Forum: Kultur
Feinstaub-Fotos aus China: Ist da noch Licht am Ende des Smogs?
Benedikt Partenheimer

Nebel des Grauens: Der Berliner Künstler Benedikt Partenheimer hat die chinesische "Airpocalypse" in Bilder gefasst. Seine gespenstischen Feinstaub-Fotos berichten vom Alptraum der Umweltverschmutzung.

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lattus 14.04.2015, 10:26
1. Neue Daimler-Fabrik

Und damit alles so weitergeht mit dem Fortschritt und China (und der Geldgier der Menschen) baut gerade Daimler auch eine riesige PKW-Fabrik für 100e veraltete und extrem schädliche Verbrennungs-PKW. Nach uns der Nebel!

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Airkraft 14.04.2015, 10:41
2. Feinstaub?

Feinstaub? Für mich sieht das eher nach "Grobstaub" aus ;-)

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AusShanghai 14.04.2015, 10:49
3. Tolle Bilder - leider realitätsfern

So langsam bin ich das China-Bashing leid. Wieder einmal ein Artikel von jemandem, der vermutlich noch nie in China war, mit Bildern eines Fotographen der - auf den Katastrophenzug aufgesprungen - berühmt werden will.
Ich wohne in Shanghai und weiß aus eigener, täglicher Erfahrung: So sieht es einfach nicht aus. Weder in Peking, noch in Shanghai.
Ja, die Luftqualität ist schlecht (immerhin sind es 23 Mio Einwohner) und es gibt schlechte Tage. Die Aussage "Fast jeden Tag" allerdings ist deutlich übertrieben. In Peking gab es von Jahresbeginn bis heute weniger als 7 Tage mit Werten über 400 (Feinstaub, nicht zu verwechseln mit dem im März üblichen Sandsturm), in Shanghai genau einen einzigen. In der Regel sind diese Situationen auch nicht von Dauer, der nächste Tag kann schon wieder deutlich besser aussehen. Die Tage dazwischen, an denen in Peking häufiger auch Werte zwischen 0 und 50 erreicht werden werden nicht erwähnt - sie sind eben keine Nachricht wert, gutes China verkauft sich nicht, es erfüllt nicht die westliche Überheblichkeit.
Zugegebenermaßen sind auch die meist üblichen Werte zwischen 100 und 200 zu viel und es muß dringend etwas getan werden, aber die reißerischen Kommentare und Artikel in deutschen Zeitungen entbehren trotzdem jedweder Realität.

PS: Leider kann ich hier keine AQI400 Bilder veröffentlichen, die mit "normalen" Kameraeinstellungen gemacht wurden, denn merkwürdigerweise sehen diese deutlich anders aus, als die des Fotographen..

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peter13j 14.04.2015, 11:18
4. Immer die gleiche Leier

Lebe selber in Peking und kann mich meinem Vorredner 'AusShanghai' nur anschließen. Es es ganz einfach nicht wahr, dass die Luft in Peking jeden Tag schlecht ist. Ganz im Gegenteil, der vergangene Winter hatte sehr viele sonnige Tage. Es wird offensichtlich einiges gegen den SMOG getan. Leider scheinen positiven Nachrichten aus China nicht in SPONs Weltbild zu passen.

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tim.berg78 14.04.2015, 11:23
5. Miese Stimmungsmache

Dieser Artikel ärgert mich. Mich verwundert diese herrenreiterliche Attitüde, mit der ignorante Pseudo-Journalisten in einschlägigen Zeitungen wie dem Spiegel ungestraft schlecht berichten dürfen.

Um die zugegebenermaßen teils schwierigen klimatischen Bedingungen in der VR China zu verstehen, bedarf es einer differenzierten Betrachtung der sozioökonomischen Verhältnisse in dem Land: China verfolgt seit dem Ende der 1970er Jahre eine wirtschaftliche Reform- und Öffnungspolitik, die den Menschen zusehends zu besser Lebensverhältnissen verhilft. Diese wirtschaftlich positive Entwicklung hat in der Tat einige hässliche Nebeneffekte produziert, u.a. die in weiten Teilen des Landes vorherrschende Feinstaubbelastung.

Fakt ist, dass China dieses Problem, genau wie das Ruhrgebiet in den 1960er Jahren, lösen wird. Fakt ist auch, dass die im Westen viel gechasste kommunistische Führung in den letzten drei Jahrzehnten vieles Richtig gemacht hat. Eine derart konsequente Korruptionsbekämpfung würde ich mir für Deutschland sehr wünschen.

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Kater Bolle 14.04.2015, 11:25
6. Die Menschheit lernt nichts dazu

Eine Industrialisierung ohne "Rücksicht" auf Verluste.
Das wird sich erst ändern, wenn die Menschheit merkt, das man Geld nicht essen kann.
Unsere Politik- und Wirtschaftseliten tanzen um dass "goldene Kalb" des immer währenden Wachstums.
Alle sollten wissen, das unsere Erde nicht unendlich ist.
Umsatzrenditen von 25 % und mehr, jedes Jahr steigende Steuereinnahmen in die Staatskassen "gespült sind das Dogma. Auch Themen wie Demographie-Faktoren sind ähnlich zu bewerten.
Wer glaubt den, das 12 oder 15 Mrd. Menschen auf dieser Erde nach westl. Wettern und Standards leben können.
Schon jetzt verhungern täglich zig-tausend Menschen.
Das wird so nichts.

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Koana 14.04.2015, 11:57
7. In der Tat....

Zitat von peter13j
Lebe selber in Peking und kann mich meinem Vorredner 'AusShanghai' nur anschließen. Es es ganz einfach nicht wahr, dass die Luft in Peking jeden Tag schlecht ist. Ganz im Gegenteil, der vergangene Winter hatte sehr viele sonnige Tage. Es wird offensichtlich einiges gegen den SMOG getan. Leider scheinen positiven Nachrichten aus China nicht in SPONs Weltbild zu passen.
... wäre es so schlimm wie im Artikel suggeriert, dann würden sie nicht mehr in Peking leben, sondern sie wären entweder verstorben, oder verzogen!
Ich bin mir sogar sicher, es wird in den nächsten Jahren eher besser werden mit den SMOG - Werten.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass wir in rasendem Tempo allesamt unsere Umweltbedingungen so verändern, dass sich das Leben auf dem Planeten dramatisch verändern wird.
Es genügte die Realität objektiv in Licht zu stellen - jeder von uns müsste - sofern er Kinder hat und kein Psychopath ist - sofort radikal seinen Lebensstil ändern.
Nun, kaum einer tut dies, selbst so subjektiv geschilderte Horrorszenarien lösen nur debile Kommentare aus - entweder die dummen Chinesen vergiften sich - oder die dummen Journalisten übertreiben - die meisten Kommentatoren packen sich aber nicht selber an ihrer Nase.

Wer mich jetzt hier dumm angreift, da ich das I-Net nutze und somit auch Energiewandlung beanspruche, der soll seinen persönlichen Verbrauch bitte outen - ich oute gerne dann meinen - wetten seiner übertrifft meinen um das zigfache.
(Individualmobilität mit Blechkisten über 500 kg Eigengewicht z.B. - das ist global praktizierter Schwachsinn von fast allen Menschen, die es sich leisten können und der Rest träumt davon!
Die Ernährungsgewohnheiten in den HDC´s sind Horror pur, die Verpackungs- und Wegwerfkonsumriten sind Irrsinn............. - wir brauchen keinen Dauersmog in Pecking - wir vernichten unsere Umwelt täglich und stetig mit tausend kleinen irrsinnigen Prozessen, die man wesentlich klüger gestalten könnte - einzig - jene die die Macht haben, machen mit Dummheit Profit - und die Masse toleriert es!

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eule_neu 14.04.2015, 12:00
8. Smog und Krieg

Früher dezimierten Kriege die Bevölkerungen vieler Länder, auch derzeit gibt es viele Opfer in regionalen Kriegen. Wenn man sich die Bilder der Luftverschmutzung China anschaut, kann man sich vorstellen, wie die chinesische Bevölkerung geschädigt bzw. auch getötet wird. Anscheinend hat die starke, rücksichtslose Industrialisierung des Landes die Bevölkerungsdezimierung durch Kriege abgelöst.
Ich hatte das große Glück, China gegen Ende der olympischen Spiele besuchen zu können. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein über Peking und Shanghai aufgrund des Stopps der Industrieschlote, einfach herrlich. Ein wunderschönes Land mit wunderschönen Städten und lachenden Chinesen beim alltäglichen Sport in den Parks und in den Straßen. Diese Bilder haben sich im Gehirn eingegraben. Die Bilder über den Smog verstören. Ein Land zerstört sich selbst samt seiner Bewohner. Woran liegt es, dass die chinesische Regierung die Luftverschmutzung nicht in den Griff bekommt? Was hindert die Regierung, ihre Macht zum Wohle und Gesundheit der Bevölkerung durchzusetzen? Ist die Industrialisierung das alles Wert? Diese Art Kommunismus ist in dieser Hinsicht schlimmer als der Raubtierkapitalismus. Man hofft, das die Regierung dort das Problem schnell löst ...

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sondevida 14.04.2015, 12:04
9. Chinabashing?

Ach Gottchen, wer Chinabashing liest liest es eben heraus. Das ist aber in Ihren Koepfen liebe Aufgeregten ;). Hier ging es um das bestehende Problem Smog und eine fotographische Beschaeftigung damit.
Nehmen Sie nicht jeden Artikel und dessen Formulierung zu Ernst. Als jemand der nie in China war und es nur durch die Medien kennt kann ich Ihnen berichten, dass es durchaus rueberkommt, dass China grosse Anstrengungen unternimmt, um umweltfreundlicher zu werden. Man liest oft Artikel, die davon berichten, so dass ich auch denke, dass China nicht allzu lange mit den "60er Jahre Ruhrpott"-Verhaeltnissen leben will und wird. Ich denke, dass es in Umweltpolitischer Hinsicht einen positive Einfluss nehmen kann und hoffe dieser macht sich bald bemerkbar.

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