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Feminismus: Ein Blumenstrauß voller Einwände
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Immer wieder kommt die Frage auf: Ist es nicht mal gut mit dem Begriff des "Feminismus"? Indeologisch, überholt, unpräzise. Sieben Einwände gegen die Idee, das Wort habe ausgedient.

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rabkauhala 07.03.2017, 16:43
20. Krachend gescheitert, weg damit!

Nachdem unsere Mütter und die engagierten Frauen uns mitteleuropäische Männer in den letzten 50 Jahren zur Gewaltlosigkeit und Gleichberechtigung erzogen haben (was ich sehr begrüße!) gibt es jetzt die unangenehmen Konsequenzen!
Ich kann meine Frau gegen offensive Anmache und Anzüglichkeiten aus bestimmten Gruppen heraus in den innerstädtischen Brennpunkten nicht mehr beschützen, da die Angehörigen dieser Gruppen ja wissen, das ich mich nicht körperlich zur wehr setzen werde. Erschwerend kommt hinzu das die Gruppen in der Mehrzahl sind bzw. sofort mehr werden wenn es laut wird und die Ordnungshüter aufgrund der Vielzahl der Aussagen aus den Männergruppen heraus noch überzeugt werden ich hätte angefangen und mich rassistisch geäussert und damit provoziert (glatte Lüge war das!).
Wenn ich, wie vorgekommen, nach dem Bitten das zu unterlassen, fordernd gegen diese Männer geworden bin wurde mir offen gedroht und ich Kuffar, Kartoffel und Faschist genannt.
Aber diese Gruppen geniessen ja Welpenschutz obwohl auch in der dritten Generation von Nachkommen der ehemaligen Gastarbeiter sich kaum etwas am Frauenbild in deren Köpfen geändert hat. Zu prüfen jeden Tag an bundedeutschen Schulen. Ich lege hier jedem das "private" Gespräch mit ein paar Lehrern ans Herz, wenn man signalisiert das political correctness ausnahmsweise mal nicht angezeigt ist.
Ich wäre dafür das die feministisch orientierten Frauen (ja auch Frau Stokowski!) sich mit dem gleichen Engagement wie seinerzeit um Ausfälle wie von Brüderle etc. dafür einsetzen, das meine Frau und ich uns wieder ohne das latente Gefühl der Bedrohung Abends durch die Szeneviertel bewegen können und den öffentlichen Nahverkehr wieder beruhigt nutzen können.

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mam71 07.03.2017, 16:45
21.

Feminismus heute ist auf gesellschaftlicher Ebene zu blankem Lobbyismus in eigener Sache und im privaten Bereich zur Ausrede für egoistisches Verhalten in Kombination mit charakterlichen Defiziten verkommen.

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lupo62 07.03.2017, 16:49
22.

Was ich mich immer frage: Geht das männlich/weibliche Miteinander nicht auch ohne -ismen und ganz ohne Quote? Einfach durch freundlich-toleranten Umgang miteinander?

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shotaro_kaneda 07.03.2017, 16:54
23.

Ganz ehrlich: Der Begriff Feminismus ist für mich nur noch ein inhaltsloser belangloser Begriff. Für jede Position einer Feministin gibt es eine Gegenposition einer anderen Feministin. Ein paar Beispiele: Werbung mit halbnackten Frauenkörpern. Die eine sagt: Die Frau wird auf ihren Körper reduziert, die andere sagt: so lang das Modell dies selbstbestimmt so will, ist es ok. Ähnlich siehts mit Prostitution aus, oder neudeutsch Escort. Die eine: Schminken ist kacke, die andere: ein bisschen hübsch muss schon sein. Frauenquote: die eine: Mehr Frauen müssen in Führungspositionen, die andere: Vielleicht wollen Frauen das gar nicht bzw. starke Frauen setzen sich auch so durch usw... Je nachdem, was man will, kann man den Feminismus für diverse Sachen und eben auch für gegensätzliche Positionen benutzen.

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eremit123 07.03.2017, 16:56
24. Ismen

Alle -Ismen sehen sich selbst als Mass der Dinge, bzw. als über denjenigen Gruppen stehend von welchen sie sich abgrenzen - vorliegend jedes nicht-weibliche Geschlecht. Insofern ist Feminismus das exakte Gegenteil der Gleichberechtigung bzw. des egalitären Denkens und grundsätzlich haben Feministinnen eine analoge Geisteshaltung wie Rassisten.

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Naidin 07.03.2017, 16:56
25. Der Begriff ist ohnehin besudelt und kaum noch zu retten.....

nachdem der Feminismus von Extremisten unterwandert wurde, und damit heute mehr mit einer Ideologie wie "White Supremacy" gemein hat als mit einer Menschenrechtsbewegung.
Wenn sich Menschen unter einem Label vereinen, sei es als Partei, Verein oder sonst irgendeiner Organistion/Bewegung, die positive, moralische Ziele hat, dann sind die Leute, die sich damit identifizieren, in der Regel sehr konsequent darin Extremisten und Radikale auszusondern, bevor der faule Apfel den ganzen Obstkorb ruiniert.
Feminismus ist hier eine der wenigen, wenn nicht gar die einzige Ausnahme. Es gibt heute im Groben 2 Arten von Feministinnen - die Extremisten, deren Auffassungen und Aussagen man genau so auch in verfassungs- und menschenfeindlichen Kreisen wiederfinden würden, und alle anderen, die darüber geflissentlich hinwegsehen.
Tut mir leid, aber man beurteilt Menschen nunmal nachdem was sie wirklich tun, und nicht nachdem was sie nur behaupten zu tun.
Darüber hinaus gibt es auch kaum eine andere Bewegung, die so voller logischer Widersprüche und moralischer Double Standards steckt. Die Menschen fangen an das zu erkennen und machen da nicht mehr mit - egal ob Mann oder Frau. Denn ganz ehrlich, Frauen sind auch nicht dumm

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RalfWenzel 07.03.2017, 16:57
26. Freistellung bei krankem Kind - gibt es schon!

Zitat von Mother
...widersprechen! Schauen wir mal ins schöne Schweden. Da müssen Frauen und Eltern, die mit krankem Kind zu Hause bleiben, nicht befürchten, bei der nächsten Gehaltsrunde übergangen zu werden (oder schlimmeres). Da an diesen "Fehltagen" dem Arbeitgeber keine Kosten entstehen - stattdessen gibt es ein vom Staat finanziertes Ausfallgeld für die Mütter und Väter für diese Tage.
Das gibt es in Deutschland übrigens auch: § 45 SGB V / § 616 BGB.

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denk.mal.wieder 07.03.2017, 17:09
27. Feminismus ist eine Form des Sexismus

Die Reduktion eines Menschen auf einige wenige Attribute ist zutiefst inhuman. Sexismus heißt dem einzelnen Menschen ein Geschlecht zuzuordnen und ihm dann als Folge dieser Attributierung weitere Merkmale anzudichten und ihm dabei nur wenige Chancen zu bieten, sich als ein Anderer erweisen.
Besonders gefährlich wird dies, wenn es durch eine Ideologisierung flankiert wird, welche die vermeintliche Berechtigung eines solchen Denkstiles zu untermauern sucht. All dieses trifft auf den heutigen Feminismus in Westeuropa und den USA in erschreckend hohem Ausmaß zu.
Nein Feminismus ist kein Humanismus. Feminismus gleicht wie jeder Sexismus eher dem Rassismus als einer humanistischen Einstellung. Also bleibt bei diesem Wort! Es passt gut zu Eurem Denken. Die inhumanen Folgen sind überdeutlich: Massive Benachteiligung von Jungen in den Schulen, ein gigantischer Umverteilungsmechanismus des von Männern erarbeiteten Geldes in Frauenhände über unfaire Sozialsysteme, ein Hinweggehen über die traurige Situation mancher Frauengruppen (z.B. Alleinerziehende) bei gleichzeitiger Konzentration auf Privilegien für Frauen in Führungspositionen, ein Hinweggehen über die erheblich verkürzte Lebenserwartung von Männern, ein Wegschauen bei der Täterschaft von Frauen (z.B. Kindesmißbrauch durch Frauen, sonstige Gewalt in der Familie), ein alltägliches Verächtlichmachen von Männern in den Medien, ein Wegschauen beim elend der Obdachlosen . Übrigen Frau: S: In Sachen elektrischer Waschmaschine wissen viele Männer nicht nur wo der Knopf zum anschalten ist, sondern sie können die Maschine auch reparieren und andere Männer haben die Maschine sogar erfunden.

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thecali 07.03.2017, 17:21
28.

Diesen Satz habe ich mal irgendwo aufgeschnappt, und seit jeher versuche ich mich daran zu halten. Viele populäre Positionen, welche im Feminismus vertreten werden, wiedersprechen dem was ich (aus meiner Perspektive) für richtig halte. Aber ich kann mir gleichwohl vorstellen, das es einige Sachen gibt, welche aus weiblicher Perspektive anders aussehen. Zum Beispiel sexistische Werbung oder plumpe Anmachen. Das da auch einige traumatische Erlebnisse dabei sind, welche zu einer Radikalisierung führen (wie zB bei Andrea Dworkin oder Valerie Solanas) ist auch irgendwie menschlich. Auch wenn ich verabscheue was diese Frauen von sich gegeben haben.
Zugleich würde ich mir aber auch wünschen, das die männliche Perspektive auf Diskriminierung nicht andauernd kleingeredet wird. "Maletears" heisst es dann. Früher sagte man noch "Ein echter Mann weint nicht".
Auf der einen Seite sagen viele Feministinnen immer "dann kümmert euch doch!", aber wenn es dann sowas wie eine Männerrechtsbewegung gibt, so wird diese sofort pauschalisiert und bin die rechte Ecke gestellt.
Bleibt mir nur zu sagen das ich mich in diesen Kampf der Idiologien gar nicht mehr positionieren will. Es hat keinen Sinn, da keine der Seite der anderen zuhört oder gar Verständiss entgegenbringt.

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agua 07.03.2017, 17:29
29.

Es ist ein Thema im Wandel der Zeit.Sexuelle Befreiung, was die Pille erleichterte.In meiner Jugend uniformiert durch die lila Latzhosen und kurze Haare((was ich beides fürchterlich fand), ist die Gesellschaft doch eigentlich dort angekommen, dass Frauen sich einer Gleichberechtigung erfreuen können.Warum es bei gleicher Arbeit für ein männliches Wesen immer noch mehr Lohn gibt, als für eine Frau, sei in Frage zu stellen und wird sich in Zukunft vielleicht ändern.Ich mag lieber den Begriff der Gleichberechtigung, weil es beide Geschlechter einschliesst.Letztendlich geht es um Respekt, wie so oft im Umgang miteinander.

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