Forum: Kultur
Fichtners Tellergericht: Bitte noch etwas Buchstabensuppe!

Ein Kochbuch ohne Rezepte kann auch was Feines sein. Das beweist ein Mann namens Peter Peter. Der Kulturhistoriker bereitet die Geschichte des Essens in Deutschland so fein gewürzt auf, dass man sein Buch voller Eifer verschlingt.

autocrator 23.01.2009, 11:59
1. der prozess der zivilisierung

dies ist eine der seltenen rezensionen, die wirklich lust machen, das beschriebene buch auch zu kaufen. glückwunsch!

- und "endlich" scheint es ein weiteres der wenigen und seltenen bücher zu geben, die wirkliche kochbücher sind - und nicht rezeptesammlungen.

es muss dabei nicht zwingend um waren- und werk-/arbeitsmaterial-kunde gehen, bio- und koch-chemie bzw. -physik, landeskundliche aspekte (dauer und winkel der sonneneinstrahlung sowie bodenbeschaffenheit für weinreben)
oder kochtechniken - alles bereiche, die in den meisten kochbüchern / rezeptesammlungen meist nur unzureichend und schnell auf ein paar wenigen seiten abgehandelt werden.

warum nicht einmal (koch-) und kulturgeschichte? - großartig!
der intelligente küchenmeister wird sich aus dem beschriebenen seine rezepte schon selbst zusammenreimen können und neue alte kulinarische wunder vollbringen :-))

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Methusalixchen 23.01.2009, 12:48
2. Das Buch habe ich ...

... nach dem Lesen gleich wieder weiterverkauft. Es ist zwar streckenweise ganz nett, aber alles in allem ziemlich schlecht geschleuderter Honig. Außerdem scheint überhaupt kein Lektorat stattgefunden zu haben -- weder hinsichtlich sachlicher Fehler orthographischer und grammatikalischer Schnitzer. Schade, das Thema hätte mehr Sorgfalt und ein dezidiertes Fazit verdient gehabt.

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