So wie bei der Aufteilung der Spezies Mensch zwischen rechts und links. Die Wahrheit wiederum teilt sich gleichmäßig auch beide Seiten auf. Wer aber die Hälfte leugnet, wird die komplette Wahrheit nicht wollen. Wir Menschlein sind halt Vereinswesen: ich bin beim BVB, ich bei Schalke, ich bei Aldi, ich bei Lidl, ich bei VW, ich bei BMW, ich bei Gott, ich bei Allah, ich beim Teufel, ich beim Bohlen, ich bei Cord, ich bei Jeans, ich bei Frau, ich bei Mann, ich bei Hitler, ich bei Jesus, ich bei Apple, ich bei Birne, ich bei Fleisch, ich bei Gemüse, ich bei Rechts, ich bei Links. Ach wie schwer es ist, nur Mensch zu sein!
nur Mensch zu sein, wenn mn den ganzen widersinnigen Ballast aller Ideologien als absurden Müll erkennt. Erkennt das es weder einen "Gott" noch eine andere Entität gibt, die die absolute Wahrheit versinnbildlicht und diese Wahrheit für das Leben irrelevant ist.
Die einzige Prämisse sollte tatsächlich sein "Alle Menschen sind gleichwertig" und wie man diese Gleichwertigkeit und damit das Recht auf Menschlichkeit allen Menschen vermittelt und ihnen zugute kommen lässt darüber darf gerne ausgiebig gestritten werden. Mit Ideologie kommt man aber bei dieser Auseinandersetzung nicht weiter.

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3-plus-1 25.11.2017, 13:11
54.

Ich bin im Westen aufgewachsen und da hatten wir einen Korridor in dem sich das richtige Handeln bewegte: Auf der einen Seite das Negativvorbild der Jahre 1933 bis 1945 und auf der anderen Seite die Führung und Unterdrückung des Politbüroregimes der DDR. Richtiges Handeln bedeutete in keines der beiden Extreme abzudriften.

Genau das vermisse ich heute - auch und vor allem - bei Medien und Kolumnisten, wie Frau Sybille. Mittlerweile gilt - leider! - der Überwachungsstaat der DDR nicht mehr als schlechtes Vorbild und man eifert ihm in seiner Auslegung des Antifaschismus viel zu sehr nach.

In einer Zeit also, wo Aktionen des selbsternannten "Zentrum für politische Schönheit" ganz offen damit koketieren "gegen Nazis nur Methoden der Nazis" anzuwenden ist mir das viel zu nahe an der Stasi und ich - als Westdeutscher - empfinde es als so falsch, wie ich Mielkes Spitzel als falsch empfunden habe.

Es führt dann dazu, wenn heute mal wieder jemand mit glühendem Schwert gegen vermeindliche Nazis überall zu Felde ziehen will, dass ich mich frage was er denn da im Schilde führt. Evtl. der Wunsch nach einem noch rerstriktiveren Staat, wie wir ihn in Ostdeutschland von 1945 bis 1989 hatten? Lässt sich natürlich leicht fordern, wenn man dann selber sicher in der urkapitalistischen Schweiz sitzt und das Ergebnis nicht mit ausbaden müsste, wenn es denn einträfe.

TLDR: Der Feind meines Feindes ist nicht automatisch mein Freund (oder: auch die Antifa sind nur "ereignisorientierte Jugendliche" und nicht die "Guten")

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merrailno 25.11.2017, 13:16
55. Ich gebe Ihnen Recht

Zitat von realist4791
Der Fehler ist das sowohl von Politikern, Journalisten und Persönlichkeiten Begriffe wie Rechts, Nazi und Rechtsextrem einfach gehijacked wurden. Es gibt keinen Ein- und Ausschalten für Nazi oder Nicht-Nazi. Es gibt viele Abstufungen und das Schmieren eines Hakenkreuzes auf einer Toilette ist eben nicht dasselbe wie jemanden der sich die Konzentrationslager zurückwünscht. Auch gibt es viele berechtigten Gründen für eine begrenzte Zuwanderung. Diese allesamt in die Rechte Ecke mit Hitler gleichzustellen, war und ist noch immer ein Fehler der oben genannten Gruppen. Es gibt keine ehrliche Diskussion in Politik und Medien. Jede Art von Bedenken wird von Linken niedergeschrien sowie Zahlen und Statistiken ignoriert. Solch ein Verhalten, löst jedoch keine Probleme und Vorurteile.
das Sprache mißbraucht, die Deutungshoheit ein Kampf der Ideologien ist. Nur das machen Rechte ebenso und sie sind betrachtet man objektiv das konservative Lager in allen Schattierungen diese zur Zeit die absolute Mehrheit haben. Diese ihrerseits okkupieren jeweils Begriffe und versuchen innerhalb ihres konservativen Weltbildes die jeweils anders beschattete konservative Konkurrenz zu "überzeugen"

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respawned 25.11.2017, 13:32
56. Jesus Christ!

Zitat von merrailno
"Jeder hat scheinbar seine eigne Definition der Begriffe rechts und links. Meine ist: Rechte haben das System der Ungleichheit der Menschen zu einem ihrer Leitmotive erklärt. Für Linke gilt der Grundsatz, dass alle Menschen gleichwertig sind." Komisch diese Aussage vertrete ich seit mehreren Jahrzehnten. Und nicht von Ungefähr, die Grundlage ist konservative Ideologie die sich auf die von "Gott" gewollte Ungleichheit des Menschen beruft. Die Religion die die Ungleichheit des Menschen aufzeigt. Denn der anders- oder nicht religiöse ist vor dem jeweiligen Gott unwerter, von Sanktion bedroht. Hier ist der Ursprung des Faschismus zu sehen, in der Entwicklung früher religiöser, feudaler konservativer Gesellschaften. Das gleiche erleben wir auch heute, hinzukommt noch das Destilat dieser Ideologien im Zuge der Industrialisierung der egozentrische Liberalismus aus dem soziopathische Neoliberalismus entstand. Konservatismus und Neoliberalismus sind heute Vereint in der Afd.
Lassen Sie mich raten - Sie sind kein Theologe, richtig?
Die von Gott gewollte Ungleichheit des Menschen? Im Christentum? Im Ernst?
Einer der zentralen theologischen Punkte des Christentums ist die Ebenbildlichkeit von Gott und Mensch. Daraus wurde und wird die Gleichwertigkeit aller Menschen abgeleitet. Das ist auch der wesentliche Grund, warum im christlichen Europa schon vor vielen Jahrhunderten, also lange vor der Aufklärung, die Sklaverei abgeschafft wurde.
Abseits des Christentums gibt es aber tatsächlich noch eine theologisch begründete Ungleichwertigkeit der Menschen (Mann, Frau, Gläubiger, Ungläubiger). Ich nehme aber nicht an, dass Sie es so meinten, oder?

Ich bin Agnostiker mit längerer christlicher Biografie. Ihrer Einlassung war so falsch, dass ich mich da mal einmischen musste.

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respawned 25.11.2017, 13:35
57.

Zitat von Dr. Kilad
aber dieses völlig versxchiedende Maß, was da die Justiz anlegt, finde ich im historischen Rückblick schon sehr beängstigend. Zentral steht hier tatsächlich der Umgang der Justiz mit Fabio beim G20. Hier wird übernicht mehr die Tat (welche es ja gar nicht gibt) sondern einzig die Einstellung verurteilt - zuzüglich persönliche Ausfälle gegen Fabio.
Wollen Sie damit die BRD-Justiz in die Nähe der NS-Justiz rücken? Oder meinten Sie die DDR?

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3-plus-1 25.11.2017, 13:39
58.

Zitat von chiemseecorsar
OneWorld.NoBorder.
Oder: No border means no welfare

Was hat Europa denn 70 Jahre Frieden gebracht? Oder anders ausgedrückt, wo kamen die jungen Männer her, die in den Krieg gezogen sind? Natürlich aus der Weltwirtschaftskriese der 1920er, wo pure Armut herrschte und jeder um sein Überleben kämpfte.

Wenn wir nun "No Border" fordern bekommen wir "No Welfare" und damit mittelfristig wieder Arme - und ich meine RICHTIG Arme, kein Hartz IV - die sich dann natürlich radikalisieren lassen.

Aber vielleicht geht das ja für uns Eingesessene aus Ihrer Sicht zumindest moralisch gut aus und die Gruppe der islamistisch Radikalisierten ist viel größer als die der Rechten. So können die dann Seite an Seite mit der Antifa den Prozess beschleunigen und mal richtig massiv die bösen, alten weissen Männer, also die Steuerzahler, angreifen.

So etwas hatten wir übrigens auf deutschem Boden schon mal. Also den Zustand, dass keiner mehr sät aber ernten wollende Gruppen marodierend durchs Land ziehen. War historisch betrachtet nicht die beste Zeit hier. Ich spreche da vom 30 Jährigen Krieg.

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schwabenstreich 25.11.2017, 13:41
59. Unser Schweizer Troll mal wieder...

...irgendwie erinnert mich Frau Berg an Marie-Antoinette... "wenn es kein Brot gibt, sollen sie Kuchen essen" ... selber in der patriotischen behüteten Schweiz Wohnsitz nehmen... und uns in Deutschland über die Grenz hinweg beblöken ( philosophieren) ==> Wasser predigen, aber Wein saufen !

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