Forum: Kultur
Fichtners Tellergericht: Genießertest auf Herz und Nieren

Fleisch essen die meisten gern, bei Innereien hört das Vergnügen jedoch auf. Herz, Leber, Lunge und Nieren gelten als eklig und minderwertig. Dabei sind sie traditionsreiche Delikatessen. Ein Plädoyer für die inneren Werte.

Seite 1 von 2
Mulharste 06.02.2009, 12:26
1. iiiii

Mahlzeit,

nun, also ich esse so gut wie alles, incl Insekten und sonstigen Sachen, die egtl für den gemeinenen Mitteleuropäer
ungeniessbar sind, aber bei Innereien hört der Spaß auf.
Sorry.

Ich gibt für mich nichts abstoßenderes als Lungenhaschee süß/sauer oder Leber, Nieren, Herz. Pfui Spinne. Sowas gehört nicht auf den Teller. Meine Meinung.

Ferner bin ich davon überzuegft, dass es ncht gesund sein kann, Filter und Katalysatoren zu essen. Man sagt zwar, Leber und Nieren sind gesund, aber sind wir doch ehrlich...was diese Organe machen, ist nicx anderes als zu entgiften und zu reinigen und Schadstoffe etc abzubauen. Das lagert sich doch ein...

Beitrag melden
aldifreak 06.02.2009, 12:56
2. Warum IIII?

Hi,

beim Thema Insekten habe ich eine andere Meinung.
Diese gehoehren einfach nicht in unserer Kultur auf den Teller.
Innereien waren aber seit jeher Bestandteil des Speiseplans.
Leider haben viele das in der heutigen Wohlstandsgesellschaft in DE vergessen.
Da ich selber zurzeit in CZ lebe, sehe ich, dass dies hier noch ganz anders ist.
Hier fuehren noch die meisten Restaurants zumindest die Leber.

Hinsichtlich der gesundheitlichen Bedenken, gilt hier wohl die alte Weisheit, dass die Dosis das Gift macht.

Natuerlich sollte man nicht taeglich Leber oder Niere essen.
Aber gegen einen monatlichen Konsum spricht nun rein gar nichts.

Vieleicht ist es besser den Fleischkonsum generell zu ueberden?

Gruss
Aldifreak

Beitrag melden
docstrangeluv 06.02.2009, 13:07
3. Lecker aber leider nicht verfügbar

Da ich das große Glück habe mit einer Französin verheiratet zu sein, deren Vater zudem noch ein Metzger alter Schule ist, kenne ich die französische Innereien-Küche mittlerweile recht gut und finde die meisten Gerichte äusserst schmackhaft. Mein eigener Vater aß und isst immer noch gerne Gänseklein (alles was so aus demm inneren der Gans kommt) in Dillsauce, Herz und Zunge gabs bei uns immer zu Weihnachten. Das prägt. Ich selbst liebe Nierchen in Senfsauce und Kalbsleber die kurz in Salbeibutter gebraten wurde, ist für mich eine Delikatesse.

In Frankreich habe ich Kalbskopf kennengelernt und war sofort begeistert. Also habe ich in meiner Heimatstadt diverse Metzger nach Kalbskopf gefragt und bekam immer dieselbe Antwort: Die gibts hier leider nicht, die gehen direkt vom Schlachthof nach Frankreich. Na riesig. Für einen Privathaushalt (die Gastronomie hat da wohl noch andere Quellen) sind also viele der Inner-Leckereien in Deutschland leider gar nicht verfügbar. Schade an sich.

PS... an den Vorredner... wer Insekten isst, sitzt ganz klar im Glashaus und sollte sich besser etwas zurückhalten was den Audruck "eklig" angeht. Oder war das eventuell auch nur Wichtigtuerei?

Beitrag melden
number12 06.02.2009, 13:31
4. Nee ... mag ich auch nicht ...

Ich bin wahrscheinlich auch so ein Banause ...

Ich selbst esse „eigentlich alles“, inklusive Froschschenkeln, jede Art von Fisch inklusive Austern und Matjes. Ich liebe Rohmilchkäse, der gern schon ein oder zwei Wochen über dem Verfalldatum liegen darf (wie lange, entscheide ich immer nach Geruch) und so richtig ausläuft beim Anschneiden. Also sowas wie gut abgelagerter Ziegenbrie, der innen fast flüssig ist. Zwiebeln esse ich gern roh, Grützwurst geht gern auch mal und mir ist es egal, wie blöd die Leute gucken, wenn ich gerade Tilsiter der Marke Ascheberger eingekauft habe (Kenner wissen warum ;-).

Aber eins schaffe ich nicht: Mich an einen Tisch zu setzen, an dem es nach gebratener Leber riecht. Mir wird dann schlecht. Damit einhergehend mag ich auch keine anderen Innereien. Lungenhaschee, Bregen, Nieren, Zunge - mag ja alles seine Kenner und Liebhaber haben, aber ohne mich.

Ob es daran liegt, dass im Kindergarten die Leber hart wie Schuhsohle war und erbärmlich stank, daran, dass unser Hund frischen Pansen bekam (der auch stank) oder einfach an der Tatsache, dass entfernte Verwandte, die aus dem Osten geflohen waren, Innereien als Delikatesse bezeichneten (Der „Abfall“ war billiger als ein Nackenkotelett - wieso „Delikatesse“?) - ich weiß es nicht.

Aber es stimmt schon: Manche empfinden schon einen ganzen Fisch auf dem Teller als Zumutung. Soweit bin ich aber dann doch noch nicht.

Beitrag melden
tempus fugit 06.02.2009, 13:36
5. Und vom Lamm?

Zitat von docstrangeluv
Da ich das große Glück habe mit einer Französin verheiratet zu sein, deren Vater zudem noch ein Metzger alter Schule ist, kenne ich die französische Innereien-Küche mittlerweile recht gut und finde die meisten Gerichte äusserst schmackhaft. Mein eigener Vater aß und isst immer noch gerne Gänseklein (alles was so aus demm inneren der Gans kommt) in Dillsauce, Herz und Zunge gabs bei uns immer zu Weihnachten. Das prägt. Ich selbst liebe Nierchen in Senfsauce und Kalbsleber die kurz in Salbeibutter gebraten wurde, ist für mich eine Delikatesse. In Frankreich habe ich Kalbskopf kennengelernt und war sofort begeistert. Also habe ich in meiner Heimatstadt diverse Metzger nach Kalbskopf gefragt und bekam immer dieselbe Antwort: Die gibts hier leider nicht, die gehen direkt vom Schlachthof nach Frankreich. Na riesig. Für einen Privathaushalt (die Gastronomie hat da wohl noch andere Quellen) sind also viele der Inner-Leckereien in Deutschland leider gar nicht verfügbar. Schade an sich. PS... an den Vorredner... wer Insekten isst, sitzt ganz klar im Glashaus und sollte sich besser etwas zurückhalten was den Audruck "eklig" angeht. Oder war das eventuell auch nur Wichtigtuerei?



Ich hatte mal das Glück - und hab's dann aus reiner Neugier probiert - ûnd zwar Lammleber.

Leider seit geraumer Zeit nicht mehr im Sortiment, aber so was Gutes kriegt man sonst kaum auf den Tisch. Wer dran
kommt, sollte es wirklich mal probieren - ohne viel Gedöns drumherum.

Beitrag melden
badi.zonneveld 06.02.2009, 14:10
6. Bolivien

Also hier in Bolivien ist es an der Tagesordnung Innereien zu essen, es ist hier ganz normal in ein Grillrestaurant zu gehen und zu sagen: bringen sie mir bitte "parrillada" das ist eine grill Mischung aus Fleisch, Herz, Niere, Euter, Leber, Eingeweide und vieles Mehr. Ich persoenlich mag vieles nicht, aber Herz und Leber essen wir hier im eigenen Haus jede Woche, mir war da gar nicht so bewusst das das nicht ueberall so ist. Bei Leber und Nieren Stimmt es natuerlich das es "Filter" sind, und man darf da auch nicht zu viel essen, aber Herz zum Beispiel ist doch auch nur ein Muskel.

Badi Zonneveld
Santa Cruz de la Sierra.

Beitrag melden
Mulharste 06.02.2009, 14:54
7. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

Zitat von aldifreak
Hi, beim Thema Insekten habe ich eine andere Meinung. Diese gehoehren einfach nicht in unserer Kultur auf den Teller. Innereien waren aber seit jeher Bestandteil des Speiseplans. Leider haben viele das in der heutigen Wohlstandsgesellschaft in DE vergessen. Da ich selber zurzeit in CZ lebe, sehe ich, dass dies hier noch ganz anders ist. Hier fuehren noch die meisten Restaurants zumindest die Leber. Hinsichtlich der gesundheitlichen Bedenken, gilt hier wohl die alte Weisheit, dass die Dosis das Gift macht. Natuerlich sollte man nicht taeglich Leber oder Niere essen. Aber gegen einen monatlichen Konsum spricht nun rein gar nichts. Vieleicht ist es besser den Fleischkonsum generell zu ueberden? Gruss Aldifreak
Hier gibts auch in jedem zweiten Restaurant Leber mit Pü.
Nunja, also mir ging es nicht um kulturelle Unterschiede.
Mir schmeckts einfach nicht - egal ob es auf dem Speiseplan steht.

Beitrag melden
Mulharste 06.02.2009, 14:57
8. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

Zitat von docstrangeluv
Da ich das große Glück habe mit einer Französin verheiratet zu sein, deren Vater zudem noch ein Metzger alter Schule ist, kenne ich die französische Innereien-Küche mittlerweile recht gut und finde die meisten Gerichte äusserst schmackhaft. Mein eigener Vater aß und isst immer noch gerne Gänseklein (alles was so aus demm inneren der Gans kommt) in Dillsauce, Herz und Zunge gabs bei uns immer zu Weihnachten. Das prägt. Ich selbst liebe Nierchen in Senfsauce und Kalbsleber die kurz in Salbeibutter gebraten wurde, ist für mich eine Delikatesse. In Frankreich habe ich Kalbskopf kennengelernt und war sofort begeistert. Also habe ich in meiner Heimatstadt diverse Metzger nach Kalbskopf gefragt und bekam immer dieselbe Antwort: Die gibts hier leider nicht, die gehen direkt vom Schlachthof nach Frankreich. Na riesig. Für einen Privathaushalt (die Gastronomie hat da wohl noch andere Quellen) sind also viele der Inner-Leckereien in Deutschland leider gar nicht verfügbar. Schade an sich. PS... an den Vorredner... wer Insekten isst, sitzt ganz klar im Glashaus und sollte sich besser etwas zurückhalten was den Audruck "eklig" angeht. Oder war das eventuell auch nur Wichtigtuerei?
Was soll denn die Aggression? Ich wollte damit sagen: ich esse alles - zumindest probier ich es und lehne es nicht grundweg ab. Das wort eklig fiel überhaupt nicht. Es schmeckt mir schlicht und ergreifend nicht - ich kene es jedoch. Insekten hingegen, schmecken nicht schlecht - ich esse die jedoch auch nicht ständig, sondern habe sie probiert. Darum, geht es - mal schön den Ball flachhalten und nicht immer Streit suchen.

Beitrag melden
Mulharste 06.02.2009, 14:59
9. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

Zitat von number12
Ich bin wahrscheinlich auch so ein Banause ... Ich selbst esse „eigentlich alles“, inklusive Froschschenkeln, jede Art von Fisch inklusive Austern und Matjes. Ich liebe Rohmilchkäse, der gern schon ein oder zwei Wochen über dem Verfalldatum liegen darf (wie lange, entscheide ich immer nach Geruch) und so richtig ausläuft beim Anschneiden. Also sowas wie gut abgelagerter Ziegenbrie, der innen fast flüssig ist. Zwiebeln esse ich gern roh, Grützwurst geht gern auch mal und mir ist es egal, wie blöd die Leute gucken, wenn ich gerade Tilsiter der Marke Ascheberger eingekauft habe (Kenner wissen warum ;-). Aber eins schaffe ich nicht: Mich an einen Tisch zu setzen, an dem es nach gebratener Leber riecht. Mir wird dann schlecht. Damit einhergehend mag ich auch keine anderen Innereien. Lungenhaschee, Bregen, Nieren, Zunge - mag ja alles seine Kenner und Liebhaber haben, aber ohne mich. Ob es daran liegt, dass im Kindergarten die Leber hart wie Schuhsohle war und erbärmlich stank, daran, dass unser Hund frischen Pansen bekam (der auch stank) oder einfach an der Tatsache, dass entfernte Verwandte, die aus dem Osten geflohen waren, Innereien als Delikatesse bezeichneten (Der „Abfall“ war billiger als ein Nackenkotelett - wieso „Delikatesse“?) - ich weiß es nicht. Aber es stimmt schon: Manche empfinden schon einen ganzen Fisch auf dem Teller als Zumutung. Soweit bin ich aber dann doch noch nicht.
so isses! so wollte auch ich mich verstanden wissen

Beitrag melden
Seite 1 von 2
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!