Forum: Kultur
Flüchtlings-Talk bei Maischberger: "Mir wird bange, wenn wir weiter so schlampen"
WDR/ Max Kohr

Deutschland wird sich angesichts der Flüchtlingskrise verändern, darin waren sich die Talkshow-Gäste von Sandra Maischberger einig. Aber über das Wie und Wo gab es Streit. Dabei spielten zwei Wörter eine zentrale Rolle: Integration und Angst.

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thunderstorm305 07.10.2015, 07:31
10. Ein Abend ohne greifbare Ergebnisse!

Vielleicht hätte eine bessere Zusammenstellung der Diskussionsteilnehmer der Runde gut getan. Als Kritiker waren nur Herr Buschkowsky und die Vertreterin einer Bürgerinitiative dabei. Und die wurde noch von einem Herrn Augstein herablassend behandelt, obwohl er nur theoretisch die Sache betrachtet und nichts für Flüchtlinge getan hat. Im Gegensatz zur Frau der Bürgerinitiative. Herr Augstein gab den Besserwisser der es den anderen Teilnehmern auch spüren ließ wenn er sie wieder mal mit "Du" ansprach. Vermutlich hofft Herr Augstein durch den Zuzug von Menschen eines anderen Kulturkreises eine linke Leitkultur errichten zu können. Das kann er mit der jetzigen Bevölkerung wohl nicht erreichen. Was gefehlt hat waren Diskussionsteilnehmer wie Herrn Buschkowsky die einmal Klartext reden und auf Probleme hinweisen. Gefehlt haben Antworten zu Fragen wie man die Asylanträge schneller bearbeiten kann und unbegründete Anträge zur Abschiebung führt. Gefehlt haben Antworten wie man vermeidet dass der Niedriglohnbereich ausgeweitet und die sozial Schwachen unter Druck geraten. Dass existierende Mietverträge gekündigt werden um die höheren Erträge durch die Unterbringung von Flüchtlingen einzustreichen wurde schlicht als Einzelfälle abgetan, obwohl das nicht der Fall ist. Es wurde ignoriert dass die nun ankommenden Menschen auf dem Wohnungsmarkt mit der Bevölkerung um Wohnraum konkurrieren. Denn nicht alle sind in Turnhallen untergebracht.
Ich habe den Eindruck dass nur Herr Buschkowsky die Sorgen der Menschen erkennt und auch die Probleme die wir in Zukunft haben werden. Denn unsere Werte werden nicht mehr die gleichen sein wie zuvor. Das wird sich vor allem im Hinblick auf die Rolle der Frau und auf die Behandlung von Minderheiten wie Schwulen und Lesben auswirken. Die hohe Politik wird das anders sehen, aber in den "No-Go" Gebieten und in den Großstädten wird sich das ändern. Wie sich das auf den Antisemitismus auswirkt kann man nur erahnen. Die Konflikte zwischen den einzelnen arabischen Gruppen geben einen Vorgeschmack auf diese Entwicklung. Aber ein Teil der Politik und der Mainstream der Medien hat das nicht verstanden. Aber was soll man auch erwarten. Die Medienvertreter wohnen schließlich nicht in sozialen Brennpunkten.

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zeitgeist☆ 07.10.2015, 07:35
11. Es war zu erwarten....

das SPON diese Sendung so kommentieren würde....die Dame von der Bürgerinitiative sorgt für das Kleinteilige (sagen wollte man wohl Kleingeistige), Herr Augstein natürlich für den großen Überbau für den alle anderen zu minderbemittelt sind und die Polizisten (die es jeden Tag in Real Life mitbekommt was tatsächlich los ist ) bringt keinen Kenntnisgewinn. Ich hoffe daß diese abgehobene Elite dieses Landes ihre aktuelle Meinungshoheit schnell verliert, dann kann man vielleicht mal konstruktiv über Lösungen diskutieren.

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Greggi 07.10.2015, 07:38
12. Mir ist völlig schleierhaft ...

warum in jeder Kolumne, in jedem Blog, in jedem Zeitungsartikel und in den 278 bisherigen Talkshows zu diesem Thema immer nur Deutschland und Europa in der Verantwortung gesehen werden. Ich sehe das Flüchtlingsdrama in der Verantwortung der gesamten, zivilisierten Welt. Die Sonntagsredner in der UN sollen mal aus ihrer Deckung kommen und Zivilcourage zeigen. Mit ein paar lächerlichen Millionen für das eine oder andere Flüchtlingslager (die auch jetzt noch stark reduziert wurden), ist es nicht getan.

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wir.schillings 07.10.2015, 07:41
13.

alles schön und gut, aber es ändert nicht an der Tatsache, dass die Menschen nun mal da sind und auch da bleiben werden. Im übrigen konnte man auf die arrogant-schnöseligen Kommentare des Herrn Augstein verzichten.

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astsaft 07.10.2015, 07:46
14. in der Theorie

Theoretisch ist Integration einfach. Sperrt die Asylbewerber und Flüchtlinge nicht weg, gebt Ihnen genug Platz, lasst sie arbeiten und vergebt Aufgaben an die, die nicht arbeiten. Dazu Deutschkurse (nicht nur sprachlich, sondern auch welches Verhalten hier "ok" ist etc.) und kümmert euch um ihre Probleme. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Und mit euch meine ich in erster Linie alle (auch mich) und vor allem Personen in Entscheiderpositionen. Denn das ganze muss ordentlich organisiert, aber unbürokratisch werden!

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marius_k 07.10.2015, 07:49
15.

Ja genau, Herr Augstein kümmerte sich um den theoretischen Überbau. Er hat zwar viel geredet, gesagt hingegen hat er nichts außer, die Darstellungen der Polizistin lapidar abzutun, sinngemäß nach dem Motto: Selbst schuld, ist halt dein Schicksal, wärst Du nicht Polizistin geworden, wenn es dir zu hart ist und auf den Kern der Refugee welcome Bewegung hinzuweisen, die Freude am eignen Gutsein, einem ganz tollen, weil völlig egoistischen Motiv.

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bekkawei 07.10.2015, 07:53
16.

"Das Bild, das dieser unkonventionelle CDU-Oberbürgermeister von seiner Politik vermittelte, die sich auch schon mal über lästige Verwaltungsvorschriften hinwegsetzt, mutete wirklich beispielhaft an."

Diese Aussage hat es in sich, da man sich über
"lästige Verwaltungsvorschriften" bei den einheimischen Mitbürgern nie hinwegsetzt, sondern sie immer und rigoros durchsetzt.
Und nicht nur das, es werden eben auch mal so nebenbei Gesetze außer Kraft gesetzt. Das kommt nicht so gut.

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kladderadatsch 07.10.2015, 07:53
17. Integration und Angst

scheinen sich zu bedingen. Vielleicht sollte man die Möglichkeit nicht ausschließen, dass die Flüchtlinge auch mal wieder in ihre Heimat zurückkönnen. Das würde sicherlich weniger Angst machen und auch eher dem rechtlichen Status des Asyls entsprechen.

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h548388 07.10.2015, 07:54
18.

Katastrophaler Auftritt von Augstein. Spricht der Polizistin ab die Realität nicht zu kennen, wenn sie über ihre Erfahrungen mit gewaltbereiten Muslimen spricht. Als ob er in seinem Villenviertel und als Millionenerbe überhaupt eine Ahnung hat. Völliger Realitätsverlust ist ja bei Linken nichts neues.

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xenon555 07.10.2015, 08:01
19. Darf man das nicht sagen?

Na klar, Einwanderung gehört zu uns. Wir brauchen sie. Aber es wird nun gleich diskutiert, wie wir uns verändern werden und müssen. Es ist aber erst einmal an den "Neuen", sich zu verändern, Bitteschön. Ich jedenfalls will mich nicht ohne weiteres verändern (lassen)! Und jetzt geht es um das, was nachweislich ein erheblicher Teil dieser Flüchtlinge im Gepäck hat: Islam, Frauenverachtung, fehlende Sozialfähigkeit, Antidemokratie und forderndes Verhalten bis zum Anschlag. Das muss bekämpft werden. Hier müssen klarste Zeichen gesetzt werden mit aller Konsequenz. Das würde den Menschen hier die berechtigten Ängste nehmen und den guten ("hellen") Flüchtlingen helfen und Perspektive geben. Das "wir schaffen das" und "kommt alle her" ohne jede Ordnung und jedes Prinzip führt in die Katastrophe. Und hierdurch würden wir Land und Identität verlieren. Es sind erst einmal Fremde in Not. Erste Hilfe ist zu leisten, aber der Fremde hat sich anzupassen und sich erst einmal bedingungslos unterzuordnen. So hält es jeder vernünftige Tourist aus dem Westen, der in fernen Ländern Urlaub macht. Da backt man eben kleine Brötchen. Unsere Gutmenschen auch in der Politik wollen dieses Prinzip offenbar umkehren. Das ist vom Übel. Da hilft auch keine Veränderung.

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