Forum: Kultur
Fischer vs. Stokowski: Das Winden der Wörter - Ja heißt Nein

In ihrer letzten Kolumne hat unsere Autorin Margarete Stokowski den Bundesrichter und "Zeit Online"-Kolumnisten Thomas Fischer wegen seiner Position in der Debatte um das Sexualstrafrecht kritisiert. Hier antwortet Fischer auf Stokowski.

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zxmma23 08.07.2016, 16:28
20. Herr Fischer

Frau Stokowski ist Kolumnistin, Sie sind Richter am Bundesgerichtshof.
Ich stimme selten mit der Meinung von Frau Stokowski überein und tatsächlich sind viel ihrer Artikel und die darin enthaltenen Bilder und Metaphern ziemlich abgedreht und wirr.
Sie hat allerdings sehr wohl das Recht als Kolumnistin, Sie für Ihre mehr als merkwürdigen und definitiv grenzwertigen Kommentare zum Sexualstrafrecht zu kritisieren.
Von Ihnen Herr Fischer, darf man mehr erwarten als hier wie ein beleidigter Dreijähriger über Frau Stokowski abzuketzen, Ihre Reaktion ist weder Ihrer Intelligenz noch Ihres Berufs angemessen und wirft ein ziemlich armes Licht auf die deutsche Justiz.

Glaube Sie es oder nicht – der Einwurf, Frau Stokowski habe Bock mit Ihnen zusammenzuarbeiten, ist definitiv ironisch gemeint. Nach Ihrem arroganten und besserwischerischen Nachtreten hier hat ganz sicher niemand Lust, mit Ihnen zu arbeiten.

Übrigens war Brutus, dessen Charakterisierung durch Marcus Antonius Sie so ausdauernd auf Frau Stokowski anwenden, tatsächlich ein ehrenwerter Mann. Das weiß jeder, der seine Nase mal in ein Buch gesteckt hat.
Quod erat demonstrandum sagt der gedanklich Unbeschränkte hier.

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Red_Indian 08.07.2016, 16:29
21. ?

Ich fand die Kolumne von Fr. Storkowski ebenfalls unsäglich (und habe das im Forum auch kundgetan). Was allerdings Hr. Fischer in dieser sich im Kreise windenden Erwiderung sagen will, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben.
Storkowskis Kolumne und Fischers Erwiderung sind gleichermaßen unsäglich, und dem Ernst der thematisierten (bzw. eben nicht thematisierten) Sexualstrafrechtsreform unwürdig.

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stempelchen 08.07.2016, 16:30
22. Dieses polemische Hin und Her

diverser Jurist(inn)en oder Journalist(inn)en zum Thema geht dem (all)gemeinen Publikum ziemlich auf den Keks(Koks?).

Einen von ganz wenigen meiner Meinung nach erstklassigen Kommentare habe ich im noch aktuellen Spiegel von Frau Frommel aus Kiel gelesen. Da habe ich als Zeitungsleser und nicht Jurist richtig was gelernt!

Aber diese Tollheiten hier,...

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alexzzz 08.07.2016, 16:30
23.

Stokowski liefert Stammtischniveau... Und wie der einem Klischee entsprungene Stammtischbruder*innen lebt sie im Glauben die Welt doch besser zu verstehen als andere.
Klar, emotional getragener Schreibfluss geht leichter von der Hand als eine feinsinnige Juristerei.
Aber, das Ergebnis ist bedeutungschwangere, aber inhaltslose Polemik.

Fischer verfällt hier auch in diese, aber das vorgetragene Argument des mangelndem Sachverstandes und Qualifikation (die nicht aus dem Chromosomensatz XX besteht), lässt sich wohl kaum widerlegen.

Zwischen Fischer und Stokowski liegen Welt...nicht nur im Bezug auf ihre Standpunkte, sondern im intellektuellen Vermögen.

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richey_edwards 08.07.2016, 16:30
24. Bundespolitiker hetzen gegen die

Justitz? Wer auf dem Gesinnungsmainstream reitet darf alles. Das spielen laufende Verfahren, Rechtsprechung und Gesetze keine Rolle mehr. Ich hätte sowas vor 10 - 15 Jahren nicht für möglich gehalten.

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palindrom 08.07.2016, 16:31
25. man kann...

...jetzt ja sagen, dass Margarete Stokowski in ihrem kommentierten Kommentar auf den Mann gespielt habe, und es deshalb dann auch in Ordnung sei, wenn selbiger auf die Frau zurückspielt...
...allerdings kann ich auch nach zweimaligem Durchlesen nicht erkennen, was uns Thomas Fischer denn nun sagen möchte, abgesehen davon, dass Frau Stokowski das Hinterallerletzte sei. Vielleicht sollte er es bei Schriftsücken fürs Gericht bewenden lassen.

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awes 08.07.2016, 16:32
26. eloquente Luft

...ich höre nur das gekränkte Ego aus der Replik

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schnurromat 08.07.2016, 16:32
27. Verstanden

Das folgende Zitat wird gerne Einstein oder Konfuzius angehängt:
"Wenn man etwas wirklich verstanden hat, dann kann man es auch erklären."
Als ich begann, den Text zu lesen, war ich wirklich gespannt. Ich hoffte, Neues zu erfahren. Habe ich auch. Thomas Fischer versucht erst gar nicht, das Sexualstrafrecht zu erklären, was auch immer das heißen mag.
Er versucht auch nicht, Frau Stokowskis knappe Zitate irgendwie in einen Zusammenhang zu stellen. Meinetwegen als launigen Beitrag mit pointierten Aussagen in geselliger Runde. Aber diesem Artikel nach zu urteilen sind launige Beiträge eher nicht seine Stärke.
Da bleibt mir wohl nur noch, zum Bestehen des juristischen Staatsexamens zu gratulieren.

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turbinier 08.07.2016, 16:33
28. Bravo

Ich danke herzlich für diesen Ausnahmekommentar, fernab von SJW, LGBT und anderen Personengruppen, denen zunehmend der Realitätsbezug flöten geht.

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Axel Schön 08.07.2016, 16:33
29. Gut gebrüllt...

..Löwe - und Männchen-machend die Ehre des Platzhirsches verteidigt. Bei solchen Brunft-Ideologen werde ich automatisch zum Feministen. Ganz unwissenschaftlich übrigens!
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll beim Demontieren des Textes des Herrn - mir reicht schon, dass er sich derart echauffiert und hier mit Schaum vor dem Mund alles auffährt, was ihm sein beleidigtes Testosteron-Ego so bereithält. Fischer zieht blank und macht sich damit lächerlich und angreifbar. Desto mehr. Nur um EINS herauszupicken: dass der Herr sich hier darüber mokiert, dass Frau Stokowski im Jahre 1986 geboren ist, soll wohl heißen, dass sie zu jung ist um zu irgendwas eine fundierte Meinung zu haben? Und was soll überhaupt das Gefasel vom Expertentum? M.S. ist eine Journalistin und wenn dem Herrn nicht gefällt, was sie schreibt, soll er sich eine andere Zeitung kaufen... Einfach mal ganz professionell in wissenschaftlichen Diskussionen die Hose anbehalten und mit dem Körperteil oberhalb des Halses argumentieren. In (mindestens) diesem Punkt kann ich der Stokowski nur Recht geben. Klares Eigentor für Fischer. Abtreten und Prost!

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