Forum: Kultur
Fernseh-Dino von der Lippe: "Diese Gender-Scheiße macht mich fertig!"
DPA

Die Frauenquote sorge nur für Quotenfrauen, Anreden wie "Liebe Kolleginnen und Kollegen" seien "Gender-Scheiße": Der Entertainer Jürgen von der Lippe feuert im Interview mit dem SPIEGEL eine Breitseite gegen den Feminismus ab.

Seite 1 von 27
bibabutzen 26.10.2014, 15:11
1. Ja, ja. Endlich!

Endlich. Ich fand ihn noch nie richtig gut, aber jetzt finde ich ihn langsam richtig gut.

Beitrag melden
Gluehweintrinker 26.10.2014, 15:22
2. Redakteurinnen und Redakteure...

...könnten sich jede Menge Zeilen sparen und Bundestagsabeordene (und Bundestagsabgeordnetinnen) viel Redezeit gewinnen, wenn sie Leserinnen und Lesern, Koleginnen und Kollegen, Parteifreundinnen und Parteifreunden, Zuhörerinnen und Zuhörerinnen den Lehrerinnen- und Lehrermangel, den Energieverbrauch von Staubsaugerinnen und Staubsaugern und die Reinhaltung von Wasserinne und Wasser schlicht mit dem (männlichen) Sammelbegriff verdeutlichen würden.

Im englischsprachigen Raume wundert man sich über die Gender-Scheiße aus Deutschland. Außer einer Hostess (die nichts Anstößiges tut), der Actress, Waitress und Stewardess bleibt es beim Teacher, Driver, Professor und Doctor und gut ist es. Was in Land funktionkert, das die Diskriminierung einst aus dem Dunkel ans Licht der Öffentlichkeit zerrte und ihr einen Namen gab, sollte doch auch im Erbsenzählerland Nummer Eins funktionieren.

Herr von der Lippe hat vollkommen recht.

Beitrag melden
Edelstoffl 26.10.2014, 15:23
3. Na, ob er das wirklich so gesagt hat...

dass er nichts von Gleichberechtigung halte... kann ein halbwegs intelligenter Mensch nicht dagegen sein und dafür halte ich Herrn von der Lippe trotz des vulgären Vergleichs.
Mit der "Genderscheiße" bin ich allerdings ganz bei ihm, hat nämlich mit Gleichberechtigung gar nichts zu tun... und ich denke, dass hat er auch gemeint. Dass mit "nichts von Gleichberechtigung halten" klingt sehr nach in den Mund gelegt und aus der Ablehnung des Genderismus heraus interpretiert...

Beitrag melden
cotillo2011 26.10.2014, 15:24
4. Dinosaurier

Männer wie von der Lippe sind eine aussterbende Spezies, weil sie unfähig sind, mit veränderten Bedingungen klar zu kommen. Das Lamentieren und Klagen über die bösen Frauen, die einfach nur das gleiche haben wollen, was Männer schon länger haben, ist der Abgesang dieser Dinos. In wenigen Jahrzehnten wird sich niemand daran erinnern, dass es sie jemals gab.

Beitrag melden
evonw 26.10.2014, 15:29
5. Genauso flach

wie sein Humor sind seine Argumente (ups, die sind so flach, ich finde sie gerade nicht). Einfach Behauptungen aufzustellen, zieht vielleicht bei ebenso flach denkenden Fans, aber nicht bei wissenschaftlich Interessierten und Sachargumenten aufgeschlossenen Personen. Und die Sachargemente (Studien, etc.) sprechen eine klare Sprache gegen Herrn vdLippe.

Beitrag melden
severus1985 26.10.2014, 15:33
6. Gleichberechtigung durch Überkompensierung

Ich finde es ein Unding, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Gehalt bekommen und ich finde es ein Unding, wenn man aufgrund seines Geschlechtes, seiner Nationalität etc. schlechter Chancen auf den Wunschberuf hat...
ABER mit der "Gender-Scheiße" sehe ich das genau wie Herr von der Lippe. Die Studienordnung meiner Universität ist vor lauter "Studenten und Studentinnen", "Professoren und Professorinnen" und "Dekanen und Dekaninnen" garnicht mehr lesbar. Das finden im Übrigen auch die Mehrzahl der weiblichen Studenten (pardon, Studentinnen) unnötig.
Frauenquote ist auch eher "altes Unrecht mit Neuem" bekämpfen. Sobald die alten Machos in den Vorständen rausrotiert sind, hat sich das Problem ohnehin erledigt.
Bis dahin wäre ein sinnvoller Schritt, Bewerbungen ohne Angabe des Namens und Geschlechts als Standard einzuführen, damit wäre man deutlich weiter.

Beitrag melden
titoandres 26.10.2014, 15:39
7. @Cotillo2011

Woher wollen Sie das wissen? Nur weil Sie vielleicht in Ihrer Umgebung Männer haben, die ohne nachzudenken, nach Geschlechtern aufgeteilte Toiletten diskriminierend finden, müssen Männer mit einer anderen Haltung nicht aussterben. Vielleicht kennen Sie nicht so viele. Mein Gefühlt sagt, die Anzahl derjenigen, die in der Gender-Thematik naiv in allem Diskriminierung sehen, sind deutlich in der Unterzahl und diese Mode wird nicht überleben.

Beitrag melden
kasselklaus 26.10.2014, 15:40
8. Mutig

Mutig von Herrn Lippe, sich gegen den Mainstream - auch seiner Kollegen - zu stellen. Man muss sich nämlich im klaren darüber sein, dass man als Feminismuskritiker keinen leichten Stand hat. Immerhin ist Feminismus und Gender die Leitideologie in Staat und Medien!

Beitrag melden
Marius Meyer 26.10.2014, 15:43
9.

Generell halte ich von der Unleserlichkeitsmachung durch Gendern auch nichts, aber ein Dozent begründete neulich sein eigenes Gendern, was ich einen interessanten Denkanstoß fand. Er sagte nämlich, wenn man nur Banker aber nicht Bankerinnen sagt, würde man die weiblichen Personen in diesem Berufsstand gar nicht mitdenken und dadurch diskriminieren. Andere Beispiele gibt es wohl zuhauf, eventuell auch anders herum.

Beitrag melden
Seite 1 von 27
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!