Forum: Kultur
Film-Festival von Venedig: "Joker" gewinnt Goldenen Löwen
Niko Tavernise/ Warner Bros. Pictures/ AP

Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Psychothriller "Joker". Das Werk erzählt von der Entstehung des Batman-Gegenspielers - mit einem brillanten Jaoquin Phoenix in der Titelrolle.

climamail2000-shopping 07.09.2019, 23:15
1. Polanski der Kinderschänder

“...hatte er Sex mit der damals 13-jährigen...” Was hat sich der Autor dabei bloss gedacht? Wenn man diesen Satz liest könnte man glatt denken, der Sex war einvernehmlich. Und keine anale Vergewaltigung eines unter Drogen gesetzten Kindes. Polanski gilt es als Kinderschänder zu ächten. Und der Autor sollte sich ob dieser Verharmlosung schämen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atömchen 07.09.2019, 23:39
2.

Alleine den Ansatz des Werkes finde ich ja interessant und auch irgendwie deprimierend: 1989 wurde der Joker zum wahnsinnigen Bösewicht, nachdem er in einer Chemieanlage in ein Säurebecken fiel. 2019 reicht es aus, der Gesellschaft ausgesetzt zu sein, um den Verstand zu verlieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kakophoniephobie 08.09.2019, 07:34
3. God's Lonely Man - ausgegrenzt und desillusioniert

"Mit kühler Eindringlichkeit und analytischer Präzision schildert der ungemein dichte Film die psychischen Deformationen seines Helden. Zugleich verdeutlicht er, dass der Ausbruch individueller Gewalt mit einem allgemeinen Klima latenter Brutalität und Abstumpfung korrespondiert. Ein Thriller, der intensive Wirklichkeitsbeobachtung mit den mythischen Qualitäten des traditionellen Genrefilms verbindet." (Lexikon des internationalen Films) - Der Film zeigt, "wie schmal der Grat zwischen Weltschmerz und Frustration einerseits und (selbst-)zerstörerischem Wahn andererseits ist; aber auch, dass ein ebenso schmaler Grat in der öffentlichen Wahrnehmung existiert, nämlich der zwischen Verbrechern und Helden …" (E. Schmitz) - Nicht auf "Joker" beziehen sich diese beiden Kritiken, wie man meinen sollte, sondern den 1976 erschienenen "Film noir" "Taxi Driver" von Martin Scorsese. Darin geht es um den einsamen und desillusionierten Kriegsveteranen und New Yorker Taxifahrer Travis Bickle (Robert de Niro), der den "Abschaum" von der Straße spülen will und schließlich Amok läuft. - "Die Kraft des Geistes auf dem falschen Weg", sagte Martin Scorsese über die grundlegende Charaktereigenschaft der Hauptfigur. - "Mit Stilisierung des selbstgerechten und hassgetriebenen Kriegsveteranen zum Volkshelden wird dem Zuschauer das Missverständnis sowohl der individuellen als auch der gesellschaftlich sanktionierten Perspektive erschreckend einsichtig. Der Außenseiter Bickle, ein klassischer Film-Noir-Charakter, der mit jedem sozialen Kontakt seine eigene (ihm und uns teils rätselhafte) Einsamkeit neu gespiegelt findet, wechselt durch eine Bluttat gegen 'Andere' am gesellschaftlichen Rand (scheinbar) die Lager. Mitten in New York tritt er in die Söldnerrolle zurück und wird für seine Selbstjustiz von der ihn zuvor ausschließenden Gesellschaft als Held gefeiert. Auf bösartige Weise konterkariert Taxi Driver - im Jahr nachdem der Vietnamkrieg geendet und die Watergate-Affäre einen Keil ins politische Selbstverständnis der Mutter aller Demokratien getrieben hatte - den für die US-Gesellschaft so wichtigen Begriff individuellen Heldentums." (https://der-film-noir.de/v1/node/613) - "Taxi Driver" ist nicht zuletzt aufgrund der weltweiten politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Umwälzungen und Verwerfungen (z.B. Migration) und hinsichtlich von Erscheinungen wie (Rechts-)Populismus und (Rechts-)Nationalismus sowie Ausgrenzung von Andersdenkenden und Vergiftung des Klimas samt Spaltung der Gesellschaft brandaktuell - möglicherweise auch "Joker".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stammeskrieger 08.09.2019, 08:20
4. Oooouuuund wieder mal...

...geht die Auszeichnung an einen Film mit einem HauptdarstellER.
Noch dazu ein Comic Adaptinon.
Irgendwie finde ich das lächerlich.
Die Rolle des Jokers zu Spielen scheint mittlerweile sowas wie eine TÜV Prüfung für männliche Hauptdarsteller geworden zu sein.
Die Leistung von Joaquin Phoenix mag beeindeuckend sein.
Aber der Film bleibt trotzdem sinnlos...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bodhi66 08.09.2019, 08:43
5. Polanski

Polanski hatte keinen einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit einer Dreizehnjaehrigen. Er has sie zu einem Fotoshoot eingeladen und dann mit Drogen vollgepumpt und vergerwaltigt. Die Infos zum Gerichtsverfahren sind uebrigens oeffentlich. Das Opfer hat umgehend Anzeige erstattet und Polanksi wurde von den zustaendigen Gericht in Anwesenheit von Polanski fuer schuldig befunden. Kurz danach war er ausserhalb der USA um einen Film fertigzustellen und als er gemerkt hatte dass er keine Hollywoodjustiz kriegen wuerde hat er sich nach Frankreich abgeseilt. Das Opfer hat ihn in einem Zivilverfahren in Frankreich verklagt und gewonnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BeatDaddy 08.09.2019, 09:17
6. Uninteressant

bis zum Anschlag. Die Entstehungsgeschichten von "Joker", "Riddler", "Pinguin" oder wie sie alle heißen werden gerade in der TV-Serie "Gotham" abgehandelt. Warum muss dann sofort wieder ein Film mit natürlich gänzlich anderen Schauspielern und vor allem anderen Geschichten gestartet werden? Was soll dieser Mist? Genau das Selbe mit "The Flash" oder "Smallville". Die darauf folgenden Kinofilme kann man getrost vergessen. Vor allem weil man solche Leute wie Affleck und andere Schönlinge als Schauspieler engagiert, die noch mehr Zuschauer(innen) anlocken sollen, die aber eigentlich miese Schauspieler sind und nur durch Ihr Aussehen weitere Arbeitsangebote erhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren