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Finale von "Temptation Island": Vergebens versucht
TVNOW

"Temptation Island", das sündig gemeinte Paarprüfe-Format, verdümpelt mit einem komplett ereignislosen Finale. Noch fantasieloser wurde im Trash-Genre seltener versucht.

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m82arcel 15.04.2019, 08:02
1.

Die Auftaktfolge hat offenbar mehr versprochen, als der Rest zu bieten hatte. Zum Glück hatte ich die Sendung nach dem Wechsel des Sendeplatzes nicht weiter verfolgt (ja, auch ein paar Trash-Fans müssen morgens aufstehen und arbeiten). Verpasst habe ich offenbar nichts. Dennoch vielen Dank für die Zusammenfassung der nicht vorhandenen Ereignisse.

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dasfred 15.04.2019, 08:15
2. Ich habe nichts versäum. Danke dafür

Wer sich dieses Konzept ausgedacht hat, scheint über die Moral eines Straßenköters zu verfügen und glaubt, dass auch jeder Andere bei erster Gelegenheit ein neues Weibchen bespringen wird. Die Typen würden doch selbst für Gratis im Edelpuff nicht mit einer Frau aufs Zimmer gehen, wenn ein Kamerateam daneben steht und die Partnerin draußen auf dem Parkplatz wartet. Soviel Rest an Anstand bleibt sogar, wenn jemand von Kopf bis Fuß tättowiert ist. Also beim nächsten mal lieber gecastete Pärchen aus dem RTL Unterhaltungspool mitnehmen, denen Sex vor der Kamera wichtiger ist, als eine Beziehung. Klappt doch sonst auch.

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karlo1952 15.04.2019, 09:09
3. Ohne die Sendung selbst gesehen zu haben,

lässt die Zusammenfassung doch den Schluss zu, dass die Moral von Paaren, auch wenn sie geistig nicht zu den intelektuellsten gehören, sehr hoch ist.

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theo# 15.04.2019, 10:03
4. Private Sender und Zeitgeist

Dieses Format entspricht dem Zeitgeist: oberflächlich, niveaulos, voyeuristisch und nichtssagend, aber einigermaßen gutaussehend
RTL und Co und deren kranke Autoren scheinen da Kundenbedarf zu bedienen oder glauben es zumindest.

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derLordselbst 15.04.2019, 10:22
5. Beeindruckende Leistung

Hat die Autorin wirklich mehrere oder gar alle Folgen dieses TV-Ereignisses gesehen? Oder nach drei Minuten den Fernseher auszuschalten oder zumindest den Sender zu wechseln? Und sie kann danach noch ohne erkennbares Trauma darüber schreiben!

Mir haben zweimal drei Minuten beim Zappen mehr als gereicht, die aber anscheinend durchaus repräsentativ für die Staffel waren.

Wie so oft sollte man nicht den Fehler machen, die von Frau Rützel rezensierten TV-Produkte selbst zu schauen, nur weil sie unterhaltsam beschrieben werden.

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UlrikeLange aus Darmstadt 15.04.2019, 10:23
6. Was soll ich sagen?

Ich bin entzückt, einfach entzückt.

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steppenwolf81 15.04.2019, 10:25
7.

Frau Rützel hatte schon bessere Steilvorlagen mit ausgefeilterem Wortwitz bedient. Das liegt weniger an ihr, sondern am stets langweilig gleich bleibenden Trash der Privatsender. Wünschenswert wäre also eine höhere Diversität der Peinlichkeiten seitens RTL/Sat1 und Co.
Was Temptation Island angeht: Warum unterstellen Foristen hier moralische Desintegrität? Eine offene Partnerschaft ist genauso legitim wie eine geschlossene. Umso mehr verstehe ich gar nicht, worin RTL überhaupt irgendeinen Anreiz zur Produktion dieser gelackten Langeweile gesehen hat. Beschämtes Zugucken zugeknöpfter Religiöser? Na viel Spaß dabei.

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Shine321 15.04.2019, 10:31
8. RE: Ohne die Sendung selbst gesehen zu haben,

Zitat von karlo1952
lässt die Zusammenfassung doch den Schluss zu, dass die Moral von Paaren, auch wenn sie geistig nicht zu den intelektuellsten gehören, sehr hoch ist.
Könnte das daran liegen, dass ständig die Kamera dabei war? Was denken Sie wäre passiert, wenn die Kameras nicht draufhalten?

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UlrikeLange aus Darmstadt 15.04.2019, 10:54
9. Bequem

Zitat von steppenwolf81
Frau Rützel hatte schon bessere Steilvorlagen mit ausgefeilterem Wortwitz bedient. Das liegt weniger an ihr, sondern am stets langweilig gleich bleibenden Trash der Privatsender. Wünschenswert wäre also eine höhere Diversität der Peinlichkeiten seitens RTL/Sat1 und Co. Was Temptation Island angeht: Warum unterstellen Foristen hier moralische Desintegrität? Eine offene Partnerschaft ist genauso legitim wie eine geschlossene. Umso mehr verstehe ich gar nicht, worin RTL überhaupt irgendeinen Anreiz zur Produktion dieser gelackten Langeweile gesehen hat. Beschämtes Zugucken zugeknöpfter Religiöser? Na viel Spaß dabei.
Ich bin der Ansicht, dass in einer Zeit, in der jeder etwas zu sagen hat, die Nichtssagenden vielleicht die Interessanten sind. Über das Nichtssagende zu schreiben, ohne selbst nichtssagend zu werden, gelingt der Autorin ausgesprochen ungenügend. Denn die Abbildung des Nichtssagenden in Gestalt nichtssagender Formalien ist dann eben doch nur eines: bequem.

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