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Ferien am Meer: Und die Luft riecht nach Pinien
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Gewinner machen nie Strandferien - und erliegen dann beim Halbmarathon einem Infarkt. Den Überlebenden sei gesagt: Urlaub am Meer versteht man nur, indem man Urlaub am Meer macht.

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ratingia1275 06.07.2019, 21:04
1.

Schön geschrieben..Fahre Freitag mit der Familie...im Wohnwagen nach Spanien...Ruhe,Frieden,Entspannung...Viersamkeit.. .das was zählt...keine Arbeit, Stress, Krieg und Sorgen...drei Wochen die die restlichen 49 Wochen Systemmühle erträglich machen...

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jbexists 06.07.2019, 21:08
2. Es sind Ferien!

Und das Meer ist unbezähmbare Anarchie. Ganz gut, das auch mal ab und zu vor Augen geführt zu bekommen. Ansonsten: kommt mir irgendwie bekannt vor.;)

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spoon-leser 06.07.2019, 21:38
3. Schön wars...

Tolle Kolumne, kommen auch eben aus Kroatien, die Insel Cres, getreu dem Motto der dort lebenden Menschen, "No stress on Cres". Wohnwagen direkt am Meer, rauschen der Wellen und dieser Pinienduft. Mehr braucht es nicht...

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catcargerry 06.07.2019, 22:02
4. Berg

einmal menschlich. Geht aber nicht ohne einen Seitenhieb auf die, die sonst als - vielleicht nicht unmenschlich, aber - moralische und ethische Versager - nach den Maßstäben der Berg eigenen Unfehlbarkeit - dargestellt werden. Man kann die beschriebenen Freuden aber auch ohne Flugzeug, nur mit einem verbrauchsarmen Auto oder Bahn oder Fahrrad erreichen - an Deutschlands Küsten oder links und rechts davon. Mache ich seit Jahren und lass mich dort überwiegend vom Wind bewegen - auch ökologisch. Die Schweiz hat auch viel Wasser und Strand. Bei Halbmarathon, geschweige denn Marathon, lässt die Realität das Bergsche Klischee auch scheitern, es passt allenfalls in die Asphaltmenschenblase, in der Berg lebt.

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ghp2 06.07.2019, 23:55
5.

Geht aber auch "besser", nicht unbedingt am Mittelmeer.
Zugegeben mit viel Glück, 150 Meter Stand für einen ganz alleine, ein wunderschöner Baum über einem in dem tausende Bienen Nahrung suchen und immer eine gute Briese. Und das Meer macht eh' was es will, mehrere Meter hohe Brecher bei ne'm kurzem Sturm sind gigantisch schön und der Junge aus England mit seinen 3 Verehrerinnen überkommen am Flughafen die Tränen. Da sagst Du einmal, in dem Gin Tonic ist aber kein Gin und dann ist da kein Tonic mehr drin.

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dasfred 07.07.2019, 03:44
6. Das Meer war Urlaub meiner Kindheit

Nicht am Meer, auf dem Meer. Die Sommerferien immer auf dem Küstenmotorschiff eines Onkels. Durch Nord und Ostsee, Schweden, Norwegen, England, Holland und so weiter. Später, im Studium, in der Nähe der Nordsee habe ich den Wintersturm am Meer schätzen gelernt. Er lässt alles andere unwichtig erscheinen. Der Strand der Elbe war den warmen Sommernachmittagen vorbehalten. Strand ist flach, ist beruhigend, ist weich. Strand macht auf wohlige Art müde. Ich verstehe Sybille Berg wirklich gut. So entspannt war schon lange keine ihrer Kolumnen.

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Hexavalentes Chrom 07.07.2019, 09:36
7. Anabase?

Es ist gewiss von aufschreckender Novität, das Meer als Seelenwaschmaschine wahrzunehmen. Das absolut Sensationelle dieser Wahrnehmung müssen wir der Ermüdung zuschreiben, die sich an südlichen Gestaden einstellt. Mental erschlafft im Harz der Pinien. Wie eine Fliege im Bernstein anderswo. Im Süden ging man stets zügig an den Aufstieg vom Meer ins Land. Haben Sie noch nie von der Anabase gehört und ihren Chansons?

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homo45 07.07.2019, 09:44
8. Hohes Lob

So unpolitisch und ganz individuell. Sie setzt ihre Gedanken kunstvoll um, mit Geld nicht aufzuwiegen.

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Hexavalentes Chrom 07.07.2019, 10:15
9. Unter hummerfarbenem Himmel

Zitat von spoon-leser
Tolle Kolumne, kommen auch eben aus Kroatien, die Insel Cres, getreu dem Motto der dort lebenden Menschen, "No stress on Cres". Wohnwagen direkt am Meer, rauschen der Wellen und dieser Pinienduft. Mehr braucht es nicht...
Stets aber sind es die Genügsamen, für die es so wenig braucht, denen Dank darzubringen ist: für ihren Verzicht auf das Exorbitante. So bleibt den anderen ein Schwelgen in oft einsamer Opulenz. Überwältigt. Übersättigt. Übernächtigt. Unter hummerfarbenem Himmel. Chill out pailettenübersät. Eingeworfen. Weggeworfen. Wegweiser in Gestalt byzantinischer Hodigitrien. Black out.

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