Forum: Kultur
Feminismus und Abgrenzung: Selbstentzündende Büstenhalter

Man munkelt, Feminismus sei im Kommen. Da will man natürlich mitreden. Dumm nur, wenn man am Ende an Achselhaaren und Sorgen um die eigene Verkehrstauglichkeit hängen bleibt.

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Celestine 12.11.2015, 17:52
30.

Zitat von Konfus/zius
Es ist wahr, dass "diese Blätter“ oberflächlich sind. Der FeministInnen-Test ist genauso aussagekräftig oder ernst zu nehmen wie all die anderen "Persönlichkeit-Multiple-Choice-Tests" Oder die Hor(r)o(r)skope. Es ist Unterhaltung und füllt die paar Seiten zwischen der Werbung. Die wenigsten Menschen nehmen dies ernst. Blättern, die sich "Glamour" nennen, darf auch zugestehen oberflächlich zu sein. Diese Publikationen erheben nicht den Anspruch gesellschaftskritisch, investigativ oder tiefgründig philosophisch zu sein. ...
Dass Sie eine amüsante Persiflage der Kolumnistin Stokowski mit "investigativem Journalismus" verwechseln, deutet darauf hin, dass Sie von den unterschiedlichen Facetten des Journalismus nicht viel verstehen.

Auch sollten Sie SPON mit der Printversion nicht verwechseln.

Zitat aus IhremPost: "Dass aber der Spiegel oder Emma sich auf dieses Niveau begeben, finde ich persönlich traurig.
Der Spiegel hatte mal einen anderen Anspruch."

In der Tat: Der Spiegel hatte schon immer einen anderen Anspruch als "Emma". Dass Sie diese beiden Publikationen in einem Atemzug, quasi als journalistisch gleichwertige Produkte erwähnen, spricht nicht von einem Verständnis für Qualitätsjournalismus, denn solch ein Niveau konnte Emma noch nie vorweisen.

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Celestine 12.11.2015, 18:04
31.

Liebe Frau Stokowski: „Jo, läuft“! ;-) Eine herrlich erfrischende, amüsante Kolumne, Danke! Nachdem ich einige Ihrer ersten Beiträge nicht unbedingt so sehr mochte, ist Ihre Kolumne inzwischen für mich eine der wenigen, auf die ich mich jede Woche freue…

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Feminismus? 12.11.2015, 18:14
32. Wie immer, es gibt tausend Arten Feminismus

Und jeder bastelt sich seinen zurecht...

"... als sich mit Machtfragen zu beschäftigen wie mit unbezahlter Arbeit, sexualisierter Gewalt, gerechter Bezahlung, Prostitution und Selbstbestimmung und all den komplizierten Sachen."

Also unbezahlte Arbeit (care und Hausarbeit) warsch., da war das mit den Achselhaaren doch irgendwie kämpferischer. Frauen leisten unbezahlte Arbeit und das ist gemein. Das Frauen reihenweise Kinder bei der Scheidung zugesprochen kriegen, inkl. Unterhalt, trägt dazu bei. Doch ich habe noch keine Feministin gesehen die hier gerufen hat, runter mit dem Unterhalt, Kinder zum Vater oder ähnliches. Nein, Männer sind ja böse, haben alle eh keinen Bock auf Kinder etc. etc. etc.

Gerechte Bezahlung? Wo bitte ist Bezahlung ungerecht? Das bestimmte Berufe zu wenig verdienen, ok. Das gillt für den Strassenreiniger ebenso wie für die Altenpflegerin. Was ist daran feministisch. Oder glaubt hier jemand dass Frauen schlechter bezahlt werden, weil sie Frauen sind? Das Märchen ist doch schon out...

So kann man durch die ganze Liste gehen und kommt zur Selbstbestimmung. Doch das sollen Frauen nicht, sie sind unterdrückt, unterdrückt und nochmals unterdrückt. Auch wenn sie freiwillig zu Hause bleiben, weil sie keinen Bock auf Arbeit haben und den Mann los schicken um das Geld ranzukarren...

Mir waren die Achselhaare als Thema doch lieber...

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keksen 12.11.2015, 18:33
33.

Zitat von KapArkona
Genderismus ist in! Was einige, noch übrig gebliebenen, Feministinnen noch wollen oder was sie interessiert interressiert nicht ein mal mehr "normale" Frauen die einfach nur Frau sein wollen. Die meißten lassen sich nicht mehr von Frau Steuerhinterzieherin...., ...
Woher wissen manche Männer eigentlich immer so gut, was Frauen wollen?

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anna cotty 12.11.2015, 18:35
34. Wenn ich.

gefragt werde, ob ich ein Feministin bin, antworte ich immer mit ' ja, was sonst?'
Aber ich bin zu einer Zeit aufgewachsen, wo man ueberlegte, ob es sich lohnte, ein Maedchen auf die hoehere Schule ( nicht Volksschule) zu schicken. Wo ' die faehrt ja Auto wie ein Mann' ein Kompliment war. Und wo ganz automatisch die Beduerfnisse des Ehemanns viel wichtiger waren, als die der Ehefrau.
So etwas hoert man in Europa wohl heutzutage seltener, Gott sei Dank. Aber, wenn eine Frau und Mutter einen Spitzenjob hat, habe ich hier im Spiegel immer noch Kommentare gelesen wie: wer passt auf ihre Kinder auf ?
Solange eine Frau, die ehrgeizig ist, als Rabenmutter bezeichnet wird und ein Mann, der sich um Kinder und Familie als Waschlappen oder Weichei, braucht man FEministen, ob sie weiblich oder maennlich sind.

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FocusTurnier 12.11.2015, 18:39
35. Naja....

Zitat von Celestine
In der Tat: Der Spiegel hatte schon immer einen anderen Anspruch als "Emma". Dass Sie diese beiden Publikationen in einem Atemzug, quasi als journalistisch gleichwertige Produkte erwähnen, spricht nicht von einem Verständnis für Qualitätsjournalismus, denn solch ein Niveau konnte Emma noch nie vorweisen.
Wenn ein "Sturmgeschütz der Demokratie " auf dem Cover titelt " Eine Krankheit namens Mann" (SPIEGEL 38/2003) dann ist es auf dem selben Niveau wie die (steuerfinanzierte) EMMA angekommen.

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humorrid 12.11.2015, 18:47
36. nichts neues

damals war es pseudo lässig und intellektuell sich unter den achseln gehen zu lassen wie heute sich die pseudo femis der hygiene in der sprache entledigen. nein, wörter wie kack und fikbar sind weder lässig noch intellektuell. genausowenig ist es feministisch wertvolle beschäftigung den gerechten spott über die boulevardzeitschriften zu ergiessen. es gilt damals wie heute - wer sich die haare nicht kämmt, muss nicht zwangsläufig als symbolfigur des widerstandes gegen allumfassende schönheitsideale verstanden werden, sondern oft nur faul.

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crudus_verba 12.11.2015, 18:49
37. Eure Sorgen möcht ich nicht haben ...

Erinnert mich an manchen „Blödsinn“, den ich in der Jugend zweifelsohne mitgemacht habe. Tja und irgendwann erkennt der Mensch, was er sich besser erspart hätte. Alles, was mit dem „Kampf der Geschlechter“ zu tun hat, geht sowohl meiner Frau als auch mir am Rektum vorbei. 40 Jahre Ehe sind zwar kein Garant für irgendetwas, aber ein Zeichen guten Verstehens zwischen zwei Menschen kann es schon sein. Niemand sollte sich anmaßen wollen für sein Geschlecht zu sprechen; es funktioniert nicht. FeministInnen kämpfen doch auch nur für eine kleine Minderheit, seid wir über 60 Geschlechter haben, wird es immer schwerer eine Lobby zu halten, gell.
Weiterhin viel Spaß in der Welt des Scheins und der Unwichtigkeiten. Ach und nebenbei, meine Frau lässt wieder wachsen. Sie fühlt sich klasse, spart enorm Zeit und Geld und mich hat sie wieder 30 Jahre jünger gemacht – einfach nur toll. Als Partner lasse ich nun auch wieder wachsen, was den Effekt in allen Lebenslagen verdoppelt. Danke für den Tipp: BH verbrennen. Gebe ich weiter – sie kann es noch tragen bzw. nicht :)

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torquemada 12.11.2015, 19:09
38. Wenn sich der Rest der Menschheit solche Sorgen machen müsste...

Dann wäre der homo sapiens längst ausgestorben. Rein hypothetisch betrachtet wäre das auch kein grosser Verlust, jedoch ist ein kurzer Gedanke über ein sehr erfolgreiches Überlebenskonzept an dieser Stelle nicht ganz verkehrt.

Hochachtung vor der echten feministischen Bewegung, die letztendlich den Rechten der Frauen einen unschätzbaren wertvollen Dienst in Politik, Gesellschaft und Kultur erwiesen hat.

Der Aspekt der menschlichen Sexualität jedoch, scheint immer mehr zur Kopie einer verkrampften puritanischen Ideologie ehemaliger "Flüchtlinge" auf dem nordamerikanischen Kontinent verkommen zu sein.

Siehe all diese unsäglichen Neoanglizismen wie "body", "gender", "style" und nicht zu vergessen all diese netten Begriffe für Sexualpraktiken, die völlig verblödet aus dem nordamerikanischem Sprachraum in die deutsche und andere Sprachen übernommen wurden. Liest sich wie ein Enkaufszettel beim Elektrohändler, nicht wahr?

Vor lauter Selbstzweifel an Ihrer eigenen Sexualität, verlieren mehr und mehr Frauen und zugleich Männer eine gesunde Einstellung zur eigenen Identität.

Wer es seinen Mitmenschen nicht gönnt, dass sie eine sexuell erfüllte Partnerschaft auch ohne diese ganzen tyrannisch diktierten idiotischen schnelllebigen Körperidealen finden können, der soll es tunlichst bleiben lassen, anderen seine persönlichen Vorlieben vorzuschreiben.

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emmerot 12.11.2015, 19:34
39. G36

Zitat von FocusTurnier
Wenn ein "Sturmgeschütz der Demokratie " auf dem Cover titelt " Eine Krankheit namens Mann" (SPIEGEL 38/2003) dann ist es auf dem selben Niveau wie die (steuerfinanzierte) EMMA angekommen.
War's nicht das G36 der Demokratie? Oder der Starfighter der Demokratie?
Egal. Ich lese eigentlich fast jede Kolumne hier. Aber ich schätze mal, Frau Stockowski hat hier regelmäßig die wenigsten Leserkommentare. Irgendein Feuer unter den Diskutanten ist hier nicht zu finden. Und mehr muss man wohl auch über die gesamte Kolumne nicht sagen. Trotzdem bin ich nächste Woche wieder dabei, getreu Frank Underwoods "Don't be flattered, I read everything".

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