Forum: Kultur
Feministin Virginie Despentes: Die nordkoreanische Option
JF Paga

Bestseller-Autorin, Punkerin und Ex-Prostituierte: Virginie Despentes schrieb das Manifest zu #MeToo, als Weinstein noch satt in Hollywood saß - und jetzt die Gesellschaftsanalyse unserer Zeit.

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Newspeak 14.10.2018, 21:32
1. ....

"Sie sagt: "Zwei Dinge: Gehorsam wird nicht belohnt. Und es ist wichtig, nie zu glauben, was einem als richtig präsentiert wird.""

Sehr richtig. Und deshalb sollte man auch die Form des Feminismusses hinterfragen, der glaubt, die Wahrheit zu kennen und daher immer das Richtige zu tun.

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quark2@mailinator.com 14.10.2018, 22:27
2.

Ich bin mir nicht sicher, was für ein Männerbild Prostituierte haben, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß sich darauf konstruktiv und mit gegenseitigem Respekt eine gute gesellschaftliche Vision für die zukunft aufbauen läßt. Voriges soll nicht so interpretiert werden, daß ich vor Frau Despentes generell keinen Respekt habe. Da hätte ich weniger für die sog. Freier. Ich denke nur, daß unser Leben Spuren bei uns allen hinterläßt.

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123Valentino 15.10.2018, 04:42
3. Sicherlich....

werde ich dieses Buch kaufen.
Oft ist es doch so , die Spuren die das Leben hinterlässt sind oft nicht lesbar, keiner erfährt was war und ist. Die Frau übersetzt diese Spuren in eine lesbare Form.
Jetzt hoffe ich dass es auch lesenswert ist.
Hat mich neugierig gemacht.

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hektor2 15.10.2018, 05:38
4. Hmmm

Prostitution als "Freiheit von Erwartungszwängen"? Hmmm ... Wirkt auf mich ein wenig wie eine verklärte Erinnerung.

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Bondurant 15.10.2018, 11:38
5. Eine kluge

aber auch harte Frau

in "King Kong Theorie" beschreibt sie sachlich, wie Prostitution einer Frau die Freiheit geben kann, abseits von einem engen Erwartungsrahmen Sex zu haben. ...
Bis 30 dachte ich, dass Gewalt eine gute Überlebensstrategie sei", sagt Despentes. "Nicht nur gegen sexuelle Gewalt, sondern allgemein: gegen Staatsgewalt, gegen Polizeigewalt. Aber das funktioniert auf Dauer nicht, besonders, wenn man älter wird.


hart auch gegen sich selbst, offenbar. Utopien: keine. Sehr bemerkenswert.

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Alexis_Saint-Craque 15.10.2018, 16:44
6. Erbärmlich

Ich möchte nicht ohne Eskapismen leben. Ein Leben außerhalb des Trostes ist vielleicht wahr. Aber wen interessieren schon nackte Tatsachen ohne die notwendigen Verkleidungen. Wie arm und erbärmlich. Rinnstein mal wieder.

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lupo62 17.10.2018, 09:39
7. Schlecht drauf

Die Frau scheint einiges mitgemacht zu haben und das hat sie geprägt. Ich werde mir ihre Bücher, in denen die Protagonisten offenbar ständig in der Klemme und entsprechend schlecht drauf sind, trotzdem nicht antun. Dazu gibt es doch noch zuviel Liebe unter den Menschen.

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Alexis_Saint-Craque 17.10.2018, 10:50
8. Ein Leben ohne Verkleidung

Zitat von lupo62
Die Frau scheint einiges mitgemacht zu haben und das hat sie geprägt. Ich werde mir ihre Bücher, in denen die Protagonisten offenbar ständig in der Klemme und entsprechend schlecht drauf sind, trotzdem nicht antun. Dazu gibt es doch noch zuviel Liebe unter den Menschen.
Ihre Bücher sind schon allein deshalb lesenswert, weil sie zeigt, was diesseits der Verkleidungen übrig bleibt: ein Raubtier, das zum Aasfresser mutiert. Es ist daher durchaus ein Zeichen von Menschlichkeit und Liebe, Verkleidungen zu ermöglichen, die wir Zivilisation nennen. Und von einer solchen darf niemand ausgeschlossen werden. Weder die Frau noch der Verlierer. Während die privilegierte Frau noch kämpfen oder in Luxus fliehen kann, hat der Rest ein Leben in Gleichgültigkeit oder als Hyäne akzeptiert und ersehnt den Tod - als letzte prachtvolle Verkleidung, die dem Paria bleibt. Für ein Leben ohne Verkleidung.

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demokratie-troll 26.12.2018, 14:37
9. Feministische Realitätsuntüchtigkeit

Zitat: "In Frankreich haben wir viel Angst vor der Unterdrückung durch den Islam. Aber ich habe noch nie eine muslimische Frau getroffen, die so unterdrückt wird wie reiche Pariserinnen."
Offenbar gibt es ein Milieu, das neben der erbärmlichsten Selbstverachtung die totale Verharmlosung und Realitätsuntüchtigkeit hervorbringt. Man denke nur an die Vergewaltigten im Iran oder in Pakistan, die für die Missetat des unehelichen Geschlechtsverkehrs hingerichtet werden oder an die ausgepeitschten Frauen, die kein Kopftuch tragen wollten. Kotz.

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