Forum: Kultur
Flüchtlings-Talk bei Anne Will: Endstation Burbach
AP/dpa

Sind Notleidende in Deutschland willkommen? Na klar, lautet die Antwort der Runde bei Anne Will. Wer um sein Leben fürchten muss, darf um Zuflucht bitten - aber nur dann. Und den Supermarkt von Burbach bitte nur einzeln betreten.

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gullliver 18.12.2014, 06:46
1. Vielleicht ...

wären Volksabstimmungen doch mal ganz sinnvoll. Dann kann keiner mehr sagen, dass Politik gegen Volkeswille gemacht wird.

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orthos 18.12.2014, 07:16
2. Als Bürger...

Als Bürger einer Stadt in nächster Nähe zu Burbach bekomme ich mit, was dort so abgeht.
Und ich weiß ich was ich nächstes mal wählen werde.
Links wird es nicht!

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Zaphod 18.12.2014, 07:38
3. Gefahr für Deutschland

Die größte Gefahr für Deutschland sind die irrationalen Ängste der Deutschen. "Man wird sich doch noch fürchten dürfen", so denken derzeit sehr viele Menschen und leben ihre hysterischen Ängste und Vorurteile schamlos aus.

Die Politik ist zu Recht ratlos über dieses unaufgeklärte Verhalten. Politik sollte nicht auf der Basis von irgendwelchen Gefühlen gemacht werden, sondern auf der Basis von rationalen und aufgeklärten Entscheidungen. Wer Rationalität im politischen Diskurs verweigert, sollte eigentlich sein Recht auf Gehör verlieren. Leider können wir die Dummen und Dumpfen nicht ignorieren, sondern müssen versuchen, sie dort abzuholen, wo sie stehen, auch wenn wir dazu sehr weit und in sehr unappetittliche Gegenden gehen müssen!

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abby_thur 18.12.2014, 07:53
4.

"die Männer aus Nordafrika, die auf Parkbänken oder gar auf dem christlichen Friedhof Bier tränken und in Gruppen einkaufen gingen, sodass die Burbacher sich zunehmend genötigt sähen, im Nachbarort einzukaufen. Und man wisse ja auch nicht einmal, ob diese Flüchtlinge gesund seien."

Wie gut, dass deutsche Obdachlose nicht machen ;-) Und das man bei denen weiß, dass die alle gesund sind. NICHT.

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hermann_huber 18.12.2014, 07:54
5. Zum Schämen

Ich bin sehr oft beruflich im Ausland unterwegs. Da sieht man oft wie freundlich Menschen sind. Und ich stelle fest wie kleinbürgerlichen beschränkt die Sicht in D ist wenn ich wieder nach Hause komme.
Da bin ich immer wieder entsetzt wenn ich das rassistische Gemaule des deutschen Kleinbürger höre.
Deutschland ist offensichtlich bald mit allem Überfordert

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sunsurfer428 18.12.2014, 07:59
6. Apropos christlich...

Dass es auch anders geht haben unlängst zwei ansässige christliche Schulen gezeigt, die den Kontakt zu den Flüchtlingen in Burbach gesucht haben und die Kinder ein wenig an Weihnachten teilhaben lassen. Keine Ahnung, was die Politik macht und wie sich die Situation weiterentwickelt, aber so was find ich gut...

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alafesh 18.12.2014, 08:20
7. Wie sagte schon Methusalix:

Ich habe nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber DIESE Fremden sind nicht von hier!

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thomas.b 18.12.2014, 09:01
8.

Gute und schlechte Flüchtlinge, inden Köpfen der wohl genährten Deutschen gibt es offenbar diese Unterscheidung. Obwohl Hunger für eine Familie wahrscheinlich fast genauso bedrohlich ist wie Krieg. Aber gut, das mögen Christsoziale (!) anders sehen.

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Anur 18.12.2014, 09:15
9. Liebe Provinz-Kleinbürger,

die Großstädter sind es, die umgeben von hunderttausenden Migranten leben, die Moscheen, russische Supermärkte, Asiashops und afrikanische Kioske um sich herum haben. Sie wären quasi per Definition unmittelbar von "Ausländern" bedroht. Aber nicht die Berliner, die Kölner oder Hamburger marschieren Montag für Montag auf, sondern Dresdner, die fast keine Migranten um sie herum haben. Dieses Land versucht Flüchtlinge abzuwehren, obwohl es selbst ein Zuwandererland ist, obwohl Millionen Deutsche selbst vor Krieg und Vertreibung flohen. Zehntausende unserer Landsleute wandern jedes Jahr aus und das nicht etwa wegen Krieg und Elend, sondern, um irgendwo auf der Welt noch ein paar tausend Euro mehr zu verdienen, als hier. Dieses Land könnte auch eine Million Flüchtlinge aufnehmen und würde nicht daran zerbrechen.

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