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Fergus Falls: US-Kleinstadt vom Fall Relotius betroffen

Claas Relotius hat über das amerikanische Dorf Fergus Falls eine SPIEGEL-Geschichte geschrieben. Zwei Einwohner haben seine Reportage überprüft. Ihr Urteil ist vernichtend. Dieser Fall zeigt exemplarisch, dass die Sicherheitsmechanismen der Redaktion versagt haben.

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yossariania 22.12.2018, 01:53
110. Seltsam,

Zitat von ilexanulus
'Bis nach New York City sind es 1880 km und nicht 2200.' -> Also ehrlich: kann man per Google Maps checken. Die kürzeste Distanz sind 1380 Meilen. Rechnet man das in km (* 1,609) kommt man auf ..... 2200 km. Ich vermute so ist Relotius auf seine Daten gekommen. Aber wenn dieser Anwurf schon - für jeden nachprüfbar - nicht stimmt, wie sieht es dann mit anderen von Krohn und Anderson genannten 'Fakten' aus? Nehmen wir mal den Bürgermeister. Wenn man das Bild so sieht: 27 könnte passen. Und wann er am Ozean war, seit wann er eine Freundin hat, und seit wann er die heiraten will: das sagen die beiden auch nicht.
mein google maps gibt mir exakt 1.868,65 km (1.161,13 mi) als Entfernung aus. Da nun sowohl New York City, als auch Fergus Falls eine gewisse Ausdehnung haben, kann man die 1880 km schon als ganz guten Wert gelten lassen.

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aliof 22.12.2018, 09:52
111. Nicht im Mindesten preiswürdig

Zitat von browserhead
... die [Pseudo] Qualität von Relotius´ Artikeln ..
.. aus meiner Sicht, nicht eins der fiktionalen Texte. – Das war von vorn bis hinten schlichtweg Betrug !

Lese selbst viel und freue mich eigentlich immer auch über etwas längere Magazinartikel mit Hintergrund. So war ich auch einmal auf einen Artikel von R. gestoßen, was ich aber nur als hohl empfand, nicht zu Ende las, und vergaß .. bzw. verbuchte das unter Pseudojournalismus.

Ganz im Gegensatz zu der echten und liebevoll gestalteten, unbezahlten Gegendarstellung der Leute aus einem der verunglimpften Orte, Michele Anderson and Jake Krohn.
Vergleichbar bis noch mehr ausführlichen, Reportagen in der NewYorkTimes.

Vielleicht ursächlich , jedenfalls empfehle ich darüber nachzudenken : bei www.nyt.com zeichnen gerade bei Recherche-intensiven Artikel oft mehrere Autoren verantwortlich. – Möglicherweise wird dort eher in Teamverantwortung gearbeitet als bei SPON.

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