Forum: Kultur
Flüchtlinge: Eine andere Art von Notwenigkeit

Die Flüchtlinge brauchen Unterkunft, Nahrung, Ausbildung - und ebenso wichtig wäre ein wenig Freundlichkeit im Alltag. Doch wer Angst hat, kann kaum freundlich sein.

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dallgaard 05.11.2015, 14:54
1. Mitgefühl

... kann nur entstehen und nachhaltig sein, wenn man einen Menschen vor sich hat, in seine Augen schaut und seine Geschichte - persönlich hört.
sie entsteht also nicht oder lässt nach, wenn man statt Menschen nur eine anonyme Masse sieht und Geschichten aus zweiter/dritter Hand erhält. Und in dem Maße wie das Mitgefühl schwindet, steigt die Angst.
Wenn man also will, dass die Einheimischen Mitgefühl empfinden, dann sollte man den Zuzug begrenzen.

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Wofgang 05.11.2015, 14:56
2.

Gut auf den Punkt gebracht.

Was die AfD wirklich will, mit ihren tragischen ewiggestrigen Parolen das frage ich mich genauso wie bei der Pegida. Erschließt sich einem Empathie fähigen Bürger tatsächlich nicht. Wahrscheinlich wie alle anderen Nazis und Rechtsextremisten nur Ärger machen. Können selbst oft kein vernünftiges Deutsch und würden keinen Einbürgerungstest bestehen, aber kramen das alte "Deutschland den Deutschen !" wieder raus.

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zeichenkette 05.11.2015, 14:58
3. Das muss auch mal gesagt werden dürfen...

Danke dafür. Bei den ganzen selbsternannten Patrioten fragt man sich oft, welches Kultur- und Wertebild sie eigentlich vermitteln wollen, wenn sie Häuser in Brand setzen und mit Baseballschlägern Menschen durch die Strassen jagen. Das ist weder menschlich noch christlich und wenn das "deutsch" sein soll, dann wundert einen nichts mehr.

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mikado17 05.11.2015, 15:02
4.

Vielleicht sollten sich aber zunächst beide Seiten von Angesicht zu Angesicht begegnen, dabei vielleicht auch mal darauf hinweisen, dass es auch ohne Kopftuch und sonstiger Verschleierung geht! Vielleicht darauf hinweisen , dass wir eine offene Gesellschaft sind und Religion Privatsache ist! Dann wird ganz schnell an vielen Punkten auch vieles besser.

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EinJemand 05.11.2015, 15:03
5.

Nicht zu vergessen, auch das Verhalten der Flüchtlinge zu den Alteingesessenen ist wichtig und prägend. Es ist ein Fehler der Bervormundung, die Integration in Kolumnent und ähnlichem zu diskutieren hinweg über die Köpfe derer, die sich integrieren wollen, also zu meinen, es läge nur an ebenjenen Alteingesessenen. Integration ist immer auch eine liebevolle Forderung an die Neuankömmlinge. Wer schonmal im Ausland gelebt hat, weiß, daß einem ehrliche Freunde dort darauf aufmerksam machen, wenn man etwas nach Landessitte falsch macht. Da sich eine solche Kolumne allerdings im Minenfeld der "politischen Korrektheit" bewegen würde, gibt es in Deutschland vornehmlich von den Alteingessesenen der Mainstream-Medien dazu nur: Schweigen.

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Ismir Uebel 05.11.2015, 15:06
6. Mal mitdenken wäre nicht schlecht

Zum Beispiel werden hier im Erstaufnahmeheim prinzipiell alle Flüchtlinge gedutzt. Und dann beschweren sich die Leute, daß die Flüchtlinge mit ihren rudimentären Deutschkenntnissen so unhöflich sind und nicht "Sie" sagen können.

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georgia.k 05.11.2015, 15:09
7. Transitzone ist ein wertneutraler Begriff

was manche daraus machen, ist schon seltsam, zumal es Transitzonen schon länger gibt, diese auch akzeptiert sind. Und es ist ungeheuerlich, wenn ein Ruhrbischof einen unsäglichen Vergleich mit Konzentrationslagern zieht. Wer in einer Transitzone ist, kann jederzeit aus dieser Transitzone wieder heraus, er kann nur nicht einreisen. Wenn die Sozialdemokraten damit Probleme haben, dann deshalb, weil sie keine rechtliche Erklärung finden, weshalb bestehendes Recht nicht angewendet werden soll. Nur auf der Grundlage bestehenden Rechts kann man letztlich die Ausnahmen aus humanitären Gründen zulassen. Bestehendes Recht aus humanitären Gründen nicht zu beachten, kann nicht als Dauerzustand hingenommen werden. Den Mut, eine Verfassungsänderung herbeizuführen, den Artikel 16a GG zu ändern, haben die Koalitionäre allerdings nicht - obwohl sie mit Grünen und Linken über die ausreichende Mehrheit verfügen. Sie könnten ganz einfach den Passus "wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, ..." streichen.

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Tiberias 05.11.2015, 15:11
8. Besten Dank...

...für diesen wieder einmal sehr gelungenen Beitrag!

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kj.az 05.11.2015, 15:12
9. Verstehen Sie, Frau Stokowski,

warum und wann Neuangekommene in Deutschland mit Ablehnung konfrontiert werden ?
Immer dann, wenn sie (noch) nicht integriert sind.
Ich glaube kaum, dass Sie selbst heute auch nur einen Hauch von Diskriminierung spueren.
Aber Ihre Familie uebersiedelte von Mitteleuropa nach Mitteleuropa, ist (vermutlich) katholisch, hat nahezu den selben Kulturhintergrund wie viele europaeischen Laender.
Und jetzt weiten Sie das ganze auf Hunderttausende (in dieser Ausgabe wird bereits von 3 Millionen bis 2017) Migranten aus, die eine gaenzlich diverse Kultur mitbringen, eine Religion, die von vielen nicht verstanden wird - und dann kommt noch die Frage des Integrationswillens.
Wollen Sie den Deutschen einreden, dass sie keine Sorge haben, gefaelligst etwas freundlicher auftreten und die Neuankoemmlinge herzlich willkommen heissen sollen ?
Das sind zum wenigsten Teil Stokowskis, und die wurden schon angefeindet, stimmt's ?

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