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Fischer vs. Stokowski: Das Winden der Wörter - Ja heißt Nein

In ihrer letzten Kolumne hat unsere Autorin Margarete Stokowski den Bundesrichter und "Zeit Online"-Kolumnisten Thomas Fischer wegen seiner Position in der Debatte um das Sexualstrafrecht kritisiert. Hier antwortet Fischer auf Stokowski.

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dirkozoid 08.07.2016, 16:35
30. Da ist aber einer sauer :)

Ich denke ja beim Fall Gina-Lisa auch, dass sich da einige zu früh geäußert haben. Aber die Frau auf ihre Oberweite zu reduzieren, erzeugt nun mal Widerspruch. Das ist doch klar. Und der Text wirkt, als ob da jemand Widerspruch absolut nicht vertragen kann. Auch die Beiträge von Frau Stolowski sind nicht immer das Gelbe vom Ei, aber sie hier als dumm darzustellen, zeigt nicht gerade von eigener Intelligenz. Zudem ist der Bundestag nicht dazu da, Gesetze zu erlassen, die juristische Fachidioten gut finden, sondern für alle.

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Influxx 08.07.2016, 16:35
31.

Hiermit tut sich Herr Fischer, den ich als Experten sehr schätze, keinen Gefallen. Die Reform ist denkbar überflüssig. Das Problem, nicht angezeigter Vergewaltigungen, lässt sich bestimmt nicht durch schärfere, bzw. umgeschriebene Gesetze lösen. Das spielt aber inzwischen in der Diskussion keine Rolle mehr. Vielmehr ist die eine in ihrem Frau-Sein, der andere in seiner fachlichen Kompetenz verletzt. Schade.

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Abschlag 08.07.2016, 16:37
32. superpeinlich!

Ich bezweifele nicht, dass Herr Fischer ein ernstzunehmender Strafrechtler ist. Deshalb hat "Der Spiegel" ihm die Gelegenheit angeboten, seine Bedenken über die gestern beschlossene Erneuerung des Sexualstrafrechts für Spiegel-Leser verständlich zu erkäutern. Diese Chance hat er nicht genutzt, sondern hat er in einem befremdlich arroganten Ton (vergeblich) versucht, die Journalistin Stakowksi lächerlich zu machen. Dabei hat er eher sich selber lächerlich gemacht. Nach diesem peinlichen Auftritt, kann er nicht mehr erwarten, dass irgendjemand seine Rechtsthesen ernst nimmt. Denn Grundlage jedes Rechts ist Respekt für Menschen, was er offenbar nicht hat. Fischers glaubt offenbar dass alle außer ihm zu blöd sind, strafrechtliche zusammenhänge zu verstehen. Wenn er so denkt, sollte er zumindest die Gelegenheit nutzen, uns etwas aufzuklären. Denn Recht kann nur respektiert werden, in dem es auch verständlich ist. "Nein heißt nein" ist für Otto normalmensch, zumindest ab dem 5. Lebensjahr, relativ leicht zu verstehen. Das pseudophilosophische Schimpftirade von Herrn Fischer nicht.

Übrigens, nach dieser Erneuerung hat das deutsche Sexualstrafrecht dem einiger unserer Nachbarn angenähert. Das Prinzip "Nein heißt nein" hat sich in jenen Ländern bewährt. Warum auch nicht hier in Deutschland ?

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petrapanther 08.07.2016, 16:39
33.

TL;DR:
Ein älterer, sehr von sich eingenommener Mann ist zutiefst beleidigt, weil eine jüngere Frau es gewagt hat, ihn zu kritisieren.

Dieser plumpe Versuch einer Entgegnung bestätigt eigentlich nur, dass Frau Stokowski recht hatte - Inhalt gleich Null, dafür sinnfreies Gelaber und kaum verhohlene Beleidigungen. Peinlich, Herr Fischer!

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peterhu 08.07.2016, 16:40
34. Großartige Replik!

Sehr unterhaltsam wird Fr. Stokowskis Geschwurbel der Spiegel vorgehalten.

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anon1 08.07.2016, 16:41
35. Verdient...

Danke für die Replik, die zwar nicht besonders freundlich, aber gemessen am nahezu konsistenz- und argumentfreien Artikel, auf den geantwortet wurde, eine mehr als verdiente Anwort ist.
Und: Sehr fair vom Spiegel, auch die Replik zu veröffentlichen.

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hmueller0 08.07.2016, 16:42
36. Alles richtig, aber...

... leider scheint gesunder Menschenverstand, reflektiertes (selbständiges!) Denken oder gar Expertise seit geraumer Zeit nicht sehr gefragt zu sein - und momentan zeichnet sich da auch keine Änderung ab. Das kann man täglich im Großen (Welt-Politik), Kleinen (Bundespolitik) und ganz Kleinen (SPON-Kolumnen) sehen.

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raumzeit3000 08.07.2016, 16:42
37. Großartige Replik

Schön, wenn die Replik auf eine Polemik besser geschrieben und präziser formuliert ist als die Polemik selbst. Ein einsamer Höhepunkt auf Spiegel Online, danke dafür!

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wetterbericht 08.07.2016, 16:44
38. Danke!

Einfach wunderbar! Bitte mehr intelligente Kritik dieser Art!

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ty coon 08.07.2016, 16:45
39.

Sarkastisch wie immer, der Fischer. Mir gefällt dieser Gesprächsstil nicht unbedingt, aber es ist nunmal seine Art zu schreiben.

Frau Stokowski Sexismus vorzuwerfen, das hat allerdings gessesen. Das betrifft nicht nur Stokowski, sondern bald die ganze Feministinnen- und Genderist*innenzunft, daß es salonfähig ist, über "notgeile Macker" und dergleichen herzuziehen, ohne daß die Schreiberin dabei auch nur im geringsten ins Zaudern gerät. Wer sich im Gegenzug erdreisten sollte, einmal in ähnlicher Art über "endbeschränkte Tussis" oder so herzuziehen, dürfte sich nicht nur auf einen Shitstorm, sondern wohl auch auf eine Kündigung seitens des Arbeitgebers einstellen.

Der Ton der Feministinnen ist schon lange viel zu schrill. Im übrigen bin ich der Meinung, daß Brüderle nicht so schlimm war wie Rotherham. Nur hat man zu Rotherham kaum etwas aus feministischer Feder vernommen. Ich weiß, warum nicht.

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